Größte E-Reichweite fürs Geld: Kia, Tesla und Citroën schlagen Dacia deutlich

Elektro-Ranking: Meiste Kilometer fürs Geld
Kia, Tesla und Citroën schlagen Dacia deutlich

ArtikeldatumVeröffentlicht am 28.05.2026
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Die maximale Reichweite galt lange als entscheidendes Kaufkriterium für Elektroautos. Mit der technischen Weiterentwicklung verschiebt sich der Fokus jedoch zunehmend. Mittlerweile kommen selbst günstigste Elektroautos weiter, als es der typische Alltagseinsatz verlangt. Pendelstrecken, Stadtverkehr und tägliche Erledigungen lassen sich bereits mit Einstiegsmodellen problemlos bewältigen. Größere Batterien bieten zwar Vorteile auf der Langstrecke, treiben jedoch häufig auch den Fahrzeugpreis deutlich nach oben. Für viele Käufer wird daher das Verhältnis aus Anschaffungspreis und nutzbarer Reichweite viel wichtiger als ein möglichst hoher WLTP-Bestwert.

Reichweite pro Euro

Doch wie viel Reichweite erhält man tatsächlich bei welchem Elektroauto pro investiertem Euro? Sichtbar wird das, wenn der Listenpreis eines Modells durch seine maximale WLTP-Reichweite geteilt wird. Der daraus entstehende Wert zeigt, wie teuer jeder Kilometer offizieller Reichweite ausfällt. Unsere aktuelle Auswertung zeigt dabei deutliche Unterschiede. Einige Hersteller kombinieren hohe Effizienz mit vergleichsweise moderaten Preisen, während andere trotz kleinerer Reichweiten deutlich teurer bleiben. Zudem beeinflussen technische Details wie Felgengröße, Batterievariante oder Aerodynamik das Preis-Leistungs-Verhältnis stärker, als viele Käufer vermuten.

Bei der Berechnung sind wir übrigens von den auf den Hersteller-Webseiten angegebenen Listenpreisen ausgegangen. Temporäre Rabattaktionen wie etwa den ID-Bonus bei Volkswagen haben wir nicht berücksichtigt. Solche Preissenkungen können im Einzelfall das Preis-Leistungsverhältnis deutlich verschieben. Hier nun die Top 10 der Auto mit den meisten Reichweiten-Kilometern fürs Geld.

Warum das Tesla Model 3 vorne liegt

Der klare Spitzenreiter im aktuellen Vergleich ist das Tesla Model 3 in der Variante "Maximale Reichweite" mit Hinterradantrieb, das es derzeit für 44.990 Euro gibt. Die Basisvariante mit großem Akku (etwa 80 kWh) kommt wegen seiner überragenden Effizienz im gemischten WLTP-Zyklus bis zu 750 Kilometer weit. Als einziges Modell unterschreitet die Limousine damit die Marke von 60 Euro Anschaffungspreis pro Kilometer Reichweite.

Interessant ist dabei ein technisches Detail: Im Tesla-Konfigurator werden zunächst rund 702 Kilometer WLTP-Reichweite angezeigt. Ein bereits beeindruckender Wert. Doch erst mit den kleineren 18-Zoll-Photon-Felgen inklusive Aero-Radkappen steigt der offizielle WLTP-Wert auf beeindruckende 750 Kilometer. Der Grund liegt in der Aerodynamik: Kleinere Räder reduzieren Luftwiderstand und Rollreibung spürbar. Das zeigt eindrucksvoll, wie stark selbst die Felgengröße die Effizienz moderner Elektroautos beeinflussen kann.

Niedriger Preis statt großer Batterie

Doch nicht nur hohe Effizienz bringt gute Werte in diesem Ranking. Einige Fahrzeuge punkten vor allem über ihren extrem niedrigen Einstiegspreis. Der Citroën ë-C3 oder der Leapmotor T03 verfügen zwar über vergleichsweise kleine Batterien und bieten mit rund 260 bis 315 Kilometern eher begrenzte Reichweiten. Weil die Anschaffungskosten jedoch deutlich unterhalb vieler Konkurrenzmodelle liegen, landen sie mathematisch weit vorne.

Für die Praxis bedeutet das allerdings Einschränkungen: Diese Fahrzeuge eignen sich vor allem für den Stadt- und Pendelverkehr. Auf langen Autobahnetappen sinkt die reale Reichweite deutlich schneller als bei aerodynamisch optimierten Mittelklassemodellen. Auch die Ladeleistungen günstiger City-Stromer bleiben meist deutlich hinter größeren Langstreckenfahrzeugen zurück.

Kia überrascht, Mercedes überzeugt mit Effizienz

Als besonders starkes Gesamtpaket positioniert sich der Kia EV3. Mit seiner großen 81,4-kWh-Batterie erreicht das kompakte SUV bis zu 605 Kilometer WLTP-Reichweite und landet damit auf Platz drei des Rankings. Für etwas mehr als 41.000 Euro bietet der EV3 derzeit eines der attraktivsten Reichweiten-Preis-Verhältnisse im Kompaktsegment.

Bemerkenswert ist auch die Platzierung des neuen Mercedes-Benz CLA Coupé. Trotz eines Listenpreises von über 55.000 Euro erreicht das Modell dank hocheffizienter MMA-Plattform und sehr guter Aerodynamik bis zu 752 Kilometer WLTP-Reichweite. Damit schlägt das Premium-Modell beim Kosten-pro-Kilometer-Vergleich sogar einige deutlich günstigere Fahrzeuge. Auch der Renault 5 E-Tech zeigt, dass emotionale Retro-Optik und vernünftige Effizienz kein Widerspruch sein müssen. Mit 412 Kilometern WLTP-Reichweite positioniert sich der elektrische Kleinwagen solide im Mittelfeld.

Nicht der billigste ist automatisch der beste Deal

Der Dacia Spring zeigt in dieser Auswertung exemplarisch, wie stark ein niedriger Einstiegspreis das Preis-Reichweiten-Verhältnis beeinflussen kann. Mit 16.900 Euro Listenpreis gehört er zu den günstigsten Elektroautos auf dem Markt und erreicht trotz seiner kompakten Batterie noch 221 Kilometer WLTP-Reichweite. Damit landet der kleine Stromer rechnerisch vor deutlich teureren Modellen – aber auch hinter Tesla, Citroën und Kia/Hyundai. Im Alltag bleibt der Spring dafür klar auf den urbanen Einsatz zugeschnitten: begrenzte Ladeleistung, einfache Langstreckenqualitäten und ein auf Effizienz statt Komfort ausgelegtes Gesamtkonzept setzen dem günstigen Preis naturgemäß Grenzen.

Fazit