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VDA will Umweltfreundlichkeit untersuchen

Plugin-Hybride auf dem Prüfstand

Tanken Sie noch oder laden Sie schon? Der VDA will das jetzt für Plugin-Hybride prüfen und dazu auf Hersteller-Daten zurückgreifen.

Kritiker bemängeln den Umstand schon seit einiger Zeit: Hersteller preisen Plugin-Hybride als umweltfreundliche Alternative an, Kunden profitieren von Vergünstigungen und das Ladekabel bleibt in der Originalverpackung. Stattdessen wird einfach der Verbrennungsmotor genutzt – und das wegen des Mehrgewichts durch Akku und E-Maschine mit geringerer Effizienz, sprich: Höherem Verbrauch.

Um das Image der Plugins aus der Mogelpackung zu ziehen, will der Automobilverband VDA nun konkrete Daten der Fahrzeuge auswerten. Dafür sollen jene Daten genutzt werden, die im Auto gesammelt und an den Hersteller übertragen werden. Aus der Erkenntnis darüber, zu welchem Teil die Hybride rein elektrisch betrieben werden, ließen sich schließlich weitere Schritte zu einer Auslegung auf einen möglichst niedrigen Realverbrauch ableiten.

Kia Ceed SW Plug-in Hybrid, Exterieur
Achim Hartmann
Wer seinen Plug-In-Hybrid nicht regelmäßig einstöpselt, leistet kaum einen Beitrag zum Umweltschutz. Im Gegenteil.

Unterschiedliche Konzepte

Gegenüber der Wirtschaftswoche sagte Bosch-Chef Volkmar Denner, dass der Konzern bei den Firmenfahrzeugen an einem Konzept arbeite, das einen echten Anreiz biete, die Autos zu laden anstatt zu betanken. Die Erkenntnis des VDA komme besser spät als nie, so Denner weiter.

Derzeit sind Plugin-Hybride in unterschiedlichen Konfigurationen unterwegs. So erlauben etwa die VW-Modelle eine Aufladung des Akkus während der Fahrt über Rekuperation oder den Verbrennungsmotor. So werden lokal emissionsfreie Fahrten im Alltag zwar leicht ermöglicht, doch eine reale Energiebilanz dazu gibt es noch nicht. Andere Modelle lassen sich dagegen nur an der Steckdose so weit aufladen, dass ein rein elektrischer Betrieb über mehrere Kilometer möglich ist. Eine Übersicht über die aktuellen Hybrid-Modelle auf dem Markt erhalten Sie in unserer Bildergalerie

Fazit

Das ist freilich nicht im Sinne der Erfinders: Subventionen abstauben und gleichzeitig das Ladekabel verstauben lassen. Wer mit einem Plugin seinen Beitrag zur Senkung von Emissionen leisten will, muss damit auch an die Ladestation. Die Ergebnisse einer Studie über die Nutzung können wir uns eigentlich schon ausmalen. Spannender ist da schon die Entwicklung sinniger Konzepte zur effizienten Nutzung solcher Hybrid-Modelle.

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