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Akku-Kompressoren, DeWalt
Akku-Kompressoren, Black & Decker
Akku-Kompressoren, Milwaukee
Akku-Kompressoren, Einhell 6 Bilder

Akku-Kompressoren im Test

Akku-Kompressoren im Test Wenn mal wieder die Luft ausgeht...

… dann helfen mobile Kompressoren. Doch nicht alle Autofahrer besitzen ein entsprechendes Gerät, um Autoreifen aufzupumpen. Die Investition lohnt sich, zumal die Kompressoren spielend in den Kofferraum passen. Im Test: sechs Fabrikate, die per Akku betrieben werden und zwischen 150 und 215 Euro kosten.

In der Theorie und in der Bedienungsanleitung scheint es so einfach: vor jeder Fahrt kurz den Reifenluftdruck prüfen und an die Beladungsverhältnisse anpassen. In der Praxis haben nicht alle Autofahrer das dafür notwendige Equipment, zudem folgen immer mehr Tankstellen dem Trend, ihre handlichen Luftspender gegen zeitgesteuerte Münzautomaten zu tauschen. Kritischer ist die Situation aber bei einer Reifenpanne, beispielsweise durch schleichenden Luftverlust. In diesem Fall kann eine mobile Luftinfusion helfen, etwaige Gefahrenstellen zu verlassen und die nächste Werkstatt zu erreichen. Für solche Fälle gibt es kleine, handliche Kompressoren aus dem Handel, die ihre Energie aus einem eigenen Akku beziehen.

Im Test unserer Schwesterzeitschrift promobil wurden sechs akkubetriebene Geräte in der Preisspanne von knapp 150 bis 215 Euro unter die Lupe genommen. Hauptkriterien waren Flexibilität, Lautstärke und Leistung. Bei der Flexibilität geht es in erster Linie um den Mehrfachnutzen eines Geräts. Neben dem Aufpumpen von Pkw-, Caravan- und Wohnmobil-Reifen sind vier der sechs Testkandidaten in der Lage, mit einer Volumen- oder Niederdruckfunktion auch Luftmatratzen beziehungsweise andere Schwimmhilfen zu füllen – und wieder zu leeren. Weitere Punkte gibt es für die Vielseitigkeit der Stromversorgung.

Akku-Kompressoren, Anschlüsse
Alisa Bielicke
Klemmverschlüsse lassen sich mit weniger Luftverlust bedienen. Ventil-Adapter für Fahrrad, Luftmatratze oder Fußball liegen häufig bei.

Alle empfehlenswert

Black & Decker setzt sich beim Thema Energiequelle an die Spitze, da sich der Kompressor mit 230 Volt, 12 Volt und Akku betreiben lässt – als einziger Testkandidat. Insgesamt einen sehr guten Eindruck macht die Akkupumpe von DeWalt: Präzises Manometer, stoßgeschütztes Gehäuse und Arbeitslicht sprechen für das teure Profi-Werkzeug. Mit am leichtesten ist das Markengerät von Makita. Es gefällt zwar mit seinen kompakten Abmessungen und solider Verarbeitung, aber der Druckschalter muss permanent gehalten werden, die Geräuschentwicklung stört, zudem fehlt die Niederdruckfunktion – das alles kostet am Ende wertvolle Punkte.

Am schnellsten pumpte das Gerät von Milwaukee den Autoreifen auf, musste aber ebenfalls Abzüge hinsichtlich Lautstärke und fehlender Niederdruckfunktion hinnehmen. Die Ausführung von Einhell leistet sich keine wirklichen Schwächen, könnte nur etwas schneller beim Aufpumpen eines Reifens sein. Noch viel langsamer ist das Produkt von Ryobi, was am Ende wichtige Zähler kostete.

Zum Thema Akku: Alle Hersteller im Test setzen mittlerweile auf Systemakkus. Somit lassen sich die verschiedensten Geräte mit nur einer Batterie betreiben. Sparpotenzial ergibt sich daraus, wenn beispielsweise der Akkuschrauber zu Hause denselben Akku nutzen kann. Das generelle Betriebsgeräusch wurde auf Ohrhöhe in etwa 80 Zentimetern Abstand zum Kompressor ermittelt. Spannend hierbei: Die reine Lautstärke beantwortet kaum die Frage, wie erträglich das Betriebsgeräusch des jeweiligen Geräts ist. Ein Gehörschutz ist bei allen Modellen empfehlenswert.

Akku-Kompressoren, Ergebnisse
Alisa Bielicke
Die Ergebnisse im Überblick.
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