Formel 1: Verrückter Unfall in Montreal - Albon-Crash nach Murmeltier-Kollision

Irrer Albon-Crash in Montreal
Keine TV-Wiederholung nach Murmeltier-Kollision

GP Kanada 2025
ArtikeldatumVeröffentlicht am 22.05.2026
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Alex Albon - Williams - GP Kanada 2026
Foto: Jordan McKean via Getty Images

In Montreal stehen die Mauern bekannterweise immer ganz nahe an der Ideallinie. Heftige Einschläge gehören auf dem Circuit Gilles Villeneuve zum Berufsrisiko der Piloten. Zu einer größeren Berühmtheit hat es die Bande am Ausgang der Zielschikane geschafft. Sie trägt den Spitznamen "Wall of Champions", weil hier schon zahlreiche große Piloten eingeschlagen sind.

Alex Albon wurde im Training am Freitag eine andere Passage zum Verhängnis. Am Ausgang von Kurve 7 krachte der Williams links in die Mauer. Das Auto prallte wie eine Billardkugel ab und kam auf der anderen Seite der Piste wieder zum Stehen. Der Einschlag war so heftig, dass die G-Sensoren ausschlugen und automatisch das Medical-Car alarmierten. Der Pilot blieb zum Glück unverletzt.

Das Auto wurde bei der unfreiwilligen Stunteinlage allerdings großflächig zerstört. Von außen konnte man erkennen, dass Front- und Heckflügel komplett beschädigt waren. Auch der Unterboden und jede Menge Verkleidungsteile hatten etwas abbekommen. Die Frage lautet, ob auch der Antrieb gewechselt werden muss. Die große Reparatur gefährdet die Teilnahme am Sprint-Qualifying am Nachmittag (16.30 Uhr Ortszeit).

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Unfall produziert unappetitliche Bilder

Bis das Wrack geborgen und die Strecke wieder gesäubert war, vergingen 16 Minuten. Die Zeit wurde am Ende der Session draufgeschlagen, damit sich die restlichen Fahrer auf das Sprint-Qualifying vorbereiten konnten. Hierbei handelt es sich um eine neue Regelung für Sprint-Wochenenden, die in Montreal erstmals zur Anwendung kam.

Der Grund für den Abflug war etwas kurios. Albon war mit dem linken Vorderad über ein Murmeltier gerumpelt, das ihm von der linken Fahrbahnseite vor die Nase gelaufen war. Weil es sich um etwas unappetitliche Bilder handelte, wurde der Crash von der internationalen Formel-1-Regie nicht noch einmal in der Wiederholung gezeigt.

Alex Albon - Williams - GP Kanada 2026
xpb

Tierfreund triff auf Murmeltier

Das Tier überlebte die Begegnung mit dem Williams nicht. Die Überreste sollen sich großflächig über das Auto verteilt haben. Der Trainer des Piloten bekam die Aufgabe, den Helm von den Kampfspuren zu reinigen. Dass es ausgerechnet Alex Albon traf, hat schon fast etwas Ironisches. Der Thailänder gilt als einer der größten Tierfreunde im Feld. In seiner britischen Heimat hält der Pilot 14 Katzen.

Begegnungen mit Murmeltieren sind in Montreal nichts Ungewöhnliches. Die Parkwächter der öffentlichen Anlagen auf der Île Notre-Dame versuchen die Gefahr durch Umsiedlungen jedes Jahr zu minimieren. Alle Tiere lassen sich dabei aber nicht einfangen. Die neugierigen Nager buddeln sich unter den Banden hindurch und versuchen immer wieder die Strecke zu überqueren.

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