254 km Reichweite: Neuer Ford Transit City vorgestellt

Neuer Ford Transit City (2024)
Günstiger E-Transporter aus China für urbane Einsätze

ArtikeldatumVeröffentlicht am 26.05.2026
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03/2026 Ford Transit City Neuvorstellung
Foto: Ford

Der Ford Transit City basiert auf der Plattform des JMC Touring EV und wurde speziell für den europäischen Markt angepasst. Mit einem 56-kWh-LFP-Akku bietet er eine maximale Reichweite von bis zu 254 Kilometern, was laut Ford für 98 Prozent der täglichen Einsatzszenarien ausreicht. Der Elektromotor leistet 110 kW und treibt die Vorderräder an – eine Änderung gegenüber dem chinesischen Original, das Heckantrieb nutzt. Diese Anpassung ermöglicht eine niedrigere Ladekante und somit eine bessere Zugänglichkeit des Laderaums.

Das Ladevolumen variiert je nach Ausführung zwischen 6,4 und 8,5 Kubikmetern, während die Nutzlast bei über einer Tonne liegt. Serienmäßig verfügt der Transit City über wichtige Assistenzsysteme wie eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage und Parksensoren vorn sowie hinten. Die Ladezeiten betragen bei Wechselstrom (AC) mit 11 kW etwa fünf Stunden für eine vollständige Ladung. Mit Gleichstrom (DC) kann der Akku in nur 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden.

Marktpositionierung und Zielgruppe

Ford positioniert den Transit City zwischen dem E-Transit Courier und dem E-Transit Custom. Das Fahrzeug richtet sich primär an Gewerbekunden wie Handwerker, Lieferdienste oder kommunale Betriebe, die planbare Stadteinsätze durchführen. Mit einem klaren Fokus auf Wirtschaftlichkeit sollen insbesondere Flottenbetreiber angesprochen werden. Laut Ford können die Gesamtbetriebskosten (TCO) im Vergleich zu Dieselmodellen um bis zu 40 Prozent gesenkt werden.

Ein weiterer Vorteil ist die einfache Ausstattung: Der Transit City wird in nur wenigen Varianten angeboten – als Kastenwagen mit kurzem oder langem Radstand sowie als Fahrgestell-Version für individuelle Aufbauten. Diese Reduktion der Komplexität trägt zur Kostensenkung bei und erleichtert gleichzeitig die Wartung.

Vergleich mit anderen Modellen

Im Vergleich zum größeren E-Transit Custom ist der Transit City kompakter und weniger leistungsstark, bietet jedoch ähnliche Vorteile wie einen niedrigen Energieverbrauch und geringe Betriebskosten. Während der E-Transit Custom auch für längere Strecken geeignet ist, bleibt der Transit City auf städtische Einsätze beschränkt.

Im Wettbewerb mit anderen elektrischen Transportern wie dem Renault Kangoo E-Tech oder dem Mercedes-Benz eVito punktet der Transit City vor allem durch seinen günstigen Einstiegspreis und die robuste LFP-Batterietechnologie, die als langlebig und wartungsarm gilt.

Nachhaltigkeit und Produktion

Die Produktion des Transit City erfolgt in Nanchang, China, im Werk des langjährigen Ford-Partners JMC. Dies ermöglicht Kostenvorteile, die an die Kunden weitergegeben werden können. Gleichzeitig betont Ford jedoch, dass das Fahrzeug strenge europäische Standards erfüllt und umfangreiche Tests durchlaufen hat, darunter Dauerhaltbarkeitstests in Lommel.

Ein weiterer Aspekt ist die Nachhaltigkeit: Die Verwendung von LFP-Batterien reduziert den Einsatz seltener Rohstoffe wie Kobalt und macht das Fahrzeug umweltfreundlicher. Zudem plant Ford ab 2028 eine Umstellung auf noch effizientere Zellchemie.

Fazit