Ford Mustang Mach-E Ford
Ford Mustang Mach-E, Exterieur
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Ford Mustang Mach-E, Exterieur 19 Bilder

Rückruf Ford Mach-E: Scheiben können wegfliegen

Rückrufaktion Ford Mach-E Bei 36.226 Fahrzeugen können Scheiben wegfliegen

In Nordamerika haben 36.226 Ford Mach-E-Kunden mit zwei Rückrufen zu kämpfen: Zum einen kann das Panoramadach wegfliegen, zum anderen kann die Windschutzscheibe herausfallen. Die Rückrufe werden in den kommenden Wochen auch Deutschland erreichen.

Das mit dem Karma (oder in diesem Falle vielleicht sogar Car-Ma) ist schon so eine Sache. Da lösen sich bei Tesla Ende 2020 Dachteile vom Fahrzeug (wir berichteten) und Ford Elektroauto-Chef Darren Palmer fällt nichts besseres ein, als über seinen Mach-E zu sagen: "Die Türen passen richtig, die Kunststoffe und andere Materialien stimmen farblich überein, die Stoßfänger fallen nicht ab, das Dach geht beim Waschen nicht ab, die Türgriffe bleiben bei kaltem Wetter nicht hängen." Und weiter betonte er, dass die Käufer des Mustang Mach-E nicht dieselben Kinderkrankheiten durchleben müssen, wie die Käufer anderer Elektrofahrzeuge. Wohl wissend, dass Tesla zu diesem Zeitpunkt Probleme mit defekten Dächer hatte.

Tesla Model Y mit gebrochenem Heckklappen-Glas
Jessica Motais de Narbonne
Tesla musste einige Fahrzeuge wegen defekter Dächer zurückrufen.

Falsch gedacht. In Nordamerika, sprich USA und Kanada ärgern sich aktuell genau 36.226 Käufer eines Ford Mustang Mach-E über zwei Rückrufe, die mit sich lösenden Scheiben zu tun haben. Genauer gesagt betrifft der Rückruf, bei dem sich die Glasscheibe des Panoramadachs lösen und während der Fahrt vom Fahrzeug in den Verkehr fliegen kann, in den USA 13.544 Fahrzeuge (NHTSA-Nummer: 21V-712 / Hersteller-Nummer: 21S42). In Kanada (Nummer: 2021-561 / Hersteller-Nummer: 21S42) sind 1.812 Fahrzeuge betroffen.

Rückruf könnte Europa betreffen

Der zweite Rückruf betrifft mit 17.692 Fahrzeugen in den USA sogar noch mehr Kunden. Die NHTSA-Nummer 21V-711 (Hersteller-Nummer: 21C22) bezieht sich auf die Windschutzscheibe, die möglicherweise nicht richtig befestigt ist und sich dadurch spätestens bei einem Unfall vom Fahrzeug lösen kann. In Kanada müssen 3.178 Fahrzeuge zur Überprüfung in die Werkstätten. Hier lautet die Rückrufnummer 2021-560. Dass diese Rückrufe von Nordamerika auch nach Deutschland schwappen werden steht bereits fest, da die Fahrzeuge für diese Märkte wie alle der E-SUV im gleichen mexikanischen Werk Cuautitlán vom Band laufen. Auf Nachfrage von auto motor und sport heißt es seitens Ford Deutschland: "Ein konkreter Termin für Europa/Deutschland steht derzeit noch nicht fest. Es wird aber in den nächsten Wochen losgehen."

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Ich hätte gehofft, dass das bei eher unkomplizierten E-Autos so gut wie nie vorkommt.
Wundert mich gar nicht - Elektronik ist doch eher billig produziertes Zeug.

Fazit

"Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen." Ein Sprichwort, das hier nicht nur im übertragenen Sinne passt und das Ford EV-Chef Darren Palmer nun womöglich des Öfteren hören darf, zumal es auch im englischen existiert. Denn der Ford-Mann machte sich erst über die wegfliegenden Dächer von Tesla lustig, nun muss er selbst den Ford Mach-E wegen desselben Problems und eines weiteren Windschutzscheiben-Problems zurückrufen.

Ford Mustang Mach E
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