BMW iNext Prototyp BMW
Erlkönig BMW iNext
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BMW iNext kommt ohne Level 3

Robo-Taxi-Flotte fällt aus

Statt wie angekündigt Level 3, wird BMWs neues E-SUV nur nach Level 2 autonom fahren können, aus der geplanten Flotte 500 autonomer Taxis wird nichts.

Das autonome Fahren scheint auf absehbare Zeit Domäne der Tech-Ggianten wie Waymo (Google) zu bleiben, von den selbstbewussten Ankündigungen der großen Autohersteller ist längst nicht mehr viel übrig. Audi bringt die Autonom-Fähigkeiten nach Level 3 nicht mehr in den aktuellen A8, den auto motor und sport schon damit fahren konnte. Und BMW schließt sie jetzt sogar für den iNext aus, der erst 2021 Markstart haben sollte und noch gar nicht offiziell vorgestellt ist. Erst im Juli 2020 hatten die Münchner stolz die Abdeckung in der riesigen Niere präsentiert, hinter der die umfangreiche Sensorik fürs autonom Fahren untergebracht werden sollte. Das "zentrales Hightech-Bauteil für das hochautomatisierte Fahren", so BMW damals, wird in einem aufwendigen Verfahren mehrfach bedampft und lackiert. Am Ende soll das Kunstoff-Teil für Radar und Lidar-Sensoren durchsichtig sein.

BMW iNext Niere
BMW
Hightech-Abdeckung vorerst ohne Wert: Die vollverkleidete Niere des iNext bietet Platz für jede Menge Sensorik, die man fürs autonome Fahren braucht. Das E-SUV kann aber nur Level 2.

Verschiebung auf unbestimmte Zeit

Die Sensorik wird der iNext zumindest zum Marktstart wohl gar nicht so dringend brauchen, er wird Level 2 statt nach Level 3 autonom unterwegs sein können. Das bestätigte ein Sprecher der Marke gegenüber auto motor und sport. Beim Fahren nach Level 3 hätte das Fahrzeug in bestimmten Situationen, zum Beispiel im Stau auf der Autobahn, dem Fahrer die Arbeit vollständig abnehmen können. Die Person am Steuer könnte sich vom Verkehrsgeschehen abwenden, müsste allerdings in wenigen Sekunden das Steuer wieder übernehmen können, wenn das Auto ein entsprechendes Signal abgibt..

Was Level 3 angeht, heißt es bei BMW wohl "aufgeschoben nicht aufgehoben". Aber man wolle die Funktionen erst freischalten, wenn sie sicher sind. Wann? Unbekannt.

Viele Tests, kein Erfolg?

Dabei bekommt man, wenn man im Norden Münchens unterwegs ist, die Zukunft zuweilen schon zu sehen. Und zwar in Form von silbernen BMW 7er-Limousinen, die mit allerlei Sensoren und Kameras bestückt sind.

Damit testet der Autohersteller seine Systeme für das automatisierte Fahren, die Autobahn A9 ist eines der Testfelder. Im iNext hätte ein Autobahnassistent dann bis zu Geschwindigkeiten von 130 km/h die Führung auch über längere Strecken übernehmen sollen.

Im gleichen Jahr wollte BMW eine erste Testflotte mit selbstfahrenden Autos nach Level 4 auf die Straße bringen. Alejandro Vukotich, Leiter des Campus für autonomes Fahren bei BMW, plante mit 500 Roboterautos.

Weltweiter Level-4-Testbetrieb abgeblasen

Waymo fahrerlose Autos
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Die hätten sogar in den USA, in Europa und in Asien eingesetzt werden sollen, um dem Vorbild von Waymo und Co. zu folgen. "Wir werden die Fahrzeuge so einsetzen, wie es andere Firmen auch tun", zitierte ein Bericht Vukotich. "Es wird ein Realbetrieb sein, bei dem wir Personen von A nach B bringen. Das Auto fährt dabei autonom, aber es wird einen Sicherheitsfahrer geben." Aber der Einsatz dieser Flotte scheint jetzt erst recht in weite Ferne gerückt.

Die Testfahrzeuge wären auf Basis des iNext entstanden, der mehr Platz (hinter der Niere) für die benötigten Sensoren bietet als der aktuelle 7er. Für die Auswertung der Daten dürfte der neue Mega-Speicher von BMW mit 230 Petabyte Kapazität geplant gewesen sein.

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Fazit

Das autonome Fahren rückt in immer weitere Ferne. Selbst Tesla kassierte kürzlich ein Gerichtsurteil, das dem US-Hersteller untersagt, sein Paket aus Assistenzsystemen "Autopilot" zu nennen, weil das zu hohe Erwartungen beim Nutzer weckt. Nur Alphabet-Tochter Waymo scheint weiter auf einem erfolgversprechenden Weg: Waymo-Fahrer dürfen bereits ohne Kontrollfahrer unterwegs sein.

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