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Neue Mobilität im Alltag
BMW eDrive Zones Plug-in-Hybrid BMW

BMW eDrive Zones

Automatisch elektrisch – und Punkte fürs Laden

PHEV von BMW erkennen künftig Stadtgebiete und fahren dann elektrisch. Außerdem will die Marke PHEV-Nutzer belohnen, die häufig Strom tanken.

BMW führt nun die GPS-basierten eDrive Zones ein, die bereits im vergangenen Jahr angekündigt wurden. Im Detail handelt es sich hierbei um rund 80 Städte in Europa. Berücksichtigt wurden zunächst sämtliche 58 Städte und Regionen in Deutschland mit Umweltzonen. Hinzu kommen weitere Kernbereiche von Städten in Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Belgien und Frankreich. Mit dieser Umstellung erkennen BMW Plugin-Hybride künftig automatisch, wenn man in einen entsprechenden städtischen Bereich einfährt und schalten dann auf E-Antrieb um.

BMW eDrive Zones Plug-in-Hybrid
BMW
Automatisierter Wechsel in den E-Modus, wenn das Fahrzeug ein entsprechendes Stadtgebiet mit Umweltzone erkennt

Im Prinzip handelt es sich bei dieser Maßnahme um eine Automatisierung des in PHEV üblichen Schalters für das Fahrprogramm, mit dem manuell der rein elektrische Antrieb ausgewählt werden kann. Die Umschaltung funktioniert dementsprechend natürlich nur, wenn genügend Strom in der Traktionsbatterie gespeichert ist.

BMW Points belohnt Viel-Lader

Weiterhin will BMW noch im Laufe des Jahres ein Prämienprogramm namens BMW Points einführen. Hierbei sollen PHEV-Fahrer für jeden elektrisch gefahrenen Kilometer Punkte sammeln können, in den ausgewiesenen eDrive Zones die doppelte Punktzahl. Die Punkte sollen sich dann ähnlich wie bei den bekannten Kundenkarten von Handelsunternehmen später in Prämien umtauschen lassen. Damit sollen PHEV-Fahrer angehalten werden, möglichst oft zum Ladekabel zu greifen.

Ganz uneigennützig ist speziell das BMW Points-Programm freilich nicht. Denn weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit hat die EU 2019 eine Richtline verabschiedet, nach der künftig Autohersteller die Realverbräuche ihrer Kunden an die EU-Komission melden müssen. Möglich wird das mit der in neuen Fahrzeugen ohnehin verpflichtend eingebauten Ortungs- und Sendetechnik des E-Call Notrufsystems in Verbindung mit dem Verbrauchsrechner des Bordcomputers.

BMW eDrive Zones Plug-in-Hybrid
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Über ein Bonuspunkte-Programm sollen PHEV-Fahrer dazu ermuntert werden, möglichst häufig Strom zu tanken

Alle Pkw, die 2020 erstmals eine Typgenehmigung erhalten, müssen mit dieser Technik ausgestattet sein. Ab 2021 gilt die Vorschrift dann für jeden neu zugelassenen Pkw. Gleichzeitig soll 2021 mit der lückenlosen Übertragung der Verbrauchsdaten aller Autofahrer durch die Hersteller an die EU-Komission begonnen werden. In diesem Zusammenhang zählt natürlich jeder lokal emissionsfrei zurückgelegte Kilometer, denn es ist absehbar, dass die übermittelten Daten von der EU auch für Strafzahlungen zum Einsatz kommen können, wenn die Kunden erheblich mehr verbrauchen, als die Homologationsdaten versprechen.

Die eDrive-Zones werden zunächst bei den Modellen BMW 745e, BMW X5 xDrive45e und BMW 330e eingeführt, weitere PHEV der Marke werden folgen. Der Start-Zeitpunkt für das BMW Points-Programm ist noch nicht bekannt.

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Auf jeden Fall, ich habe nichts zu verbergen. Und die Hersteller müssen sich so um sparsamere Autos bemühen.
Ein Unding, was geht es die EU-Kommission an, wo und wie ich mit meinem Auto fahre?

Fazit

BMW führt die Programme eDrive Zones und BMW Points ein. Damit sollen PHEV in Großstädten automatisch elektrisch fahren und die Fahrer belohnt werden, wenn sie häufig nachladen. Hintergrund ist eine neue EU-Richtline zur Verbrauchserfassung.

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