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Neuzulassungen Januar 2021: Jahresanfang mit Mega-Minus

Neuzulassungen Januar 2021 Jahresanfang rutscht ins tiefe Corona-Minus

Im Januar 2021 wurden 169.754 Pkw zum Straßenverkehr zugelassen. Das Ergebnis liegt um 31,1 Prozent unter dem Vorjahresmonat.

Der zweite harte Corona-Lockdown im Januar trifft den deutschen Automarkt mit voller Wucht. Die knapp 170.000 neu zugelassenen Pkw nach der Statistik des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) in Flensburg bedeuten ein dramatisches Tief zum Jahresanfang – mit Ausnahme des April 2020 liegen die absoluten Zahlen bei den Pkw nur selten unter der 225.000er-Marke. Das zeigt sich auch im Vergleich zum traditionell schwachen Dezember, der schon mit einem Teil-Lockdown zu kämpfen hatte. Hier liegt der Rückgang bei 45,5 Prozent.

Auch die Neuzulassungen aller Kraftfahrzeuge sieht kaum besser aus. 200.374 Kfz mit neuem Kennzeichen bedeuten einen Rückgang zum Vorjahresmonat von 29,7 Prozent und zum Dezember 2020 von 44,4 Prozent. Da die privaten Zulassungen nahezu brach lagen, ist es kein Wunder, dass die Zulassungsquote der gewerblichen mit 120.806 Fahrzeugen bei 71,2 Prozent lag.

Neuzulassungen Januar 2021
Kraftfahrtbundesamt

Tesla und Volvo die Gewinner

Betrachtet nach Marken kennt der November nur zwei Sieger. Elektroautobauer Tesla kann seine Jahresbilanz gegenüber 2020 im ersten Monat um 23,4 Prozent aufpolieren. Volvo legt um 9,4 Prozent zu. Alle anderen Marken liegen klar im Minus, teilweise hoch zweistellig. Jaguar schießt dabei mit minus 77,9 Prozent den Vogel ab.

Bei den deutschen Autoherstellern sieht das Ranking wie folgt aus: Audi trifft es am härtesten, auch Ford (- 41,1 %) und Mercedes (- 31,2 %) leiden heftig. Kaum besser sieht es bei VW (- 29,9 %), BMW (- 19,4 %) und Opel (- 16,8 %) aus, während Porsche (-3,9 %) einigermaßen stabil blieb. Übrigens: Mit dem Januar 2021 listet das KBA auch erstmals Polestar in seiner Statistik. Die chinesische Marke von Mutterkonzern Geely konnte im Januar 136 Modelle in der Neuzulassungsstatistik verzeichnen.

Plus bei alternativen Antrieben

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Alternative Antriebe werden immer gefragter.

In den Zulassungssegmenten profitieren, wie schon im gesamten vergangenen Jahr, ganz klar die Wohnmobile, die eine Corona-konforme Mobilität gewährleisten. Sie erreichen mit 5,0 Prozent als einziges Segment einen Zuwachs. Ihr Anteil an den Neuzulassungen beträgt 1,9 Prozent (Vergleichsmonat: 1,3 %). Bei den übrigen Segmenten zeigen sich Rückgänge, die bei den Mini-Vans (- 63,6 %) und den Großraum-Vans (- 55,3 %) am deutlichsten ausfielen. Rückgänge von mehr als 40 Prozent verzeichneten auch die Sportwagen (- 43,2 %) und die Utilities (- 42,0 %). Die SUV waren trotz eines Rückgangs von minus 26,4 Prozent das anteilsstärkste Segment (21,9 %), gefolgt von der Kompaktklasse mit 19,1 Prozent (- 32,2 %).

Die wichtigsten Details der Neuzulassungen Januar 2021:

  • Anteil Benziner: 50,3 % (Marktanteil: 37,1 %)
  • Anteil Diesel: 44,8 % (Marktanteil: 26,1 %)
  • Hybrid-Antrieb: 16.315 Modelle (+ 47,5 % / Marktanteil 26,8 %)
    darunter
    Plugin-Hybride : 20.588 Modelle (+138,3 % / Marktanteil 12,1 %)
  • Elektroantrieb: 16.315 Modelle (+ 117,8 % / Anteil 9,6%)
  • CO2-Ausstoß: 125,9 g/km nach WLTP (-16,9 %)

Gebrauchtwagenmarkt im Minus

Auch der Gebrauchtwagenmarkt liegt durch den Corona-Lockdown deutlich im Minus. Insgesamt wechselten 510.704 Kraftfahrzeuge den Besitzer. Das ergibt ein Minus von 27,6 Prozent gegenüber dem Vorjahrsmonat und 12,9 Prozent zum Dezember 2020. Bei den Pkw fanden 446.912 Fahrzeuge einen neuen Besitzer. Hier ging die Quote gegenüber Januar 2020 um 29,4 Prozent zurück. Der Wert zum Vormoant liegt bei 15,1 Prozent.

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Fazit

Der Neuwagenmarkt bricht zum Jahresbeginn dramatisch ein – kein Wunder, besteht seit 16. Dezember 2020 wegen der Corona-Pandemie ein zweiter harter Lockdown. Erstmals seit dem April 2020 (erster Lockdown) sinken die Neuzulassungen wieder unter die Marke von 170.000. Mit diesem Auftakt ins zweite Corona-Jahr dürfte der deutschen Automarkt 2021 kaum mehr zu retten sein.

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