Im Februar 2026 erreichten batterieelektrische Fahrzeuge einen Anteil von 81,6 Prozent an allen neu zugelassenen Pkw. Insgesamt wurden im Februar 11.933 neue Pkw zugelassen, davon 9.736 rein elektrisch.
Der Elektroanteil liegt damit stabil über der Marke von 80 Prozent. Bereits im Gesamtjahr 2025 entfielen 68,53 Prozent der Neuzulassungen auf Elektroautos.
Privatkunden entscheiden sich fast ausschließlich für Elektroautos
Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung im Privatmarkt. Dort erreichten Elektroautos im Februar einen Anteil von 94,4 Prozent an allen Neuzulassungen. Der Geschäftsführer des Branchenverbandes der Automobilindustrie in Dänemark "Mobility Denmark", Mads Rørvig, erklärte: "Die Beliebtheit von Elektroautos hat sich bis 2026 so weit fortgesetzt, dass wir ein neues Niveau der Elektrifizierung des Automobilmarktes erreicht haben. Das Elektroauto hat sich von einem Nischenprodukt zu einem Fahrzeug für die breite Masse entwickelt."
Rørvig verweist dabei auch auf wirtschaftliche Faktoren. Nach Angaben der Branchenorganisation bleibt der Kauf eines Elektroautos in Dänemark finanziell attraktiv, weil die reduzierte Registrierungssteuer für Elektrofahrzeuge auch 2026 beibehalten wurde. Ursprünglich solle diese Steuer 2025 auslaufen, wurde jedoch um zunächst ein Jahr verlängert.
Steuerstruktur verteuert Verbrenner deutlich
Der hohe Elektroanteil hängt stark mit der Steuerpolitik zusammen. Beim Kauf eines neuen Autos fällt in Dänemark eine einmalige Registrierungssteuer an. Sie gehört zu den höchsten Fahrzeugabgaben weltweit.
Ein Beispiel zeigt, wie stark das Steuersystem den Preis eines Autos beeinflusst. Grundlage ist ein Fahrzeug mit einem Nettopreis von rund 40.000 Euro (etwa 300.000 dänische Kronen). Bei einem Benzin- oder Dieselauto wird darauf die dänische Registrierungssteuer berechnet. In diesem Beispiel ergibt sich eine Steuer von rund 256.000 Kronen. Zusammen mit der Mehrwertsteuer von 25 Prozent steigt der Verkaufspreis damit auf ungefähr 696.000 Kronen (etwa 93.000 Euro).
Bei einem Elektroauto mit demselben Fahrzeugwert fällt diese Steuer praktisch nicht an. Grund ist ein hoher Freibetrag bei der Registrierungssteuer für batterieelektrische Fahrzeuge. In diesem Beispiel wird die Steuer dadurch vollständig ausgeglichen. Der Preis setzt sich dann nur aus dem Fahrzeugwert und der Mehrwertsteuer zusammen. Das Elektroauto kostet dadurch etwa 375.000 Kronen (rund 50.000 Euro).
Elektro-SUV dominieren die Bestsellerliste
Auch bei den meistverkauften Modellen zeigt sich die Dominanz der Elektroautos. Acht der zehn beliebtesten Fahrzeuge im Februar gehören zur Klasse der SUV.
Mit den aktuellen Marktanteilen nähert sich Dänemark zunehmend der Entwicklung in Norwegen an. Dort lag der Elektroanteil an den Neuzulassungen im Februar bei rund 98 Prozent. Während Norwegen lange als Sonderfall galt, zeigt sich nun auch in Dänemark eine ähnliche Entwicklung. Innerhalb weniger Jahre haben Elektroautos dort den größten Teil des Neuwagenmarktes übernommen.












