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Lucid Air: Neue Power-Version Sapphire mit 1.217 PS

Lucid Air Sapphire mit 1.217 PS Er zeigt dem Model S Plaid die Rücklichter

Lucid-Chef Peter Rawlinson hat vorher bei Tesla das Model S mitentwickelt – jetzt heizt er seinem früheren Arbeitgeber mit dem extrem effizienten und potenten Air ein. Die Elektro-Limousine kommt bald in der besonders leistungsstarken Sapphire-Version.

Das Segment der elektrisch angetriebenen Luxus-Limousinen ist nun offiziell um einen Vertreter reicher: In der neuen Fabrik in Casa Grande, US-Bundestaat Arizona, startete im Spätsommer 2021 die Serienfertigung des Lucid Air; Ende Oktober wurden die ersten Fahrzeuge in Kundenhände übergeben. Der Markteintritt in Europa ist inzwischen erfolgt. Als erstes Land bekommt Deutschland die luxuriös-sportliche Elektrolimousine; seinen ersten Europa-Showroom hat Lucid in München eröffnet. Kurz darauf folgen Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Island, Italien, Monaco, die Niederlande, Spanien, Schweden, die Schweiz und das als Elektroauto-Vorzeigeland geltende Norwegen.

Die viertürige Limousine Lucid Air ist ein direkter Angriff auf das führende Fahrzeug in diesem Segment: das Tesla Model S. Der "Air" (Luft), eine 4,97 Meter lange und ca. 1,45 Meter hohe viertürige E-Limousine, dokumentiert die Ernsthaftigkeit seiner Ambitionen mit einer schmalen, grimmigen Front und einem mächtigen Radstand von rund 3,10 Metern. Unter der vorderen Haube des Air verbirgt sich der 280 Liter Gepäck fassende Frunk (Front Trunk: vorderer Kofferraum). Er ist mit Abstand größte im Segment. Für eine bessere Praktikabilität verpasst ihm Lucid einen doppelten Boden. Vorderer und hinterer Kofferraum zusammen ergeben 739 Liter Stauraum – und auch der Heckkofferraum hat einen doppelten Ladeboden.

Das Design? Fast schon VW-haft!

Spezielle Micro-Linsen fungieren als Scheinwerfer und passen das Licht je nach Fahrsituation an. Schon nahezu klassisch mutet das weitere Design an. Ausgestellte Radhäuser, eine gewölbte Motorhaube, schmale Spiegel und eine coupéhafte Dachlinie sind schon fast VW-haft. Hingucker hier: Das riesige Panoramadach, das nahtlos in die Windschutzscheibe übergeht. Das Stummelheck breiten C-Säulen und endet mit einem schmalem LED-Leuchtenband.

Lucid Air Dream
Fahrberichte

Der Innenraum ist luxuriös ausgestattet: Stark konturierte Sitze vorne sind von einer auffällig breiten Mittelkonsole getrennt. Ein riesiger Bildschirm übernimmt in der Mitte die Darstellung der Navigation sowie die Steuerung des Infotainmentsystems mit 29 Lautsprechern. Vor dem Fahrer wölbt sich ein 34 Zoll großes, in alle Richtungen leicht gebogenes 5K-Glas-Cockpit-Display – zudem verfügt der Air über eine Spracheingabe-Funktion. Das Auto erhält obendrein einen digitalen Assistenten, der die Vorlieben des Fahrers übernimmt und sich auch per Smartphone-App steuern lässt. Für die Fondpassagiere sieht Lucid-Motors zwei Sitz-Alternativen vor. Zum einen die klassische Rücksitzbank ohne Mittelkonsole. Zum anderen Executive-Liege-Einzelsitze, die von einer breiten Mittelkonsole mit Steuerungs-Tablet getrennt werden.

Für ein Maximum an Fahrkomfort und -dynamik erhält der Lucid Air ein Luftfederfahrwerk. Für die Funktionen zum teilautonomen Fahren rüstet Lucid den Air mit Kamera-, Radar-, und Ultraschallsensoren aus – insgesamt sind es 32. In die Front der Elektrolimousine haben die Ingenieure ein hochauflösendes Lidar-System (Light detection and ranging) integriert. Damit gehört der Air zu den ersten Serienfahrzeugen mit dieser Technik zur optischen Abstands- und Geschwindigkeits-Messung. Tesla-Chef Elon Musk hat sich Anfang 2019 gegen den Einsatz von Lidar-Systemen entschieden – mit der Begründung, die Technik sei ihm zu lahm.

Zum Start die Dream Edition

An den endgültigen Spezifikationen hat Lucid lange gefeilt. Für die aus 520 Exemplare limitierten Einführungs-Varianten Air Dream Edition gab das Start-up 946 PS (Range) und 1.126 PS (Performance) an. Die Power kommt von zwei an der Hinterachse positionierten Elektromotoren. Die Ingenieure haben die Antriebseinheit extrem auf Kompaktheit getrimmt: Der Motor passt inklusive Getriebe und Inverter in einen Flugzeug-Kabinentrolley.

Die Daten der regulären Modellversionen liegen auf niedrigerem Niveau, sind aber kaum minder spektakulär. Der Lucid Air Grand Touring, dessen Auslieferung inzwischen begonnen hat, kommt auf 830 PS und beschleunigt in drei Sekunden von null auf 60 mph (96,6 km/h). Für diese Variante liegt die Reichweitenschätzung der US-Umweltbehörde EPA bei 830 Kilometern. Später sollen noch das Basismodell Pure mit 487 PS und die 629 PS starke Touring-Version folgen.

Am oberen Ende der Modellpalette rangiert vorübergehend der Air Grand Touring Performance. Dieser bietet 1.065 PS auf, handelt die Beschleunigungs-Übung in 2,6 Sekunden ab und kommt maximal 718 Kilometer weit. Dieser Elektro-Brecher ist klar gegen das Tesla Model S Plaid positioniert, das mit seinen 1.034 PS offiziellen Angaben zufolge in 1,99 Sekunden von null auf 60 mph sprintet. Die Reichweite gibt der bald von Texas aus operierende Hersteller mit 637 Kilometern an.

Neues Topmodell Air Sapphire

Um dem Model S Plaid nicht nur Paroli zu bieten, sondern dem Konkurrenten nachhaltig die Rücklichter zu zeigen, bringt Lucid in der ersten Jahreshälfte 2023 den Air Sapphire. Es ist das erste Lucid-Modell, das unter dem neuen Performance-Label auf den Markt kommt; die stärksten Vertreter der Marke werden künftig Sapphire heißen. Der Top-Air verfügt über einen zusätzlichen Motor an der Vorderachse, der die Gesamtleistung auf "über" 1.217 PS pusht – die endgültigen Daten will Lucid erst später bekanntgeben. Enorme Beschleunigungswerte stellt der Hersteller aber jetzt schon in Aussicht: null auf 60 mph (96,6 km/h) in unter zwei Sekunden, null auf 100 mph (161 km/h) in weniger als vier Sekunden und die Viertelmeile bei stehendem Start in unter neun Sekunden.

08/2022, Lucid Air Sapphire Elektro-Limousine
Lucid Group, Inc.
Die neue Topversion leistet über 1.217 PS und beschleunigt in unter zwei Sekunden von null auf 60 mph.

Die hinteren Motoren und das Batteriepaket passt Lucid ebenso an die neuen Fähigkeiten an wie Bremsen und Fahrwerk. Der allradgetriebene Air Sapphire erhält serienmäßig Carbon-Keramik-Stopper, ein steiferes Fahrwerk mit härteren Federn und neuen Dämpfereinstellungen sowie neue Kalibrierungen für ABS, Lenkung, Torque Vectoring, Traktions- und Stabilitätskontrolle. Hinzu kommen breitere Räder im speziellen Sapphire-Design mit abnehmbaren Aero-Abdeckungen aus Kohlefaser, die Michelin Pilot Sport 4S-Reifen in den Dimensionen 265/35 R20 (vorne) und 295/30R21 (hinten) tragen. Kleine aerodynamische Anpassungen im kürzlich präsentierten "Stealth Look", die exklusiv dieser Modellvariante vorbehaltene Farbe Sapphire Blue sowie neue Sportsitze und eine Sapphire-eigene Grafik für den Infotainment-Bildschirm heben den Top-Air auch optisch von seinen Modellgeschwistern ab.

Dem Lucid Air hilft in puncto Reichweite und Beschleunigung sein hervorragender cW-Wert von 0,21. Den haben die Ingenieure durch ein Bündel von Maßnahmen erreicht: An der Front des Air befindet sich in Höhe der Scheinwerfer eine Kante, die dazu führt, dass die Luft mit erhöhtem Druck über die Haube fließt. Den Verwirbelungen in den Radhäusern wirkt ein gezielt erzeugter Luftstrom, ein sogenannter Air Curtain, entgegen. Und die unter dem Frontstoßfänger durch eine vergleichsweise kleine Öffnung eindringende Kühlluft verwirbelt sofort, um eine maximale Kühlung von dort befindlichen Komponenten zu erzielen.

Mit 900-Volt-Technik

Der Antrieb basiert auf einem 900-Volt-System, das ihn im Vergleich zu anderen Elektroautos seiner Klasse leistungs- und widerstandsfähiger machen soll. Zum Vergleich: Der Porsche Taycan arbeitet mit 800-Volt-Technologie, Tesla gibt sich mit 400 Volt zufrieden. Für die Stromversorgung sorgt ein selbstentwickelter und im Lucid-Werk gebauter 113-kWh-Akku, die Zellen produziert LG Chem nach den von Lucid vorgegebenen Spezifikationen. Eine die Energiereserven schonende und somit die Reichweite weiter steigernde Wärmepumpe hat Lucid gerade in der Entwicklung – zum Marktstart des Air steht sie noch nicht zur Verfügung.

Lucid Air SUV
E-Auto

Der Air ist für bidirektionales Laden vorbereitet – er soll Energie ins Netz zurückspeisen können. Außerdem soll er sich mit der Onboard-Technik überall laden lassen und alle möglichen anderen Geräte sollen wiederum an ihm aufladbar sein. Pro Minute Ladezeit steigt die Reichweite des Air um 32 Kilometer, in 20 Minuten sollen sich 483 Kilometer nachladen lassen.

Die Preise für die regulären Modellversionen des Air hat Lucid bereits im September 2020 festgelegt. Im Mai 2022 musste sie der Hersteller aufgrund "globaler Herausforderungen in Bezug auf die Lieferkette und die Logistik" stark anheben. Das Einstiegsmodell Pure kostet in den USA nun mindestens 87.400 Dollar (aktuell umgerechnet gut 87.000 Euro), womit es auf einen Schlag 10.000 Dollar teurer geworden ist. Noch mehr Geld schlägt Lucid bei der Touring-Version auf: Von 95.000 geht es hinauf auf 107.400 Dollar (knapp 107.000 Euro). Das reichweitenstärkste Modell Air Grand Touring kostet nun statt 139.000 satte 154.000 Dollar, also etwa mehr als 153.300 Euro Euro. Für dessen Performance-Version verlangt Lucid unverändert 179.000 Dollar (über 178.000 Euro). Der neue Lucid Air Sapphire toppt die Modell-Range mit seinem Einstiegstarif von 249.000 Dollar (ungefär 248.000 Euro) auch preislich.

Versprechen zum autonomen Fahren

Trotz erschwerter Bedingungen behält Lucid sein Ziel bei, bis zum Jahresende 2022 insgesamt 12.000 bis 14.000 Autos zu bauen. In Casa Grande investiert Lucid insgesamt 700 Millionen Dollar und schafft 2.000 Arbeitsplätze. Dabei hilft auch ein Investment des Saudischen Staatsfonds, der im Sommer 2018 mit über einer Milliarde Dollar bei Lucid Motors einstieg. Im Zuge dessen hat sich die Regierung des arabischen Staates zudem verpflichtet, in den nächsten zehn Jahren bis zu 100.000 Elektrofahrzeuge von Lucid zu kaufen. Das Geld soll unter anderem helfen, weitere Karosserievarianten für rein elektrischen Antriebsstrang zu entwickeln.

Lucid Air
Lucid
Technischer Aufbau der Lucid-Plattform.

Für autonome Fahrfunktionen, deren Software over-the-air (OTA) aufgefrischt werden kann, soll der Lucid Air bereits vorkonditioniert sein. Das Unternehmen lockt seine Kunden aber schon jetzt mit Versprechen wie "Ihr Auto kann Ihre Lebensmittel abholen und Ihre Kinder vom Training abholen" sowie "Sie können sich einfach zurücklehnen und entspannen".

Bereits 2017 sorgte Lucid Motors für Aufsehen, als der Air nach eigenen Angaben einen Geschwindigkeitsrekord für Elektrofahrzeuge aufstellte. Das Elektroauto erreichte auf einem Rundkurs in Ohio 235 Meilen pro Stunde, das entspricht 378 km/h. Das Versuchsfahrzeug war völlig ausgeräumt und mit Überrollbügeln verstärkt. Im ersten Versuch war der vordere Motor wärmer geworden als berechnet. Eine umprogrammierte Software für die Kühlung behob das Problem. Für den Rekordversuch wurden außerdem aerodynamisch optimierte Räder montiert.

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Fazit

Bislang hat es kaum einer der Tesla-Konkurrenten auf die Straße geschafft. Lucid schon: Die Serienfertigung des Air hat inzwischen begonnen. Mit der Elektro-Limousine haben die Kalifornier ein Produkt im Portfolio, das theoretisch alles besser kann als ein Tesla Model S. Effizienter, performanter, reichweitenstärker, geräumiger und in Sachen Austausch von Energie mit dem Netz und anderen Geräten beinahe unlimitiert flexibel. Kein Wunder, schließlich war Lucid-Chef Peter Rawlinson bei der Entwicklung des Model S der technische Direktor – dass er gegangen ist, hat ihm Elon Musk bis heute nicht verziehen.

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