Tesla Model X P90D, Seitenansicht Hans-Dieter Seufert

Tesla Model X-Rückruf

15.000 Elektro-SUV müssen in die Werkstatt

Tesla muss das Model X des Modelljahres 2016 zurückrufen, weil es Probleme mit der Servolenkung gibt. Der Rückruf gilt aber vorerst nur in Nordamerika.

Tesla muss in Nordamerika 15.000 Exemplare des Model X zurückrufen. Wie die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA und dessen kanadisches Pendant Transport Canada mitteilen, sind in den USA 14.193 und im nördlichen Nachbarstaat 843 Exemplare des Modelljahres 2016 betroffen. Die „New York Times“ zitiert eine Tesla-Mitteilung, nach der die Fahrzeuge mehrheitlich vor Mitte Oktober 2016 gebaut wurden. Ob auch Autos außerhalb Nordamerikas in die Werkstätten müssen, ist bislang jedoch nicht bekannt.

Bolzen kann korrodieren und brechen

Ursache ist ein Problem an der Servolenkung: Der Aluminiumbolzen, über den der elektrische Servolenkungs-Motor mit dem Lenkgetriebegehäuse verbunden ist, kann korrodieren und brechen. Dadurch droht die Servounterstützung auszufallen, was höhere Lenkkräfte und den Behörden zufolge ein erhöhtes Unfallrisiko nach sich ziehen kann. Der Mangel soll vor allem bei Autos auftreten, die in kalten Regionen unterwegs sind, wo viel Streusalz verwendet wird. Allerdings sind bisher keine Unfälle oder Verletzungen bekannt, die auf dieses Problem zurückzuführen sind.

In den Tesla-Werkstätten wird der neuralgische Bolzen und bei Bedarf auch das Lenkgetriebe ausgetauscht, heißt es in den behördlichen Mitteilungen. Außerdem soll bei der Aktion auch der Rostschutz der betroffenen Bauteile verbessert werden.

Es ist nicht der erste Rückruf, den Tesla wegen einer fehlerhaften Servolenkung durchführen muss. Bereits im März 2018 musste der Elektroauto-Hersteller 123.000 Model S wegen eines ganz ähnlichen Problems in die Werkstätten holen.

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