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Nio Expansion Norwegen 2021 Nio
Nio Expansion Norwegen 2021
Nio Expansion Norwegen 2021
Nio Expansion Norwegen 2021
Nio Expansion Norwegen 2021 5 Bilder
SUV

Nio: E-Auto-Marke startet in Norwegen - mit Wechsel-Akku

Nio-Europa-Start 2021 E-SUVs aus China kommen mit Wechsel-Akku zu uns

Aus China bringt Nio seine E-Autos nach Europa. Los geht es noch 2021 in Norwegen mit einem großen SUV und der einzigartigen Batteriewechsel-Technik.

Das chinesische Unternehmen Nio mit Hauptsitz in Shanghai hat auf dem Heimatmarkt mit EC6, ES6 und ES8 bereits drei elektrisch angetriebene SUV-Modelle auf dem Markt, seit 2021 gibt's mit dem ET7 auch ein Limousinen-Flaggschiff. Ebenfalls 2021 meldeten die Chinesen, inzwischen 100.000 Fahrzeuge produziert zu haben. Dabei sah es zwischenzeitlich gar nicht gut aus. Noch im März 2020 teilte Nio selbst mit: "Der fortlaufende Betrieb hängt von der Fähigkeit des Unternehmens ab, eine ausreichende externe Eigenkapital- oder Fremdfinanzierung zu erhalten". Das war im Juli 2020 mit Krediten chinesischer Banken über umgerechnet 1,3 Milliarden Euro geschafft. Möglich wurde das durch eine Rahmenvereinbarung mit der Stadtregierung der Provinzhauptstadt Hefei. Darin hatte sich das Unternehmen dazu verpflichtet, Fabriken und Forschungszentren in der Stadt zu bauen. Ursprünglich wollte Nio eine Fabrik in Shanghai, später eine in Peking bauen. Die Kooperation mit der Stadt Hefei aber brachte die Finanzierungszusage.

Seitdem steigen die Verkaufszahlen rasant, auch die Corona-Krise scheint dem E-Autobauer wenig zu schaden: Der Vertrieb läuft ausschließlich online, wenn auch unterstützt durch Stores in chinesischen Großstädten. Da liegt es nahe, sich auf den globalen Märkten umzuschauen. Neu ist die Idee nicht. Praktisch seit der Gründung schielen sie bei Nio auf Elektroauto-Märkte außerhalb Chinas. Jetzt macht die Marke Nägel mit Köpfen und startet noch 2021 im Elektroauto-Vorzeigeland Norwegen.

Nio ES8
Fahrberichte

Nio will zuerst nach Norwegen

Ab Juli, so Nio, soll das SUV ES8 über die neue Nio-App vorbestellbar sein. Die Abmessungen des ES8 (L x B x H: 5,02 x 1,96 x 1,76 Meter) entsprechen ziemlich genau denen des Audi Q7, nur der Radstand (3,01 Meter) ist 1,5 Zentimeter länger. Sein bis zu 100 kWh großer Akku reicht laut Nio für rund 500 WLTP-Kilometer. Das Fahrzeug soll als Sechs- oder Siebensitzer verkauft werden und kommt, wie in China, mit dem dem digitalen Assistenten Nomi, der als bewegliches Mini-Display-Männlein mittig auf dem Armaturenbrett sitzt. Wie sich der Nio ES8 auf deutschen Straßen schlägt, lesen Sie hier. Preise für das siebensitzige SUV in Norwegen nannte Nio bislang nicht. Ebenfalls noch nicht klar: Ob Nio auch in Europa seine Batterien in einem Miet-Modell anbieten wird.

Nio Expansion Norwegen 2021
Nio
In Oslo entsteht ein vollwertiges Service- und Auslieferungszentrum. Vier weitere Standorte sollen folgen.

Batteriewechsel kommt doch

Dafür überraschen die Chinesen mit der Ankündigung, die einzigartigen Batteriewechsel-Stationen nach Europa zu bringen. Die entsprechende Typgenehmigung gilt für ganz Europa und umfasst auch die Batteriewechsel-Stationen. 4 davon sollen noch 2021 in Norwegen entstehen. Weitere Swap Stationen kommen 2022 hinzu, so dass in Norwegen ein Power-Netzwerk entstehen wird, welches unter anderem die fünf wichtigsten Städte und verkehrsreichsten Routen abdecken soll. Zusätzlich will Nio auch sein eigenes Supercharger-Netzwerk in Norwegen aufbauen.

Nio ET7 Elektro-Limousine 2022
Neuheiten

2022 soll dann mit der Limousine ET7 das neue Flaggschiff nach Norwegen kommen. Die wird in China perspektivisch sogar mit Feststoff-Akkus angeboten und soll bis zu 1000 Kilometer schaffen. Die Europa-Spezifikationen sind noch nicht bekannt. Später folgen dann weitere (kleinere) SUVs, die allesamt bereits in China angeboten werden.

Nio ES6
Fahrberichte

Nio sieht sich als Premium-Marke, die ihren Kunden maximalen Service bietet (eigene mobile Servicefahrzeuge, Hol- und Bring-Dienste). Dafür entsteht in Oslo ein vollwertiges Service- und Auslieferungszentrum. Kleinere Standorte sind in Bergen, Stavanger, Trondheim und Kristiansand geplant. Dort finden sich dann jeweils auch so genannte "Nio Spaces", beziehungsweise in Oslo ein 2000 Quadratmeter großes "Nio House". Dort können Kunden (und solche, die es werden wollen), tief in die Nio-Welt eintauchen.

Fazit

Natürlich ist Nio nicht der erste chinesische Hersteller, der sich nach Europa wagt. Der Start in Norwegen ist nachvollziehbar, das macht die Konkurrenz auch nicht anders. Nio denkt aber von Beginn an eine Nummer größer: Eigene Lade-Infrastruktur, aufwändige Niederlassungen, eigener Fahrzeugservice und die einzigartigen Batterie-Wechselstationen sind eine echte Ansage.

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