Skoda 1000 MB Hajaja Skoda
Skoda 1000 MB Hajaja
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Skoda 1000 MB Hajaja 7 Bilder

Skoda 1000 MB Hajaja

Der Kombi mit dem schrägen Namen

Der Skoda 1000 MB Hajaja verdankt seinen Namen einer Radiosendung für Kinder. Allerdings ist diese Kombiversion ein Einzelstück geblieben.

Schon mal was vom Skoda 1000 MB gehört? Falls nicht: Kommt Ihnen der Name Hajaja bekannt vor? Genau! Die bekannte Radiosendung für Kinder mit Gutenachtgeschichten aus Tschechien. Nur, dass wir Ihnen an dieser Stelle nicht das Kinderprogramm oder den deutschen Ausspruch "in die Haja gehen" (für "ins Bett gehen"), sondern ein automobiles Unikat aus dem Jahr 1963 näherbringen möchten.

Der viertürige 1000 MB aus dem Hause Skoda ist ein Fahrzeug der 1,0 Liter-Klasse. Er verfügt über einen Heckmotor und einen Heckantrieb. Während die Stufenheckversion und das 1000 MBX De Luxe genannte Coupé Mitte der 60er Jahre zum Straßenbild der damaligen Tschechoslowakei gehörten, schafften es der Roadster und die Kombivariante nie über den Prototypenstatus hinaus. Letzterer fünftüriger Kombi ist aktuell in dem Skoda Museum in Mlada Boleslav zu sehen. Da Kombis vor allem für Familien mit Kindern erdacht waren, wundert es nicht, dass dieses Einzelstück einen bei Kindern bekannten Namen verliehen bekam: Hajaja.

Skoda 1000 MB Hajaja
Skoda
Der Skoda 1000 MB Hajaja hat es nie zur Serienreife gebracht.

Aus einem Stufenheck wurde der Hajaja-Kombi

Dass Skoda sich an Kombis versucht war jedoch nichts Neues. In der heute 125-jährigen Historie des Fahrzeugherstellers hatten die praktischen Familienfreunde stets einen festen Platz. Zu dem Zeitpunkt, als sich die Ingenieure den Hajaja erdachten, feierte der Octavia Kombi einen Verkaufsrekord nach dem anderen. Er war in den 1960er Jahren das meistverkaufte Kombimodell von Skoda.

Der nun im Museum parkende Hajaja basiert auf dem Prototypen Nummer 34. Ein Fahrzeug, das seine ersten 31.000 Kilometer in Form einer Stufenhecklimousine erlebte. Erst im Februar 1963 modifizierten die Techniker sein Heck zum Kombi-Heck. Was sich leicht anhört, war es aber nicht. Denn der Umbau erwies sich komplizierter als gedacht. Dem Problem mit dem Kofferraumboden wurden die Tschechen erst Herr, als sie sich entschlossen den Reihenvierzylinder im Heck liegend zu installieren. Der Zylinderkopf zeigte dabei nach links, der Wasserkühler befand sich rechts daneben. Da das Aggregat in diesem Zustand so aussah, als hätte es sich zum Schlafen (in die Haja) gelegt, hatte das Unikat seinen Spitznamen schnell weg: Hajaja.

Skoda 1000 MB Hajaja
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Seinen Namen verdankt der Hajaja der Einbaulage des Motors.

Vorn und hinten Kofferräume

Der Hajaja ist 4,15 Meter lang, 1,62 Meter breit und 1,40 Meter hoch. Der Radstand ist mit 2,40 Meter gegenüber der Stufenhecklimousine gleichgeblieben. Bis zu 1,60 Meter lange Gegenstände finden im Kofferraum Platz. Zum Be- oder Entladen lässt sich die Heckklappe nach oben hin aufschwingen. Wie bei Fahrzeugen mit Heckmotoren üblich, bietet auch der Hajaja unter der vorderen Haube zusätzlichen Stauraum. Die Gewichtsverteilung des 811,5 Kilogramm schweren Tschechen beträgt nicht ganz überraschend 61:39 zulasten des Hecks. Maximal 380 Kilogramm, sprich vier Erwachsene und 80 Kilogramm Gepäck dürfen mit an Bord.

Zu den 31.000 gefahrenen Stufenheck-Kilometern fügten sich im Mai und Juni 1963 weitere 7.000 Kilometer hinzu. Der Durchschnittsverbrauch auf den mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 74 km/h gefahrenen Kilometern betrug 7,6 Liter auf 100 Kilometern. Die Leistung des 988 Kubikzentimeter großen Vierzylinders gibt Skoda mit 45 PS, die Höchstgeschwindigkeit mit 115 km/h an.

Gründe, die gegen eine Serienproduktion des Skoda 1000 MB Kombis sprachen waren hauptsächlich auf die liegende Lage des Motors im Heck zurückzuführen. So erschwerte er sowohl die Wartungs- als auch die Servicearbeiten. Probleme bereitete aber auch die Kühlung des Vierzylinders.

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Fazit

Der Skoda 1000 MB Hajaja schaffte es nie in die Serienproduktion. Zu aufwendig waren die Wartungs- und Servicearbeiten an dem liegenden Motor. Und auch die mangelhafte Kühlung sorgte für Probleme. Ein Kombi mit zwei Kofferräumen war aber generell keine schlechte Idee.

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