Nikola Badger Elektro-Pickup Nikola
Nikola Badger Elektro-Pickup
Nikola Badger Elektro-Pickup
Nikola Badger Elektro-Pickup
Nikola Badger Elektro-Pickup 7 Bilder

Nikola Badger Elektro- und Wasserstoff-Pickup

Nikola-Design mit GM-Technik

Das US-Startup Nikola will neben seinen Elektro- und Wasserstoff-Lkw auch Pickups anbieten. Der Badger ist bereits bestellbar und soll Anfang 2021 auf den Markt kommen. Gebaut wird der Badger von Neu-Investor General Motors.

Mitte 2020 hat Nikola bekanntgegeben, zusammen mit Iveco in Ulm Lkw mit Elektro- und Wasserstoffantrieb in Serie zu bauen, kurz darauf tauchte bereits das nächste Elektromodell auf: Mit dem Badger will Nikola in den Markt der elektrisch angetriebenen Pickups einsteigen. Bereits Anfang soll das Modell auf den Markt kommen. Inzwischen ist auch klar, dass General Motors das Auto für Nikola bauen wird. Die Kooperation mit GM geht aber noch deutlich weiter. So werden alle Nikola-Modelle (Nikola One, Two und Tre) künftig das Ultium-Batteriesystem nutzen, das von General Motor entwickelt wurde. In allen Wasserstoff-Fahrzeugen von Nikola kommen zudem Hydrotec-Brennstoffzellen von GM zum Einsatz. Einzige Ausnahme: Europa. Da setzt Nikola weiter auf europäische Partner. Im Gegenzug steigt GM mit zwei Milliarden Dollar bei Nikola ein und erwirbt dafür 11% der Anteile.

Nikola Badger Elektro-Pickup
Nikola

Über 900 Kilometer Reichweite

Ob der Wechsel zur Ultium-Batterie auch Auswirkungen auf die angepeilte Reichweite des Badger haben wird, ist noch unklar. Die maximale Reichweite sollte bei 965 Kilometer liegen. Dazu wollte Nikola den elektrischen Antriebsstrang mit einer 160 kWh großen Lithium-Ionen-Batterie, Superkondensatoren und einer 120-kW-Brennstoffzelle als Range Extender kombinieren. Der Badger soll aber auch in einer rein batterieelektrischen Variante angeboten werden. Die Spitzenleistung soll bis zu rund 920 PS betragen, als Dauerleistung bleiben davon immerhin noch bis zu 460 PS übrig. Und als maximales Drehmoment werden bis zu 1.330 Nm in Aussicht gestellt. Natürlich darf der Badger auch mit einer ordentlichen Spurtzeit punkten. Auf 60 mph (96 km/h) soll es aus dem Stand in 2,9 Sekunden gehen. Ausgerüstet mit einem Allradantrieb soll die Anhängelast bei rund 3,6 Tonnen bei bis zu 30 Prozent Steigung liegen. Zudem können an der 15-kW-Bordsteckdose rund 12 Stunden lang externe Elektrogeräte betrieben werden. Ideal für den Baustelleneinsatz.

Fünfsitzer mit Doppelkabine

Nikola Badger Elektro-Pickup
Nikola

Der 5,89 Meter lange, 2.18 Meter breite und 1,87 Meter hohe Nikola Badger kommt mit einer klassischen Doppelkabine, fünf Sitzplätzen und vier Türen. Dahinter schließt sich eine Ladefläche an. Eine große Bodenfreiheit und kurze Überhänge bürgen für Geländetauglichkeit. In den verbreiterten Radläufen stecken grob profilierte Geländereifen. An den Flanken zeigen sich robuste Trittbretter. Die Beleuchtung ist mit LED-Technik ausgeführt.

Im Cockpit dominieren ein großes Display hinter dem Lenkrad sowie ein noch größerer Touchscreen mittig auf der Armaturentafel. Fahrer und Beifahrer werden durch eine große Mittelkonsole getrennt.

Fazit

Statt eigene Produktionskapazitäten aufzubauen und dafür zusätzliche Milliarden auftreiben zu müssen, setzt Nikola künftig auf GM-Technologie. Der Deal nutzt zunächst einmal beiden Partnern, weil Nikola so die ambitionierten Ziele im Blick behalten kann und sich GM weitere Nutzer fürs teuer entwickelte Batteriesystem ins Haus holt. Dass Nikola in Europa auf andere Partner setzt, darf im globalen Zusammenspiel aber durchaus als Herausforderung angesehen werden!

Mehr zum Thema Pickups
Ford F-150 EV
E-Auto
Chevrolet Silverado Multi-Flex Tailgate Heckklappe
Neuheiten
09/2020, Mil-Spec Ford F-150
Tuning