06/2022, Citroen My Ami Buggy Stellantis Europe
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Citroën My Ami Buggy Concept 28 Bilder

Citroen My Ami Buggy: Neue Kleinserie

Citroën My Ami Buggy Concept 2023 wird nachgelegt

Eigentlich ist der Ami ein Leichtelektromobil für die Stadt. Dann hatte Citroën den Autoquader auch in einer Offroad-Version aufgelegt – in extrem limitierter Kleinserie. Die war allerdings bereits nach nur 18 Minuten komplett ausverkauft. Für 2023 werden 1.000 weitere Exemplare nachgeschoben.

1968 brachte Citroën mit dem Méhari ein unkonventionelles Spaßmobil an den Start – ohne Türen, ohne Dach und eigentlich auch ohne Daseinsberechtigung. Dennoch fand der rudimentäre Méhari viele Freunde. Er war quasi ein Lifestyle-Auto in einer Zeit, als es noch keine Lifestyle-Autos gab. 2016 versuchte Citroën mit einem elektrisch angetriebenen Méhari den Kult aufzuwärmen. Mit wenig Erfolg.

Lifestyle und Elektro brachte gegen Jahresende 2021 das Citroën My Ami Buggy Concept erneut zusammen. Dabei handelte es sich um eine unrasierte Ableitung des Elektro-Leichtfahrzeugs Ami, das die Franzosen nicht als Auto, sondern als vollelektrische Mobilitätslösung sehen.

Klappbare Bügel statt Türen

Das passt zum Auto, das nicht nur funktional, ästhetisch und ergonomisch sowie praktisch und umweltfreundlich sein, sondern auch Fahrerlebnisse abseits asphaltierter Straßen bieten soll. Wobei wir hier maximal von Feldwegen und keinesfalls von schwerem Gelände reden. Damit die bis zu zwei Insassen dabei maximale Freiheit genießen, gibt es keine Türen. An deren Stellen treten aufklappbare, dunkel lackierte Bügel. Beim Concept Car gab es hier regendichte transparente Planen, die per Reißverschluss befestigt werden konnten.

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Innen zeigt der Ami Buggy einige gelbe Akzente, unter anderem an den leicht abwaschbaren Sitzen.

Beim Serienauto kehrt dieses Konzept in Form eines großen grauen Panoramadachs zurück. Sollte das Wetter nicht mitspielen, kann dieses mittels Clip-Verschlüssen befestigt werden. Bei Nichtgebrauch lagert es zusammengerollt hinter den Sitzen. Die Ablagen auf dem Armaturenbrett greifen die gelben Akzente des Exterieurs auf. Die leicht abwaschbaren, weil Kunststoffbezüge tragenden Sitze sowie die Fußmatten weisen jeweils gelbe Nähte auf. Bei der Studie waren die Sitze noch komplett gelb ausgeführt und verfügten über deutlich dickere Polster, die sich auch herausnehmen, tauschen und waschen ließen. Auch jene Ablagen, die bei einer Rast aus dem Fahrzeug entnommen und als Campingtisch genutzt werden konnten, vermissen wir beim Serien-Buggy ebenso wie das speziell für das Concept Car entworfene Taschensystem, das sich harmonisch ins Elektromobil einfügte.

Stark zurückgefahrene Offroad-Optik

Für den Trekking-Charakter sorgen goldfarbene 14-Zoll-Stahlfelgen mit schwarzen Zierkappen und etwas grobstolligerer Bereifung als beim Standard-Ami. Allerdings kommen die Räder nicht mehr gar so kernig daher wie bei der Konzeptstudie und stecken unter etwas dezenter verbreiterten Radläufen. Auf die Schutzbügel an Front und Heck sowie unter den Schwellerbereichen muss die Serienversion ebenfalls verzichten; ebenso fehlen die Gitter an den Leuchten. Von den Versionen Pop und Vibe übernimmt der Buggy die verstärkten vorderen und hinteren Stoßfänger, die Frontblende und die Einfassungen der Scheinwerfer, die Radkästen und die Seitenschweller.

Fahrbericht Opel Rocks-e
Fahrberichte

Auf dem Dach saß beim Concept Car ein Gepäckträger, der das Reserverad und einen LED-Lichtbalken an der Vorderseite aufnahm. Auf diese Elemente verzichtet der Buggy inzwischen, genau wie auf die Sonnenblende an der Dachvorderkante. Geblieben ist dagegen der lustige Spoiler an der hinteren Dachkante, den wir ebenfalls von den Pop- und Vibe-Versionen des Ami kennen. Auch die Farbgebung wurde weitgehend übernommen, obwohl der Anteil an mattem Khaki zu- sowie jener an Schwarz und Gelb abnahm.

Elektro-Vehikel ohne Auto-Status

Unverändert bleibt das Antriebskonzept des knapp 2,40 Meter langen, 1,39 Meter breiten und 1,59 Meter hohen Ami. Ein E-Motor beschleunigt den Zweisitzer auf maximal 45 km/h und bringt ihn bei einer Batteriekapazität von 5,5 Kilowattstunden maximal 70 Kilometer weit. Und weil der Ami nur 45 Sachen läuft, darf er auch bereits ab 16 Jahren mit dem Führerschein AM gefahren werden. Nicht umsonst verwehren sie ihm bei Citroën den Auto-Status.

Nach 18 Minuten ausverkauft – Neuauflage kommt 2023

Exakt ein halbes Jahr nach der Präsentation kündigte Citroen an, den Offroad-Elektro-Mini in einer Kleinserie von 50 Exemplaren zu bauen – auch wenn diese deutlich abgespeckt daherkam. Am 21. Juni 2022 um 12 Uhr hatten die Franzosen das Auftragsbuch für den Citroën My Ami Buggy online geöffnet. Nach nur 17 Minuten und 28 Sekunden war der ganze Spuk dann aber auch schon wieder vorbei. In Windeseile waren alle Modelle an Kunden vergeben. Um die nur 50 verfügbaren Fahrzeuge hatten sich rund 1.800 Kaufwillige gebalgt. Ausgeliefert wurde ab dem 8. August – und zwar per VIP-Zustellung direkt nach Hause. Jedes Exemplar trägt dann beifahrerseitig eine nummerierte Plakette am Armaturenbrett. Der Preis für ein Modell der Kleinserie lag übrigens bei 9.790 Euro.

Kurz vor dem Weihnachtsfest 2022 macht Citroen den leer ausgegangenen Fans eine neue Offerte. Ab dem Frühjahr 2023 soll der Ami Buggy erneut zu haben sein. Dieses Mal werden 1.000 Exemplare angeboten, die sich allerdings in Details vom Vorgänger unterscheiden sollen. Welche das sind, will Citroen erst kurz vor Marktstart verraten.

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Setzen sich solche elektrische Stadtwägelchen auf Dauer durch?
Ja. Damit komme ich in der City gut vorwärts, bin flexibel und vor dem Wetter geschützt.
Nein. Wenn ich Auto fahren will, dann ein richtiges. Ansonsten nutze ich E-Roller, das Fahrrad oder den ÖPNV.

Fazit

Citroën verpasst seinem Ami-Konzept einen Offroad-Anstrich. Trotz der größeren Räder sollte man dem Buggy aber nicht viel mehr als Feldwege zumuten. Camping-Freunde dürften sich über die Plastikplanen mit Reißverschluss als Dach- und die klappbaren Bügel als Türersatz freuen.

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