Rheinmetall-Ladebordstein mit BMW i3 Rheinmetall AG
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Rheinmetall Ladebordstein: Kante wird Steckdose

Rheinmetall präsentiert neue Ladelösung Der Bordstein wird zur Steckdose

Autofahrende empfinden Bordsteine meist eher als Ärgernis. Dank Rheinmetall werden die Kanten endlich nützlich: Sie beherbergen Ladeanschlüsse für Elektroautos.

Diese Innovation hat zwar mehr mit Stein als Metall zu tun. Und es handelt sich dabei auch nicht im militärisches Gerät, sondern um eine Anwendung, die potenziell jeder Zivilist und jede Zivilistin nutzen kann. Trotzdem stammt sie vom Rüstungs- und Technologiekonzern Rheinmetall: Der Ladebordstein, der in den vergangenen Monaten im Technology Center des Düsseldorfer Unternehmens erdacht wurde.

Das Prinzip ist so einfach, wie es der Begriff suggeriert: Es handelt sich um einen Bordstein, in den die nötige Technik integriert wird, um daran ein Elektroauto mit frischer Energie zu versorgen. Und das gar nicht mal so langsam: Per Wechselstrom (AC) lässt sich mit einer Leistung von bis zu 22 kW nachladen. Die nötige Ladeelektronik ist ebenfalls bereits eingebaut, und per Open Charge Point Protocol (OCPP) kann der Ladebordstein in bestehende Backend-Systeme oder bereits vorhandene Ladesystem-Strukturen eingefügt werden.

Ladetechnik lässt sich nachrüsten

Rheinmetall hat seine Ladebordsteine jedoch nicht nur als Komplettlösung erdacht. Wo aktuell vonseiten der Kommunen noch kein Bedarf besteht, Ladeinfrastruktur bereitzustellen, dies aber perspektivisch der Fall sein könnte, ließen sich "Dummy-Bordsteine" installieren. Das Elektronikmodul lässt sich dem Düsseldorfer Konzern zufolge in wenigen Minuten nachrüsten. Ähnlich unaufwändig soll die Wartung der Ladebordsteine vonstattengehen. Zudem verspricht Rheinmetall eine lange Lebensdauer. Um diese und die nötige Sicherheit zu garantieren, unterzieht sie das Unternehmen derzeit umfangreichen Langzeittests. An diese soll sich später ein Pilotprojekt im öffentlichen Raum anschließen.

02/2019, Connected Kerb Bordsteinkanten-Ladesäule
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Der Hintergrund für die überraschend anmutende, beim genaueren Nachdenken aber doch naheliegende Lösung liegt auf der Hand: Im urbanen Raum sind die Flächen für die bald dringend benötigte Ladeinfrastruktur für E-Autos jetzt schon knapp. So steht es auch im Masterplan Ladeinfrastruktur II der Bundesregierung, der im Oktober 2022 veröffentlicht wurde.

Die Idee hat Charme

Ideen, dieses Problem zu lösen, gibt es bereits. Zum Beispiel, Ladeanschlüsse in Straßenlaternen zu integrieren (siehe Fotoshow). Doch diese stehen nicht immer dort, wo die passende Parkfläche vorhanden ist. Bordsteine gibt es dagegen überall oder lassen sich vielerorts mit relativ geringem Aufwand installieren, was der Rheinmetall-Lösung durchaus Charme verleiht. Zumal der Weg vom Ladebordstein zum Anschluss am Auto besonders kurz ist, was verhindert, dass beispielsweise die Kabel über Gehwege gelegt werden müssen.

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Fazit

Ladestationen statt Panzer: Der Düsseldorfer Rüstungs- und Technologiekonzern Rheinmetall erschließt neue Geschäftsfelder und ist dabei auf das Wachstumsthema Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge gestoßen. Der Gedanke, diese in Bordsteine zu integrieren, erscheint ebenso simpel wie sinnvoll. Nun muss Rheinmetall beweisen, dass das System tatsächlich funktionieren kann – und das möglichst auf die einfache Art, wie sie die Düsseldorfer versprechen.

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