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ADAC Test Elektroroller 125 A1 ADAC/Uwe Rattay
ADAC Test Elektroroller 125 A1
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ADAC Test Elektroroller 125 A1 9 Bilder

5 Elektroroller der 125er-Klasse im Test

Die Besten für Autofahrer

Roller der A1-Klasse dürfen auch mit dem Autoführerschein gefahren werden. Der ADAC hat 5 Elektroroller der Führerscheinklasse A1 (125er) getestet. Die besten Ergebnisse lieferten die teuersten Probanden.

Roller sind geradezu prädestiniert, um sich im Stadtverkehr zu bewegen. Wenn sie dann auch noch elektrisch angetrieben sind, fahren sie günstig, nachhaltig und liegen voll im Trend. Dank herausnehmbarer Akkus bzw. stadttauglicher Reichweiten steigen die Verkaufszahlen von E-Motorrollern stetig. Der ADAC hat fünf Modelle, die mit der Führerscheinklasse A1 ("125 ccm") zu fahren sind, getestet. Zweiräder, die unter die A1-Klasse fallen dürfen auch von Autofahrern mit der Führerscheinklasse B pilotiert werden, wenn der Inhaber die Qualifikation für die Schlüsselnummer 196 abgelegt hat. (hier finden Sie alles zum 125er-Schein für Autofahrer)

Im ADAC-Test standen die Punkte Alltagstauglichkeit, Ergonomie, Antrieb und Fahreigenschaften im Fokus. Unter dem Strich konnte kein Elektroroller das Bestergebnis "sehr gut" erreichen, es fiel aber auch kein Roller komplett durch. Drei der fünf Roller erreichten das Testergebnis "gut", zwei schnitten befriedigend ab.

Testsieg geht an Silence S01

Sieger ist das neuste Modell im Test: Der Silence S01 (Note 2,2). Das 6.490 Euro teure spanische Modell überzeugte vor allem durch seine durchdachte Konzeption: Der große Akku, der für eine ordentliche Reichweite von 90 Kilometern sorgt, kann einfach ausgebaut und transportiert werden. Nach dem Herausnehmen wir der Akku zum Trolley und lässt sich bequem zum Laden in Haus oder Wohnung ziehen. Der beste Bremsweg und gute Ergebnisse bei Beschleunigung und Reichweite, sowie Stauraum unter der Sitzbank für zwei Helme sorgen für gute Noten in allen Testbereichen. Silence ist auch der Kooperationspartner von Seat, die ebenfalls in das Elektroroller-Geschäft eingestiegen ist.

Auf einem gemeinsamen zweiten Rang mit der Note 2,5 folgen die Schwalbe von Govecs und die Vespa Elettrica von PIaggio. Beide sind preislich ähnlich wie der Testsieger. Damit sind auch die drei teuersten Modelle im Test auf den drei vorderen Rängen zu finden.

Vespa: viel Komfort, wenig Speed

Die Vespa allerdings enttäuscht die Tester durch die mäßige Höchstgeschwindigkeit von 67 km/h und einer äußerst trägen Beschleunigung. Abgesehen von der allenfalls durchschnittlichen Reichweite (68 km) und dem fest verbauten Akku überzeugt die elektrische Vespa aber mit ihren Fahreigenschaften und tollem Komfort. Die Schwalbe von Govecs bietet die besten Fahrleistungen im Test, ein ausgewogenes Fahrwerk und als einziger Roller im Test (zumindest optional) ein Antiblockiersystem. Ohne ABS muss man beim Bremsweg Abstriche machen, der war mit 12,3 Metern aus 50 km/h, der schlechteste im Testfeld. Auch der hohe Stromverbrauch fiel negativ ins Gewicht, dadurch reichte der Akku nur für 67 Kilometer.

Vierter Platz für den Bestseller

Der in Deutschland meistverkaufte E-Roller, der NIU NQi GT (Note 2,7) konnte sich nur den vierten Platz sichern. Vor allem die unbequeme Sitzposition, die lange Ladedauer (9,2 Stunden bis zur Vollladung) sowie der geringe Stauraum fielen negativ auf.

Letzter im Test, mit deutlichem Abstand, ist der Trinity Uranus R. Der optionale zweiten Akku erhöht neben dem Preis zwar auch die Reichweite, doch schwache Scheinwerferausleuchtung, das schlecht ablesbare Display und die längsten Ladezeiten kann er nicht ausgleichen. Das Ergebnis: Note 3,3.

ADAC Test Elektroroller 125 A1
ADAC/Uwe Rattay

Fazit

Für einen guten Elektroroller wird immer noch ein hoher finanzieller Einsatz gefordert. 4.500 bis rund 7.000 Euro sind viel Geld für ein Zweit- oder Drittfahrzeug nur für die Stadt. Die Reichweiten zeigen sich dagegen stadttauglich, bei den Ladezeiten haben aber einige Anbieter noch Nachholbedarf.

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