08/2021, Elektro-Kinderauto Ferrari Testa Rossa J von The Little Car Company Ferrari S.p.A.
08/2021, Elektro-Kinderauto Ferrari Testa Rossa J von The Little Car Company
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Elektro-Kinderauto Ferrari Testa Rossa J von The Little Car Company

Elektro-Kinderauto Ferrari Testa Rossa J Kleiner, langsamer, elektrischer ist kein Ferrari

Der 250er Testa Rossa von 1957 ist ein besonders ikonisches Ferrari-Modell. The Little Car Company legt nun ein Kinderauto im 75-Prozent-Maßstab auf. Der Preis ist jedoch sehr erwachsen.

Das Thema Nachwuchsförderung scheint den Nobelmarken unter den internationalen Autoherstellern derzeit eine Herzensangelegenheit zu sein. McLaren unterhält inzwischen eine komplette Modellpalette an elektrisch angetriebenen Kinderautos. Bugatti führte kürzlich nach großem PR-Brimborium die Neuauflage des Bébé ein. Und nun kommt Ferrari mit dem Testa Rossa J nach.

Das Projekt der Italiener ist mit jenem der Elsässer vergleichbar. Als Vorlage dient ein ikonischer historischer Rennwagen (Bugatti Type 35 und Ferrari 250 Testa Rossa), der auf 75 Prozent seiner Originalgröße geschrumpft wurde und von einem Elektroantrieb vorangebracht wird. Die Parallelen kommen nicht zufällig: In beiden Fällen arbeiten die Edelmarken mit dem britischen Unternehmen The Little Car Company zusammen.

Hilfe bei Design und Entwicklung

Ferrari hat nicht nur eine Lizenz erteilt, sondern sich bei der Entwicklung des Testa Rossa J auf mehreren Ebenen eingebracht. Das hauseigene Styling Centre in Maranello war für die Proportionen und die Lackierung verantwortlich, während das Chassis und andere Komponenten auf Grundlage von Originalzeichnungen der Classiche-Abteilung konstruiert wurden. Der Testa Rossa J soll schließlich in möglichst vielen Details dem Original von 1957 entsprechen. Und das ist kein Geringerer als ein vierfacher Le-Mans-Gewinner.

Die Junior-Ableitung verfügt nicht nur über eine perfekt nachgebildete und auf die Größe (3,10 Meter Länge, 1,10 Meter Breite und 70 Zentimeter Höhe) angepasste Linienführung. Ihre Karosserie wird – wie seinerzeit beim Rennwagen – aus Aluminium handgefertigt. Diese spannt sich über ein Chassis, das nach den Originalzeichnungen aufgebaut wurde; folglich entsprechen die Lenkung und die Aufhängungs-Geometrie dem Vorbild. Die Lackierung kommt ebenso bei den aktuellen Ferrari-Modellen zum Einsatz wie die Embleme.

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Auch innen entspricht der Ferrari Testa Rossa J weitgehend dem Original.

Dieselbe Liebe zum Detail weist der Testa Rossa J innen auf. Wie der millionenschwere Oldtimer verfügt er über ein Nardi-Lenkrad aus Aluminium und Holz, das dank Schnellverschluss den Ein- und Ausstieg erleichtert. Die Instrumente präsentieren an den Elektroantrieb angepasste Skalierungen, aber auch das ursprüngliche Design samt Schriftarten. The Little Car Company und Ferrari liefern den Testa Rossa J mit zwei austauschbaren Sitzen aus: Einer passt für Kinder, der andere für erwachsene Fahrerinnen und Fahrer. Das Leder wird bei den aktuellen Produkten aus Maranello verwendet, wobei sich dessen Verarbeitung am Testa-Rossa-Vorbild orientiert.

Ein E-Motor, drei Batterien

Gleich drei Batterien liefern die nötige Power für den Elektromotor, der mit den Pedalen des F8 Tributo beschleunigt oder gebremst wird. Die Akkus sitzen unter der Fronthaube; Strom wird dagegen dort getankt, wo der Testa Rossa sonst mit Benzin versorgt wird. Die Reichweite beträgt bis zu 90 Kilometer, ist aber stark von der Fahrweise abhängig. Wer oft im Einsteigermodus unterwegs ist, schafft mit dem dann ein kW (1,36 PS) starken Testa Rossa J maximal 20 km/h. In der Komfort-Abstimmung ist der Ferrari immerhin vier kW (5,4 PS) stark und bis zu 45 km/h schnell. Im Sport- und Rennmodus gibt der Testa Rossa J zwischen zehn und zwölf kW (13,6 bis 16,3 PS) frei und erreicht damit jeweils über 60 km/h. Wie bei einem echten Ferrari lassen sich die Modi über einen "Manettino"-Regler einstellen. Zudem kann der Antrieb per Rekuperation Bremsenergie zurückgewinnen.

Ferrari behauptet, das Fahrverhalten des Testa Rossa J sei von den offiziellen Testfahrern der Marke auf der Fiorano-Rennstrecke abgestimmt worden. Für das Kinderauto liefert Bilstein ein einstellbares Gewindefahrwerk, während die Zwölf-Zoll-Speichenräder mit Pirelli-Cinturato-Reifen ummantelt sind. Statt über Trommelbremsen wie beim Original verfügt der Testa Rossa J über eine moderne Scheibenbremsanlage aus dem Hause Brembo inklusive hydraulischer Handbremse. Die Sicherheit verbessern ferner die an den Seiten verstärkte Karosserie und ein optionaler Überrollbügel.

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Für den Testa Rossa J lassen sich 14 authentische Rennlackierungen ordern.

Apropos: Wie jeder Ferrari lässt sich auch dieser umfassend individualisieren. Die Italiener bieten 14 historische Lackierungen an, in denen das Vorbild früher zu Rennen antrat. Hinzu kommen 53 normale Karosseriefarben sowie die Möglichkeit, den Testa Rossa J in einer personalisierten Rennlackierung gestalten zu lassen. Gegen Aufpreis lassen sich sogar authentische Borrani-Räder für den Testa Rossa J bestellen. Zusammenstellen lässt sich das Ganze über einen waschechten Konfigurator.

Der Preis? 93.000 Euro netto!

Dass es ein solches Gefährt nicht zum normalen Spielzeugauto-Tarif gibt, kommt wenig überraschend. Dennoch sind 93.000 Euro plus länderspezifischer Steuer (in Deutschland demnach 110.670 Euro) eine heftige Ansage seitens der Kooperationspartner. Der Testa Rossa J ist auf 299 Exemplare limitiert und für Personen ab 14 Jahren geeignet. Für den Straßenverkehr ist er jedoch nicht zugelassen.

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Klar ist: Für 110.000 Euro gibt es eine Menge echter Autos, darunter viele Sportwagen, Oldtimer oder gar sportliche Oldtimer. Einen Ferrari gibt es zu diesem Tarif aber nur auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Und der originale 250er Testa Rossa ist deutlich kostenintensiver: 2014 fand ein Exemplar für 24,1 Millionen Britische Pfund (aktuell etwa 28,5 Millionen Euro) einen neuen Besitzer.

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