Technik, Plug-in-Hybrid Daimler

Plug-in-Hybrid erklärt

So harmonieren Verbrenner und E-Motor

Viel Antriebstechnik an Bord: Zum konventionellen Verbrenner samt Getriebe und Abgasreinigung gesellen sich E-Motor, Batterie, Leistungselektronik und Ladegerät. Wir erklären das Funktionsprinzip.

Beim Hybridantrieb teilen sich Elektromotor und Verbrenner die Arbeit. Einfache Hybride besitzen lediglich eine kleine Batterie, die beim Bremsen durch Rekuperation geladen wird. Geht der Fahrer aufs Gas, unterstützt der E-Motor und hilft dem Verbrenner beim Sparen. Rein elektrisches Fahren ist nicht oder nur auf sehr kurzen Strecken möglich. Ein Plug-in-Hybrid besitzt dagegen eine größere Batterie, die idealerweise eine Elektro-Reichweite von 50 Kilometern oder mehr ermöglicht.

E-Motor im Getriebe oder an der Hinterachse

Technisch verfolgen die Hersteller im Wesentlichen zwei Ansätze: Meist sitzt der E-Motor im Automatikgetriebe und wirkt auf die gleiche(n) Achse(n) wie der Verbrenner. Bei einigen Modellen von BMW, Mini oder Volvo treibt der Verbrenner die Vorderräder an, während der E-Motor an der Hinterachse sitzt und Allradantrieb ermöglicht. Da in beiden Fällen noch eine Batterie untergebracht werden muss, fällt der Kofferraum oft kleiner aus als bei den konventionellen Baureihenbrüdern.

Der Akku wird per Wechselstrom an einer Wallbox bzw. öffentlichen Ladesäule aufgeladen, die Stecker entsprechen denen reiner E-Autos. Schnellladeoptionen gibt es bei den Plug-in-Hybriden nicht, da die Batteriekapazität deutlich geringer ausfällt (meist um 10 kWh statt 40 bis 100 kWh bei Voll-Stromern). Damit man nicht nach jeder Fahrt das Ladekabel aus dem Kofferraum holen muss, bieten einige Hersteller inzwischen induktive Ladeplatten für die heimische Garage an. Wird das Auto darüber geparkt, beginnt der Ladevorgang. Plug-in-Hybride mit mehr als 40 km elektrischer Reichweite haben Anspruch auf ein E-Kennzeichen, das in vielen Kommunen Vorteile – etwa beim Parken – bringt.

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