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Neuer 6,8-Liter-V8 für Mustang und F-150?

Neuer Motor für Mustang und F-150 Plant Ford einen neuen 6,8-Liter-V8?

Das Vorhaben wurde durch einen Zufall bekannt: Offenbar entwickelt Ford einen neuen großvolumigen Benzinmotor, der ab 2022 im Mustang und F-150 zum Einsatz kommen soll.

Hat da ein Gewerkschafts-Boss etwa leichtfertig ausgeplaudert, dass Ford im Geheimen ein neues V8-Monster plant? Eigentlich wollte Jerry Dias, Chef der kanadischen Gewerkschaft Unifor, nur erfreut mitteilen, dass es seiner Arbeitnehmer-Vertretung gelungen ist, Ford zu Investitionen in das Motorenwerk in Windsor, Ontario, zu bewegen. Das sichert viele Arbeitsplätze, was einen Gewerkschafter natürlich erfreut. Im Gespräch mit der dortigen Lokalzeitung "Windsor Star" nannte Dias ein paar Details zu dem Thema. Und verriet mehr oder weniger nebenbei, dass im Jahr 2022 mit der Produktion eines neuen 6,8-Liter-Motors für den F-150 und den Mustang begonnen werden soll.

Nicht einmal der größte Benziner im Ford-Portfolio

Seitdem sind die US-Automedien in heller Aufregung. Tatsächlich war bisher weder beim Pickup-Bestseller noch beim Sportwagen-Klassiker von einem neuen Triebwerk mit diesem enormen Hubraum die Rede. Obwohl es nicht ganz ausgeschlossen ist, dass Mr. Dias in seinen Ausführungen etwas durcheinandergebracht hat, so ist es gleichzeitig auch nicht abwegig, dass Ford tatsächlich einen solchen Motor plant. Es wäre nicht einmal der größte Benziner im Ford-Portfolio: Der F-250, die Super-Duty-Version der Pickup-Baureihe der F-Serie, ist gar mit einem 7,3-Liter-V8-Benziner erhältlich, den es inzwischen auch als nachrüstbaren "Crate Engine" gibt. Dieser Motor wird, na klar, in Windsor montiert.

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E-Auto

Über die technischen Details des möglichen neuen Motors lässt sich bislang freilich nur spekulieren. Sollte sich Jerry Dias nicht vertan haben und Ford diesen Motor tatsächlich planen, dann ist eine kleinere Version des 7,3-Liter-V8 wahrscheinlich. Allerdings mit ziemlicher Sicherheit nicht mit einem gusseisernen Block und einer Kurbelwelle aus geschmiedetem Stahl wie dieses für den harten Nutzfahrzeug-Einsatz optimierte Aggregat. Sondern wahrscheinlich in einer Vollaluminium-Ausführung, die das Gewicht von 334 Kilogramm spürbar minimiert.

Mehr Leistung durch Aufladung

Für einen möglichen Einsatz im Mustang muss die Masse spürbar schwinden, sonst käme der Sportwagen doch arg kopflastig daher. Die Maße des Motors wären dagegen weniger das Problem. Dem Vernehmen nach würde selbst der 7,3-Liter-V8 in den Mustang-Bug passen; dieser baut sogar etwas schmaler als der Coyote-V8 mit fünf Litern Hubraum, der die Rolle des Standard-Triebwerks im Mustang-Angebot spielt. Das wiederum eröffnet vielleicht sogar Perspektiven in Sachen Aufladung.

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Neuheiten

Die könnte sogar nötig sein, denn damit der 6,8-Liter-Motor das Fünfliter-Pendant in Sachen Leistung toppt, müsste in der Entwicklung noch einiges passieren. Ein Mustang GT leistet in der US-Spezifikation 466 PS und liefert maximal 569 Newtonmeter. Im Datenblatt des Ford F-250 mit 7,3-Liter-V8 stehen "nur" 436 PS, dafür aber 644 Newtonmeter. Weniger Leistung zugunsten eines höheren Drehmoments: Diese bei einem Nutzfahrzeug sicher sinnvolle Formel müssten die Motoren-Ingenieure bei einem Sportwagen wohl eher in die Gegenrichtung verkehren.

Hinweis: Das Teaser- und Aufmacherbild zeigt den 7,3-Liter-V8 des Ford F-150. In der Fotoshow sehen Sie den neuen Mustang Mach 1 mit Fünfliter-Coyote-V8.

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Sollten die deutschen Hersteller auch Crate Engines anbieten?
Na klar. So bliebe man motorenseitig stets up to date.
Ach Quatsch. Diese Tradition soll schön in Amerika bleiben.

Fazit

Man stelle sich das für Europa vor: In Zeiten sehr strenger CO2-Gesetze holt ein Autobauer den ganz dicken Hammer raus und bietet plötzlich einen neuen 6,8-Liter-V8 an. Undenkbar? In unseren Breiten sicherlich, aber in den USA ticken die Uhren anders. Im Land, in dem der US-Präsident mal eben bereits verabschiedete Verbrauchs- und Emissions-Grenzen einkassiert, sind derartige Gedankenspiele zumindest denkbar. Ob der Motor auch tatsächlich kommt oder Jerry Dias ein paar Zahlendreher in seine Ausführungen eingebaut hat, muss freilich die Zukunft zeigen.

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