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VW ID Software-Update 2.3 Volkswagen
VW ID Software-Update 2.3
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ID.Software 2.3 für alle ID.Modelle: Das kann das Update

ID.Software 2.3 für alle ID-Modelle Das kann und bringt VWs erstes OTA-Update

Ein Software-Update, ohne dafür zum Händler zu müssen? Das geht jetzt auch bei VW. Ab sofort bekommen alle ID-Modelle Updates per Mobilfunknetz "Over the Air".

Mit der Software für sein kompaktes Elektromodell ID.3 hatte VW größere Probleme – erst verzögerte die nicht fertig entwickelte Software die Auslieferungen, dann lieferte VW den ID.3 aus, allerdings ohne den vollen digitalen Leistungsumfang. So erlaubte die Auslieferungs-Software 1.0 nur eine rudimentäre Nutzung des optionalen Augmented-Reality-Head-up-Displays. Zudem standen Android Auto sowie Apple Carplay noch nicht zur Verfügung. Außerdem hat das gesamte System noch mit kurzen Aussetzern und teilweise verzögerter Bedienung zu kämpfen. Der kompakte Elektro-SUV ID.4 basiert ebenfalls auf dem Modularen Elektro-Baukasten (MEB) und trug im Prinzip dieselbe Software – und hatte daher auch die gleichen Probleme.

Über 140.000 ID-Modell sind OTA-fähig

Seit dem 25.2.2021 werden alle ID-Modelle mit der Software-Version 2.1. ausgeliefert. Bestandsfahrzeuge mussten für das Update in die Werkstatt. Die Version 2.1 brachte endlich alle ursprünglich geplanten Funktionsumfänge und vor allem die Fähigkeit zum Update Over the Air (OTA), sprich über eine drahtlose Datenverbindung ohne Werkstattbesuch, so wie man das seit Jahren von Tesla etwa kennt. Über alle Märkte, auf denen ID.3 und ID.4 inzwischen angeboten werden, sind laut VW rund 70% mit der aktuellsten Version der ID-Software unterwegs. Das sind grob 140.000 Fahrzeuge. Wichtig zu wissen: Mit Blick auf die vollen Auftragsbücher und die Produktionskapazitäten kommen im Idealfall jeden Tag 1000 Autos dazu.

VW ID Software-Update 2.3
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Der neue Startbildschirm swiped nur noch horizontal und verfügt über einen konfigurierbaren Home-Button.

Erstes OTA-Update ab Juli 2021

Und für genau die steht ab Juli das erste echte OTA-Update an. Entsprechend angespannt sind die Teams, die bei der Marke Volkswagen (ID.Digital) und im Konzern (CARIAD) die Software-Entwicklung gemeinsam vorantreiben. Nach dem verstolperten Software-Start für ID.3 und ID.4 muss der erste Over-the-Air-Schuss sitzen. "Over-the-Air-Updates sind eine zentrale Funktionalität des digitalen, vernetzten Autos", sagt CARIAD-Chef Dirk Hilgenberg. "Sie werden für die Kunden zur Normalität werden – so wie das Herunterladen des neuesten Betriebssystems oder von Apps beim Smartphone."

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In den so genannten Release Notes lässt sich nachlesen, welche Veränderungen die neue Software-Version mitbringt.

Das beinhaltet die Version 2.3

Und deshalb gehen sie den ersten "Rollout" in Wolfsburg auch mit maximal Sorgfalt an. Seit März 2021 wird die "ID.Software 2.3" in der VW-Flotte getestet, ab Anfang Juli 2021 haben die rund 3000 Mitglieder des "ID. First Movers Club" die Möglichkeit, die Softwareaktualisierung durchzuführen. Ab dem 3. Quartal 2021 kommt der Rest der ID.3- und ID.4-Fahrer dran. Nicht alle auf einmal, sondern in Wellen. Auffälligste Neuerung: Der Startbildschirm schimmert künftig in einer einzigen Hintergrundfarbe. Außerdem kann ab "ID.Software 2.3" dort nur noch horizontal gewischt werden. Das Scrollen nach oben und unten entfällt. Ebenfalls neu in 2.3: Der individualisierbare Home-Button. Der kann auf Wunsch mit einem VW-Logo oder Länder-Fähnchen hinterlegt werden.

Viel wichtiger als die Home-Button-Spielerei sind die erweiterte Funktionalitäten des ID.Light, eine optimierte Umgebungserkennung über die Multifunktionskamera und dynamische Fernlichtregulierung sowie Performance- und Stabilitätsverbesserungen, die vor allem den Bereich der zentralen Fahrzeugübersicht betreffen. Hier sollen lange Ladezeiten und ruckelige Animationen der Vergangenheit angehören.

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Der Download der neuen Software läuft im Hintergrund. Erst nach erfolgtem Download (über die im Fahrzeug integrierte UMTS-Sim) erfolgt die Information über die Aktualisierungsmöglichkeit.

So läuft das Update konkret ab

Der Update-Prozess unterscheidet sich nur wenig von einem Update, das wir alle von Smartphones kennen. Die Daten kommen ausschließlich per Mobilfunknetz direkt auf die Zentralrechner (In Car Application Server, kurz ICAS) der ID-Modelle. Heißt: Es bringt nichts, mit dem Fahrzeug ins heimische WLAN zu wechseln. Der eigentliche Download läuft fast völlig im Hintergrund, findet während der Fahrt statt und kann beliebig oft unterbrochen werden. Warum fast? Weil während des Downloads die Multifunktionskamera der ID-Modelle nicht zur Verfügung steht. Deshalb braucht es für dieses erste OTA-Update auch noch eine kleine Extra-Schleife. Um den Ausfall der Mutifunktionskamera zu bestätigen, bekommen alle ID-Kunden eine Mail, in der sie bestätigen müssen, dass sie die angekündigte Funktionseinschränkung zur Kenntnis genommen haben. Ist das geschehen, können die ID-Modelle die neue Software-Version herunterladen. Erst wenn das Update komplett geladen wurde, informiert ein Info-Fenster über die Aktualisierungsmöglichkeit.

Die Aktualisierung selbst wiederum kann nur ausgeführt werden, wenn sich niemand im Auto befindet und das Fahrzeug verriegelt ist. In den so genannten "Release Notes" ist der Leistungsumfang jedes Updates erkennbar. Um die Aktualisierung zu starten, müssen sämtliche zusätzlichen Verbraucher (Licht, usw.) ausgeschaltet sein. Außerdem muss die Hochvolt-Batterie über 50% geladen sein. Erst dann gibt das System die Aktualisierung frei. Wichtig: Die "ID.Software 2.3" kommt in zwei Paketen, die zusammen rund 6,5 Gigabyte groß sind. Das erste Paket ist relativ klein, deshalb dauert die Aktualisierung maximal 40 Minuten. Für das zweite, deutlich größere Paket rechnen die VW-Software-Experten mit maximal 3 Stunden.

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OTA für alle ID-Modelle

Während dieser Zeit informiert das zentrale Display über die Aktualisierung. Hat alles wie geplant geklappt, gibt's natürlich die entsprechende Bestätigung. Die sollen ID-Kunden ab sofort dann übrigens öfter sehen. VW verspricht im Schnitt alle 12 Wochen ein Update. Bisher standen die Updates in ersten Phase nur Kunden zur Verfügung, die im sogenannten "First Movers Club" registriert waren. Das ist nun vorbei. Seit dem 13. September 2021 stehen die OTA-Updates laut Volkswagen allen Kunden eines ID.3, ID.4 und ID.4 GTX zur Verfügung. Ein wichtiger Schritt, weil es 2021 laut Volkswagen noch reichlich Neuerungen geben wird. Neben der Version 2.3, die ab dem 3. Quartal eingeführt wird, steht wahrscheinlich ab Oktober auch schon die "IDSoftware 3.0" zur Verfügung. Die debütiert mit den VW ID.5 und wird dann nicht nur kosmetische Veränderungen, Bugfixes und Performance-Verbesserungen bringen, sondern auch tiefgreifende Erweiterungen des Leistungsumfangs: Verbesserte Ladegeschwindigkeiten, Reichweiten-Updates und zusätzliche Services.

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Ja, damit bekomme ich mehr Funktionen und die Steuerungen sind immer auf dem neuesten Stand.
Nein, ich sehe doch an meinem Smartphone, wie schlecht das funktioniert - bei meinem Auto könnte ich Bugs noch viel weniger gebrauchen.

Fazit

Softwareprobleme sind ein relativ neues Feld für VW und aktuell eine der größten Baustellen des Konzerns. Das erste echte OTA-Update für ID.3, ID.4 und alle anderen ID-Modelle kommt spät und dürfte bei Tesla-Fahrern nur ein müdes Lächeln auslösen. Die Fahrzeuge des Elektro-Pioniers können das schon seit vielen Jahren.

Vom ewigen Tesla-Vergleich können sich die vielen ID-Kunden aber eben auch nichts kaufen. Deshalb ist es ganz entscheidend, dass die Wolfsburger sich jetzt keine groben Schnitzer mehr erlauben. Das Bemühen darum ist erkennbar. Vor allem daran, dass die Software-Version 2.3 keine radikalen Änderungen bringt und bewusst vorsichtig ausgerollt wird. Das ist kein Fehler und lässt vor allem noch genug Raum für mutigere Weiterentwicklungen.

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