In Monaco gab es endlich den ersten WM-Zähler für das gebeutelte Aston-Martin-Team. Fernando Alonso profitierte von vielen Ausfällen im Rennen und einer nachträglichen Strafe gegen Sergio Perez. Jubelstimmung dürfte im Hauptquartier in Silverstone aber nicht aufkommen. Der Rückstand auf die Konkurrenz ist immer noch viel zu groß.
Es gibt aber schon kleine Hoffnungsschimmer am Horizont. In puncto Zuverlässigkeit haben die grünen Autos endlich die größten Kinderkrankheiten ausgemerzt. Honda konnte auch die Vibrationen im Antriebsstrang beseitigen. Die Heilung lief über das reguläre Motoren-Nachbesserungsprogramm. Mit Zustimmung der Konkurrenz dürfen jederzeit Änderung zur Steigerung der Standfestigkeit vorgenommen werden. Die Leistung darf sich damit aber nicht erhöhen.
Aber auch beim Power-Defizit soll sich schon bald etwas tun. Honda gehört neben Audi und Ferrari zu den drei Herstellern, deren Leistungs-Rückstand mehr als vier Prozent auf Marktführer Red Bull beträgt. Im Rahmen des ADUO-Mechanismus werden ihnen gleich zwei Upgrade-Runden in dieser Saison zugestanden. Obendrauf gibt es noch zusätzliche Prüfstandzeit.

Mitte Juli will Aston Martin in Spa-Francorchamps ein Lebenszeichen abgeben.
Große Aston-Wende in Spa-Francorchamps?
Beides kann man bei Honda gut gebrauchen. Im Vergleich zu Ferrari lässt die erste Aufrüstungsrunde in Sachen Power Unit aber noch etwas auf sich warten. In den letzten Wochen mussten sich die Ingenieure im japanischen Sakura erst einmal um dringendere Probleme kümmern, bevor sie ihren Fokus auf das Power-Defizit legen konnten.
Während Ferrari schon in Spielberg mit dem Antriebs-Facelift auftrumpfen will, dauert es bei Aston Martin mindestens noch bis zum GP Belgien. Adrian Newey hat auch schon eine große Ausbaustufe beim restlichen Auto für das Rennen in Spa-Francorchamps eingeplant. Diese soll aber nur dann zum Einsatz kommen, wenn parallel auch das Power-Unit-Upgrade parat steht.
Bei Honda läuft nun der Countdown für das Ardennen-Rennen. Chefingenieur Shintaro Orihara klagte in Monaco zwischen den Zeilen über den hohen Zeitdruck, den Aston Martin seinem Motoren-Partner aufdrückt. Noch ist nicht sicher, dass das Paket in Belgien auch parat steht. Dabei könnten Fernando Alonso und Lance Stroll die zusätzlichen PS auf der Highspeed-Achterbahn besonders gut gebrauchen.












