08/2020, Manthey Racing Porsche 911 991.2 GT3 RS MR Manthey Racing
Manthey Porsche 911 GT3 RS MR 991.2 - Nordschleife - 2021
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Manthey Porsche 911 GT3 RS MR 991.2 - Nordschleife - 2021
Manthey Porsche 911 GT3 RS MR 991.2 - Nordschleife - 2021 22 Bilder

Manthey Porsche 911 GT3 RS MR: Nordschleifen-Zeit

Manthey Racing Porsche 991.2 GT3 RS MR Nordschleife in unter 7 Minuten

Manthey Racing ist mit dem Porsche 911 GT3 RS MR (991.2) auf der Nordschleife auf Zeitenjagd gegangen. Am Steuer des heftig nachgeschärften Straßensportlers saß Werksfahrer Kevin Estre. Nach 20,8 Kilometern hielt die Stoppuhr bei unter sieben Minuten an. Wir haben die Details.

Von der aktuellen 911er Generation (992) hat Porsche gerade erst die neue GT3-Version vorgestellt. Wenn es nach Manthey Racing geht, sind die Tage des Vorgängermodells aber noch längst nicht gezählt. Die eng mit den Zuffenhausenern verbandelte Rennschmiede aus Meuspath begab sich am 23. April 2021 mit dem 911 GT RS MR der Generation 911.2 auf die Nordschleife, um das ganze Potenzial des umfangreich umgebauten Elfers herauszuquetschen.

Für die Zeitenjagd im Straßensportler wurde Porsche-Werksfahrer Kévin Estre verpflichtet, der seine Eifel-Runden normalerweise im reinrassigen Rennmodell 911 GT3 R dreht. In der Vorbereitung auf den Kampf gegen die Uhr wurden am Kundenauslieferungs-Setup des Neunelfers nur minimale Änderungen vorgenommen. Einziges Teil, das keine Straßenzulassung besaß, war der Rennsitz, den man zur Sicherheit des Fahrers verbaut hatte.

Unter notarieller Aufsicht wurde am Ende eine Zeit von 6:54,340 Minuten für die komplette, 20,832 Kilometer lange Nordschleife ermittelt. Die sogenannte "Sport Auto"-Variante ohne den Abschnitt T13 über 20,6 Kilometer, die auch oft für Vergleiche hergenommen wird, spulte der Manthey-Sportler in 6:49,656 Minuten ab.

Manthey GT3 nicht weit weg vom GT2

Zum Vergleich: Der Porsche 911 GT2 RS MR, der als Vorbild für den GT3 RS MR diente und den Rekord für modifizierte Straßensportwagen auf der Nordschleife hält, war am Ende auch nur knapp zehn Sekunden schneller. Und das trotz eines deutlich spürbaren Power-Vorteils des turbogeladenen GT2-Motors mit 700 PS zu den 520 Pferdchen im GT3-Sauger.

"Es war beeindruckend wie schnell Kévin in unserem Fahrzeug war und es hat mich gefreut in der Videoanalyse zu sehen wie entspannt er den Porsche 911 GT3 RS MR auf der Nordschleife schnell fahren kann", kommentierte Manthey-Projektleiter Christoph Breuer die Zeitenjagd. "Unsere Performance Kits werden unter anderem mit dem Ziel der Fahrbarkeit entwickelt. Sie sollen unseren Kunden das Vertrauen geben, sicher schnelle Rundenzeiten zu erreichen."

Auch der Pilot zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden: "Es war ein tolles Gefühl die verkürzte Runde unter 6:50 Minuten zu fahren und das Auto hat sich super angefühlt. Besonders in den schnellen Kurven ist das Fahrzeug unglaublich. Das Verrückte ist, dass wir von den Zeiten her nicht weit von unserem GT3 R, dem "Grello", entfernt sind. Ich bin sehr stolz, dass ich diese Runde für Manthey-Racing fahren durfte."

Manthey Porsche 911 GT3 RS MR 991.2 - Nordschleife - 2021
Manthey
Porsche Werksfaher Kévin Estre holte alles aus dem Straßen-Elfer heraus.

Aero-Paket für Trackday-Einsätze

Der GT3 RS MR orientiert sich mit seinem auffälligen Aero-Paket stark am GT2 RS MR. Die Flaps und Luftleitelemente an der Frontschürze schaffen mit dem üppig bemessenen Heckspoiler eine optimale Balance zwischen verbessertem Luftfluss und verringertem Abtrieb. Gleichzeitig sollen die Teile möglichst leicht sein, weshalb sie aus Karbon bestehen. Genau wie die Stutzen des Heckflügels, die Motorabdeckung und der daran befestigte Gurney-Spoiler.

Auch die optionalen, aerodynamisch optimierten Abdeckplatten der Räder bestehen aus dem Kohlefaser-Verbundwerkstoff. Die ebenfalls aufpreispflichtigen Felgen sind aus Magnesium gefertigt, mit einem Zentralverschluss an den Radnaben befestigt und messen an der Hinterachse 21 Zoll. Manthey Racing bezieht die Rundlinge mit Michelin-Sportreifen, die hinten die Dimension 325/30 ZR21 aufweisen.

Hinter den Rädern verbirgt sich ein mehrfach verstellbares Gewindefahrwerk, bei dessen Abstimmung sicher die enorme Nordschleifen-Erfahrung der Truppe aus Meuspath zum Tragen kommt. Auch die Bremsen hat Manthey Racing optimiert, und zwar mit eigenen Belägen sowie einem Satz Stahlflex-Leitungen.

08/2020, Manthey Racing Porsche 911 991.2 GT3 RS MR
Manthey Racing
Heckspoiler, Stützen und Motorabdeckung samt Gurney Flap bestehen aus Karbon.

Motor braucht keine Leistungssteigerung

Der Motor bleibt übrigens unangetastet. Aber was gäbe es hier auch zu verbessern? Der selbstverständlich im Heck untergebrachte Vierliter-Sechszylinder-Boxer ist an Charakterstärke und Kraft schließlich kaum (oder gar nicht?) zu übertreffen. Mit Freude dreht er hinauf bis 9.000 Touren, wobei die Höchstleistung von 520 PS etwas unterhalb – bei 8.400/min. – anliegt.

Das macht eine Literleistung von 130 PS – enorm für einen Saugmotor. Und auch das maximale Drehmoment von 470 Newtonmetern bei 6.250 Umdrehungen ist keineswegs zu verachten. Es gibt schon Gründe, warum der 991.2 GT3 RS bereits im Serienzustand in nur 3,2 Sekunden von Null auf Hundert und auf maximal 312 km/h beschleunigt.

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Etwas mehr hätten sie schon machen können - vor allem am Motor!

Fazit

Bei Manthey gilt: Eine Tuning-Maßnahme muss das Auto entweder schneller, dynamischer oder leichter (am besten alles zusammen) machen, sonst kommt sie nicht ans Auto. Mit der offiziell ermittelten Rundenzeit auf der Nordschleife hat das Paket sein Potenzial eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

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