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Neuzulassungen September 2021

Neuzulassungen September 2021 Wenige punkten, richtig fett nur die E-Autobauer

Für den September 2021 notiert das Kraftfahrt Bundesamt 196.972 Pkw-Neuzulassungen und damit 25,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Nur neun Marken fahren ein positives Monatsergebnis ein. In der bisherigen Jahresbilanz stehen die fetten Zuwächse fast ausschließlich in den Bilanzen der Elektroautobauer.

Gegenüber dem Vormonat können sich die Pkw-Neuzulassungen zwar geringfügig steigern, stecken aber immer noch tief im Corona-Sommerloch. Insgesamt erhielten im September 243.201 Kraftfahrzeuge erstmals ein Kennzeichen. Das Minus liegt hier bei 24,0 Prozent. Ebenfalls mit Minuszeichen versehen sind die bisherigen Jahreszahlen. Nach neun Monaten wurden insgesamt 2.017.561 Autos neu in den Verkehr gebracht. 1,2 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Die Gesamtkraftfahrzeugbilanz steht bei 2.505.505 Fahrzeugen und einem Minus von 0,3 Prozent.

KBA-Neuzulassungen September 2021
KBA

Zu den Gewinnern im September dürfen sich DS (+ 73,8 %), Lexus (+ 20,1 %), Mitsubishi (+ 2,1 %), Polestar (+ 108,7 %), Porsche (+ 3,9 %), Smart (+ 23,0 %), Ssangyong (+ 12,7 %), Suzuki (+ 50,0 %) und Tesla (+ 157,8 %) zählen. In der Jahresbilanz liegen gut die Hälfte aller Autobauer über dem Vorjahresergebnis. Die richtig guten Zahlen stehen hier bei den Elektroautoherstellern Polestar (+ 291,9 %), Smart (+ 117,9 %) und Tesla (+ 131,5 %) zu Buche. Aber zweistellig im Plus liegen auch Hyundai (+ 10,9 %), Opel (+ 27,6 %), Porsche (+ 11,0 %) und Suzuki (+ 27,9 %). Von den weiteren deutschen Autobauern können nur noch VW (+ 7,2 %) und BMW (+ 1,5 %) ein positives Ergebnis vorweisen, alle anderen – Audi (- 3,8 %), Ford (- 29,9 %), Mercedes (- 19,9 %) – liegen unter Vorjahr.

Oberklasse schwer gefragt

Im September 2021 verzeichnete die Oberklasse als einziges Segment ein positives Zulassungsergebnis (+19,5 %), ihr Anteil betrug 1,0 Prozent. Mehr als ein Viertel der Neuzulassungen entfielen Fahrzeuge aus dem SUV-Segment (27,1 %/ – 5,3 %). Der Kompaktklasse kommt auf 17,3 Prozent (-38,8 %). Kleinwagen erreichten einen Anteil von 16,1 Prozent, die Geländewagen (10,4 %/ – 23,3 %) und die Mittelklasse (10,1 %/ – 22,8 %) kamen trotz der Einbußen auf Anteile von mehr als zen Prozent. Rückgänge von mehr als 50 Prozent mussten die Mini-Vans (0,7 %/ – 57,5 %) und die Obere Mittelklasse (2,1 %/ – 53,0 %) hinnehmen. Die Wohnmobile lagen um minus 10,1 Prozent unter dem Vorjahresergebnis und erreichten einen Anteil von 2,5 Prozent an den Neuzulassungen.

Immer mehr E-Autos

Der Trend zu alternativen Antriebe hält auch im September 2021 an. Die Elektroautos legten bei den Neuzulassungen um 58,8 Prozent auf 33.655 Fahrzeuge zu. Der Anteil an des Gesamtzulassungen liegt bereits bei 17,1 Prozent. 22.842 neu zugelassene Plug-in-Hybride sorgen für ein Plus von 13,5 Prozent und einen Anteil von 11,6 Prozent. Der Hybridanteil einschließlich der Plug-in-Hybride betrug bei 60.159 Neuzulassungen 30,5 Prozent (+11,3 %). Entsprechend sind Autos mit Verbrennermotoren weniger gefragt. Die Neuzulassungen der Benziner gingen gegenüber dem Vorjahr um 41,4 Prozent zurück, ihr Anteil betrug im September 2021 35,9 Prozent. Nur noch 15,9 Prozent der Neuwagen fahren mit einem Diesel unter der Haube vor (-53,9 %). Weiter bescheiden bleibt der Neuzulassungsanteil der Gas-Fahrzeuge. Das KBA nennt hier 906 Flüssiggas-Pkw (0,5 %/ + 12,0 %) und 190 Erdgas-Pkw (0,1/ – 68,6 %). Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Neuwagenflotte ging um 16,9 Prozent auf 111,6 g/km zurück.

Die wichtigsten Details der Neuzulassungen September 2021:

  • Anteil Benziner: 35,9 % (- 41,4 %)
  • Anteil Diesel: 15,97 % (- 53,9 %)
  • CO2-Ausstoß: 111,6 g/km nach WLTP (- 16,9 %)

Gebrauchtmarkt stabil

Der Gebrauchtwagenmarkt fährt im September mit fetten Minus-Zahlen vor. Bei den Pkw wechselten 584.562 Fahrzeuge den Halter, 12,0 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Minus 11,2 Prozent lautet das September-Ergebnis bei allen Kraftfahrzeugen. Hier fanden 674.964 Modelle einen neuen Besitzer. In der Jahresbilanz sieht es aber nicht ganz so düster aus. Bei den Pkw summieren sich die Halterwechsel in den ersten neun Monaten des Jahres auf 5.149.864 und liegen damit nur noch um 1,8 Prozent unter dem Vorjahr. Der Gesamt-Gebrauchtmarkt kommt im bisherigen Jahresverlauf auf 6.042.102 Halterwechsel und liegt damit um 1,1 Prozent unter dem Vorjahr.

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Fazit

Der Neuwagenmarkt kommt auch im September nicht aus dem Sommerloch. In der Jahresbilanz sind aber die Vorjahreszahlen fast erreicht – wobei diese nicht berauschend waren. Ein ähnliches Bild zeigt sich auf dem Gebrauchtmarkt. Wirklich punkten können nur E-Autohersteller.

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