Factory 56
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Factory 56 15 Bilder

Daimler AG Factory 56

Autonome Transporter im Werk

Mercedes baut in Sindelfingen an der Autofabrik der Zukunft: Die Factory 56 soll Energie sparen, digital und effizient sein. Vor allem jedoch ist die neue Produktion für S-Klasse und EQ-Modelle sehr groß. Alle Fakten, Informationen, Bilder.

Mercedes hat in Sindelfingen den Grundstein für eine neue Fabrik gelegt. Die Factory 56 soll in etwa drei Jahren in Betrieb gehen und grüner, effizienter sowie digitaler als die bisherigen Fabriken sein. Gebaut werden sollen dort neben der E- und S-Klasse auch die ersten EQ-Elektromodelle und Robo-Taxis. Die Daimler AG spricht von der „Automobil-Produktion der Zukunft“.

Fahrerlose Transportsysteme für die Produktion

In der Factory 56 setzt Daimler an sogenannten „Tec Lines“ 300 fahrerlose Transportsysteme (FTS) ein. Diese FTS können zum Beispiel im Innenausbau des Autos das Fließband ersetzen und automatisierte Tätigkeiten wie etwa den Einbau eines Glasschiebedachs übernehmen. Statt des Autos bewegen sich die Transportsysteme hin und her. Damit gewinne die hocheffiziente Montage in der Großserie an Flexibilität, erklärt Daimler-Produktionsvorstand Markus Schäfer. Die Produktion könne ohne großen Aufwand angepasst werden. Maschinen und Anlagen sind miteinander vernetzt. In der Montage soll in Pilotanwendungen ein 5G-Mobilfunknetz getestet werden.

Bis zu 75% weniger CO2

Factory 56
Daimler
So soll die Factory 56 einmal aussehen.

Das bedeutet, dass die Produktion vernetzt ist – Stichwort Industrie 4.0 – und der Energieverbrauch deutlich gesenkt wird: Im Vergleich zur bisherigen S-Klasse-Produktion soll die neue Fabrik bis zu 75 Prozent weniger CO2 verursachen. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach spare bis zu 5.000 Mwh Strom, erklärt Daimler. Die Außenhülle soll viel Licht in die Halle lassen, die Raumtemperatur lässt sich im Sommer um bis zu sieben Grad gegenüber der Umgebungstemperatur absenken.

Rund 1.000 Mitarbeiter

In der Factory 56 sollen etwa 1.000 Menschen arbeiten. Die Arbeitsplätze sind ergonomisch gestaltet, die Werkzeuge digital vernetzt. Statt mit Papier arbeiten die Menschen am Band mit Monitoren und Personal Digital Assistants (PDA). Schon heute sind Drehmomentschlüssel in der S-Klasse-Produktion über WLAN vernetzt und dokumentieren zum Beispiel Anzugsmomente für Schrauben. In der neuen Fabrik liefern fahrerlose Transportsysteme Komponenten, die per RFID nachverfolgbar und vernetzbar sind. Big-Data-Analysen und Predictive Maintainance sollen dafür sorgen, dass die Produktion reibungslos läuft und Wartungen vorausschauend erledigt werden können.

220.000 Quadratmeter Grundfläche

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40 Sek.

Für die Halle lässt Daimler 700.000 Kubikmeter Erde bewegen. Die Grundfläche wird mit 220.000 Quadratmetern 30 Fußballfeldern entsprechen. Die Menge an Stahl für die Halle – 6.400 Tonnen – würde beinahe reichen, um den Pariser Eiffelturm nachzubauen. Wie viel die Factory 56 kostet, verrät Daimler nicht. Doch am Standort Sindelfingen investiert das Unternehmen bis 2020 insgesamt 2,1 Milliarden Euro. Darin sind 1,5 Milliarden Euro für die Modernisierung des Werks enthalten. Rund 600 Millionen Euro fließen in Forschung und Entwicklung.

Über 100 Jahre altes Werk

Das Werk Sindelfingen ist einer von 30 Produktionsstandorten der Daimler AG, 25.000 Menschen arbeiten dort. Pro Jahr rollen 310.000 Autos von den Bändern. Als Hauptwerk für die E- und S-Klasse, sowie als Produktionsstandort für den AMG GT und Guard-Modelle ist es eines der wichtigsten Werke des Konzerns. Im Werk befinden sich außerdem Entwicklung und Design. Das Werk wurde 1915 gegründet.

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