Immer noch hält sich das Gerücht, Elektroautos wären unerschwinglich teuer. Unsere Liste mit verfügbaren Modellen unterhalb von 25.000 Euro zeigt, dass zumindest kleine Stromer längst zu fairen Konditionen neu im Showroom stehen. Von mehreren Herstellern gibt es alltagstaugliche Reichweiten, Schnellladefunktion und teilweise überraschend viel Platz. Vom puristischen Stadtauto bis zum kleinen Familienmodell ist in diesem unteren Preissegment inzwischen für nahezu jeden Einsatzzweck etwas dabei.
Citroën ë-C3 – Der Allrounder
Der Citroën ë-C3 trifft derzeit besonders überzeugend die Mitte zwischen Preis, Reichweite und Alltagstauglichkeit. Mit etwas über vier Metern Länge bietet er echten Kompaktwagen-Nutzwert und genug Raum für vier Erwachsene. Eine Besonderheit ist das komfortorientierte Fahrwerk mit "Advanced Comfort"-Abstimmung, das selbst schlechte Straßen angenehm filtert. Praktisch gedacht ist auch das neue Basismodell: Statt teurer Multimedia-Hardware dient das eigene Smartphone als Infotainment-Zentrale.
Technische Daten:
- Preis: ab 20.140 Euro (Urban Range) / ab 23.300 Euro (Standard Range)
- Leistung: 83 kW (113 PS)
- Batterie: 29,3 bzw. 44 kWh (LFP)
- Reichweite: bis 215 bzw. 322 km (WLTP)
- Laden: AC 11 kW / DC bis 30 bzw. 100 kW
- Länge: 4,02 Meter
- Kofferraum: 310 Liter
Fazit nach dem Test von auto motor und sport:
"Der Citroën ë-C3 zeigt, dass Elektromobilität nicht teuer, kompliziert oder übermotorisiert sein muss. Für rund 23.300 Euro bietet er viel Platz, hohen Fahrkomfort, einfache Bedienung und alltagstaugliche Technik. Die Reichweite bleibt mit realistisch etwa 230–270 km zwar überschaubar, dafür überzeugt er mit angenehmem Fahrgefühl und sinnvoller Ausstattung. Kein Langstreckenheld – aber ein sehr überzeugendes, unkompliziertes E-Auto für den Alltag."
Fiat 500e Pop – Der Designklassiker
Der Fiat 500e gehört zu den etablierten Elektro-Kleinstwagen. Eigentlich ist er deutlich teurer als 25.000 Euro, doch die Einstiegsversion "Pop" bleibt knapp unter der 25.000-Euro-Grenze und überzeugt weiterhin mit hochwertiger Verarbeitung und zeitlosem Design – allerdings mit kleinerem Akku. Seine Stärke liegt klar im städtischen Umfeld: kompakte Maße, hohe Wendigkeit und angenehme Bedienung. Die kleine Batterie begrenzt aber den Aktionsradius.
Technische Daten
- Preis: ab 24.990 Euro
- Leistung: 70 kW (95 PS)
- Batterie: 23,8 kWh brutto / 21,3 kWh netto (NMC)
- Reichweite: bis 190 km WLTP (Stadt bis 257 km)
- Laden: AC 11 kW / DC bis 50 kW
- Länge: 3,63 Meter
- Kofferraum: 185 Liter
Fazit nach dem Test von auto motor und sport:
"Der Fiat 500e wirkt wie ein echtes Elektroauto aus einem Guss: kompakt, charmant und besonders im Stadtverkehr angenehm und unkompliziert. Er punktet mit hohem Alltagskomfort, guter Effizienz und einem wertigen Ersteindruck, schwächelt aber bei Platzangebot, Bedienlogik im Detail und den E-Funktionen für längere Fahrten. Insgesamt kein universelles Auto – dafür ein sehr stimmiges urbanes Elektroauto mit eigenem Charakter."
Renault Twingo E-Tech – Der Rückkehrer
Mit dem neuen Twingo besetzt Renault wieder die Einstiegsklasse. Retro-Design trifft auf die moderne Elektrotechnik der AmpR-Small-Plattform. Besonders im Stadtverkehr spielt der Twingo seine Stärken aus: kompakte Abmessungen, sehr kleiner Wendekreis und trotzdem fünf Türen sowie überraschend viel Innenraum.
Technische Daten
- Preis: ab 19.990 Euro
- Leistung: 60 kW (82 PS)
- Batterie: 27,5 kWh
- Reichweite: bis 263 km
- Laden: AC 11 kW / DC 50 kW
- Länge: 3,79 Meter
- Kofferraum: 305 Liter
Fazit nach dem Test von auto motor und sport:
"Kein Mini-Alleskönner, sondern ein durchdachtes Elektroauto für die Stadt. Er kombiniert ein überraschend gutes Raumangebot, moderne Technik und alltagstaugliche Ladeeigenschaften mit einem unkomplizierten Nutzungskonzept. Besonders positiv: In Deutschland gibt es serienmäßig 11-kW-AC und DC-Schnellladen. Für Langstrecken ist er weniger gedacht – als komfortabler, clever verpackter Stadt- und Pendlerstromer wirkt das Gesamtpaket aber sehr stimmig."
Dacia Spring – Der Günstige
Wer vor allem einen möglichst niedrigen Einstiegspreis sucht, landet fast automatisch beim Dacia Spring. Nach dem Facelift wirkt das Modell deutlich moderner und hochwertiger als bisher. Der Spring setzt konsequent auf Leichtbau und Verzicht auf unnötigen Ballast – das macht ihn sparsam und besonders effizient im Stadtverkehr.
Technische Daten
- Preis: ab 16.900 Euro
- Leistung: 33 kW (45 PS) oder 48 kW (65 PS)
- Batterie: 26,8 kWh
- Reichweite: 185 bis 225 km
- Laden: AC 7,4 kW / DC optional bis 30 kW
- Länge: 3,70 Meter
- Kofferraum: 308 Liter
Fazit nach dem Test von auto motor und sport:
"Der überarbeitete Dacia Spring macht einen spürbaren Schritt nach vorn: mehr Leistung, effizienterer Antrieb und ein besser integrierter Akku sorgen für mehr Alltagstauglichkeit und deutlich entspannteres Fahren als bisher. Trotzdem bleibt er ein sehr einfaches Elektroauto mit klaren Grenzen bei Komfort, Ladegeschwindigkeit, Raumgefühl und Fahrverhalten. Unterm Strich: nicht mehr die frühere Wanderdüne – aber weiterhin eher ein pragmatischer Stadt- und Zweitwagen als ein rundum überzeugendes E-Auto."
Hyundai Inster – Der Raumriese
Der Inster zeigt, wie effizient Innenraum heute genutzt werden kann. Trotz kurzer Karosserie bietet die verschiebbare Rückbank enorme Variabilität. Besonders ungewöhnlich in dieser Klasse: die Vehicle-to-Load-Funktion (V2L). Damit können über eine 230-Volt-Steckdose externe Geräte betrieben werden.
Technische Daten
- Preis: ab 24.400 Euro
- Leistung: 71 kW (97 PS)
- Batterie: 42,0 kWh (NMC)
- Reichweite: bis 327 km
- Laden: AC 11 kW / DC bis 85 kW
- Länge: 3,83 Meter
- Kofferraum: 238–351 Liter
Fazit nach dem Test von auto motor und sport:
"Der Hyundai Inster überzeugt als konsequent auf den Stadtalltag zugeschnittenes Elektroauto. Seine kompakten Abmessungen, hohe Wendigkeit und der überraschend variable Innenraum machen ihn besonders praktisch im urbanen Einsatz. Dazu kommen angenehmer Fahrkomfort und gute Effizienz. Auf der Autobahn zeigt er Grenzen, im Stadt- und Pendelverkehr wirkt das Gesamtkonzept aber sehr stimmig und alltagstauglich."
Fiat Grande Panda E – Der Charakterkopf
Technisch eng verwandt mit dem Citroën ë-C3, optisch aber völlig eigenständig: Der Grande Panda setzt auf kantige Linien und Retro-Anklänge. Besonders praktisch ist das integrierte Spiralladekabel in der Fahrzeugfront – eine ungewöhnliche Lösung, die den Alltag erleichtert.
Technische Daten
- Preis: ab 24.900 Euro
- Leistung: 83 kW (113 PS)
- Batterie: 44 kWh (LFP)
- Reichweite: bis 250 km
- Laden: AC 11 kW / DC bis 100 kW
- Länge: 3,99 Meter
- Kofferraum: 361 Liter
Fazit nach dem Test von auto motor und sport:
"Der Fiat Grande Panda Elektro zeigt, wie überzeugend ein kleines Elektroauto sein kann, wenn Konzept und Alltag zusammenpassen. Er kombiniert überraschend viel Platz, durchdachte Details, gute Schnellladefähigkeit und angenehmen Komfort mit einem sympathisch einfachen Bedienkonzept. Reichweite und Variabilität setzen Grenzen – wer diese akzeptiert, bekommt aber ein erstaunlich vollständiges und alltagstaugliches E-Auto, das eher über Cleverness als über Technik-Show überzeugt."
Leapmotor T03 – Der Preis-Leister
Der T03 ist einer der spannendsten Preisbrecher im Markt. Trotz Einstiegspreis unter 20.000 Euro bietet er bereits zahlreiche Assistenzsysteme und sogar ein Panorama-Glasdach. Die Kehrseite: Der Kofferraum fällt deutlich kleiner aus als bei vielen Wettbewerbern.
Technische Daten
- Preis: ab 18.900 Euro
- Leistung: 70 kW (95 PS)
- Batterie: 36,5 kWh
- Reichweite: bis 210 km
- Laden: AC 6,6 kW / DC bis 45 kW
- Länge: 3,62 Meter
- Kofferraum: 210 Liter
Fazit nach dem Test von auto motor und sport:
"Der Leapmotor T03 überrascht als günstiger Elektro-Kleinwagen mit viel Platz, ordentlicher Verarbeitung und alltagstauglicher Reichweite. In der Stadt überzeugt er mit Wendigkeit, Komfort und ausreichender Leistung. Schwächen zeigt er bei Fahrdynamik, Assistenzabstimmung und Langstreckenqualitäten – insgesamt aber ein erstaunlich rundes Stadtauto mit mehr Substanz, als der Preis vermuten lässt."












