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Lucid Gravity (2024): Luxus-Elektro-SUV verschiebt sich

Lucid Gravity (2024) Luxus-Elektro-SUV verschiebt sich um ein Jahr

LA Auto Show 2022

Als zweites Modell nach der Limousine Air plant Lucid einen SUV, der Gravity heißen wird. Der Hersteller verrät erste Details – und spuckt große Töne.

Lucid Motors möchte das nächste, möglichst bessere Tesla werden. Ein erster Schritt ist gemacht: Beim Erstlingswerk namens Air (siehe Video) hat inzwischen die Serienfertigung begonnen. Im Windschatten der Elektro-Limousine macht sich bereits das zweite Serienmodell bereit. Wie bei Tesla, das nach dem Model S mit dem Model X das eigene Portfolio vergrößerte (den Roadster lassen wir als Solitär auf Lotus-Basis hier einmal außen vor), handelt es sich dabei um einen SUV. Dessen Name: Gravity.

Der Lucid Gravity soll 2024 der nächste Baustein einer kompletten Modellpalette werden. Nachdem er ursprünglich das kommende Jahr für den Marktstart in Aussicht gestellt hatte, nannte der Hersteller den neuen Termin nun bei einer Veranstaltung im Vorfeld der diesjährigen LA Auto Show. Aktuell finalisiere Lucid das Design sowie die Spezifikationen des SUV und erweitere seine Fabrik in Casa Grande (US-Bundesstaat Arizona), um dort die zweite Baureihe fertigen zu können. Wann der Gravity außerhalb Nordamerikas verfügbar sein wird, will Lucid zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Reservierungen für das neue Modell nehmen die Kalifornier ab Anfang 2023 entgegen.

Elektro-Rivale des Suburban und Escalade

Lucid-Design-Chef Derek Jenkins bescheinigt dem Gravity in einem Interview mit dem Fachmagazin "Automotive News" eine "respektable" Bodenfreiheit; aber ein "Felsen-Kraxler" werde der SUV nicht. Lucid versteht den Gravity eher als elektrische Alternative zu traditionellen US-Fullsize-SUV wie dem Chevrolet Suburban, dem damit fast baugleichen Cadillac Escalade oder dem Jeep Grand Wagoneer.

Lucid Air Modellpalette gesamt
E-Auto

Worauf wir uns in ästhetischer Hinsicht einstellen können, verraten erste Patentzeichnungen und Teaserbilder des Crossover-SUV. Darauf ist ein langgestrecktes Fahrzeug mit silber-grauer Zweiton-Lackierung zu erkennen, die es sich mit der Limousine teilt. Die Front- und Heckpartie erinnern an Fahrzeuge der Marke Land Rover, die Seitenlinie eher an einen Renault Espace. Vor allem die flach angestellte A-Säule erinnert an den französischen Van.

Viel Glas im Dach

Von hinten wirkt der Lucid-SUV recht klobig und unbeweglich, während er von der Seite sehr windschnittig aussieht. Für eine möglichst optimale Aerodynamik schließen die Türgriffe im Stand bündig mit der Karosserie ab. Die Windschutzscheibe reicht sehr weit in die Dachpartie hinein, während über den Köpfen der Fondpassagiere ein Panorama-Glasdach installiert wird. Ob die Serienversion tatsächlich über derart große Räder verfügen wird, wie es die Teaserbilder nahelegen, muss die Zukunft zeigen.

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Bei entsprechender Konfiguration lassen sich die Sitze der zweiten Reihe in Liegeposition bringen.

Lucid verspricht für den Gravity einen Innenraum mit flexiblen Sitzkonfigurationen. Auf zwei oder drei Sitzreihen finden fünf, sechs oder sieben Erwachsene Platz. Ein Teaserbild zeigt sogenannte "Captain's Chairs" in der zweiten Reihe, die sich in Liegeposition bringen lassen. Obendrein wollen die Kalifornier ihrem SUV ein "hochauflösendes Glas-Cockpit-Display samt hauseigener Software der nächsten Generation" mitgeben.

Ähnlich groß wie der Air

Über die genauen Außenabmessungen ist aktuell nichts bekannt. Legt man den SUV in einem Bildbearbeitungsprogramm jedoch auf ein Foto der bekanntermaßen 4,97 Meter langen Limousine, wird schnell klar, dass sowohl der 3,10 Meter lange Radstand als auch der hintere Überhang nahezu identisch sind. Lediglich der vordere Überhang der Limousine ragt ein paar Zentimeter über den des SUV hinaus. In der Höhe unterscheiden sie sich um rund 30 Zentimeter. Genauer gesagt wird der SUV etwa 1,75 Meter hoch sein, während die Limousine auf rund 1,45 Meter kommt. In der Breite dürfte der Gravity den Air leicht übertreffen.

Lucid Air
Lucid
Die LEAP-Plattform übernimmt der Gravity vom Air.

Da sich beide Modelle die Plattform teilen (der Hersteller nennt sie "Lucid Electric Advanced Platform", kurz LEAP), nimmt die Limousine die Antriebstechnik des SUV vorweg. Sie kommt in ihren regulären Modellvarianten auf Leistungswerte von 487 bis 1.065 PS. Diese Layouts kommen auch für den Gravity infrage. Zudem dürfte auch der SUV als Sapphire-Modell auf den Markt kommen. Lucid hat dieses Performance-Label kürzlich eingeführt und angekündigt, es nicht nur für den Air zu verwenden. Dieser kommt dank eines zusätzlichen Motors an der Vorderachse auf "über" 1.217 PS.

Lucid kündigt enorme Reichweite an

Eine bis zu 113 Kilowattstunden große Batterie dürfte die Reichweite maximieren, obwohl die größere Stirnfläche und der mutmaßlich ungünstigere cW-Wert die Fabelwerte der Limousine wohl verhindern werden. Lucid verspricht für den Gravity eine größere Reichweite, als sie "jedes andere Elektroauto auf dem Markt" biete. Abgesehen natürlich vom Stallgefährten Lucid Air, der in seiner reichweitenstärksten Version auf offiziell von der US-Umweltbehörde EPA bestätigte 830 Kilometer weit kommt.

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Fazit

Der hocheffiziente Air bietet die technische Basis für ein zweites Modell aus dem volumenstarken SUV-Segment, das 2024 kommen soll, Gravity heißen wird und ein avantgardistisches Design präsentiert. Wie viel der SUV von der Effizienz der Limousine ins Segment der hohen Karossen mit großer Stirnfläche retten kann, wird sich jedoch erst nach der Präsentation des Serienautos zeigen.

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