Audi ist 2026 nicht nur mit einem eigenen Team in die Formel 1 eingestiegen, sondern hat parallel auch noch seinen ersten Hybrid-Supersportwagen entwickelt. Bevor dieser jedoch in die Produktion gehen kann, musste er sich noch im Härtetest durch die F1-Piloten Gabriel Bortoleto und Nico Hülkenberg beweisen.
Der erste fahrfertige Prototyp des Audi Nuvolari soll in einer Rekordzeit von nur 405 Tagen konzipiert und gebaut worden sein. Die Entwicklung führte dabei quer durch Europa: Angefangen mit den ersten Entwürfen in Ingolstadt über die Fahrwerksabstimmung in Südspanien bis hin zu den Hochgeschwindigkeitstests im italienischen Nardo.
Anfang Juni 2026 feierte der Hybrid-Supersportwagen seine Weltpremiere in Antibes. Kurz darauf folgte sein Straßendebüt beim Formel-1-Rennen in Monaco.

Nuvolari hat eine Beschleunigung von Null auf Hundert in unter 2,6 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 350 km/h.
Schnellster Audi mit 1.001 PS
Der Nuvolari ist der bisher stärkste und schnellste Audi überhaupt. Benannt wurde der Straßenrenner nach dem italienischen Motorrad- und Automobilrennfahrer Tazio Nuvolari. Der Output des V8-Verbrenners und der Hybrideinheit addiert sich zu einer Systemleistung von 1.001 PS.
Technisch basiert das Paket auf der Hardware des Lamborghini Temerario, dessen V8-Biturbo-Motor allerdings "nur" auf eine Gesamtleistung von 920 PS kommt. Wegen des von Audi neu entwickelten Energiemanagements schafft es der Nuvolari von null auf Hundert in unter 2,6 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 350 km/h.
Weltweit ist das Modell auf 499 Exemplare limitiert. Trotz hoher Individualisierungsmöglichkeiten hat Audi von einem Standard-Konfigurator abgesehen und setzt stattdessen auf eine persönliche Beratung.

Der extrem leistungsstarke Hybrid-Bolide überzeugt laut Bortoleto und Hülkenberg vor allem durch sein präzises Handling und das stimmige Gesamtpaket.
Härtetests durch Formel-1-Piloten
In der Entwicklungsphase musste sich der Sportwagen auch bei Höchstgeschwindigkeitstests an zwei verschiedenen Strecken durch die Formel-1-Piloten Bortoleto und Hülkenberg beweisen. Bei seinen Proberunden auf der Rennstrecke im italienischen Nardo setzte sich Bortoleto das Ziel, den Sportwagen an sein Limit zu bringen. Dafür habe er dort eng mit dem Entwicklungsteam am Set-up des Wagens geschraubt.
Nach seiner Spritztour beschrieb der Brasilianer seine Eindrücke: "Was sofort auffällt, ist, wie präzise und berechenbar sich das Auto beim Einlenken anfühlt. Es gibt praktisch kein Untersteuern, was angesichts des Leistungsniveaus beeindruckend ist. Die Fahrdynamik gibt einem hohes Vertrauen, auch mit hoher Geschwindigkeit durch die Kurven zu fahren."
Hülkenberg absolvierte seine Testfahrten mit dem Boliden auf dem Prüfgelände in Neustadt an der Donau. Genau wie sein Teamkollege beeindruckte auch ihn besonders das feinfühlige Fahrverhalten: "Für mich zählt vor allem das Gesamtpaket, also wie sich das Auto anfühlt, wie präzise es reagiert und wie gut sich die Leistung und Fahrbarkeit ergänzen. Der Nuvolari hat wirklich viel zu bieten."

Nach seinen Probefahrten staunt Bortoleto: "Der Sound ist unglaublich." Seinem deutschen Teamkollegen Nico Hülkenberg gefällt vor allem das Design: "Der Audi Nuvolari sieht richtig cool und einzigartig aus."
Große Nachfrage
Auf die Frage, weshalb die Entwickler auf einen Hybrid-Antrieb gesetzt haben, wo doch gerade Sportwagen-Käufer mit der E-Mobilität hadern, hat Vorstandsvorsitzender Gernot Döllner eine passende Antwort parat: "Es demonstriert die Nähe zur Formel 1."
Mit diesem Konzept scheint Audi den richtigen Riecher gehabt zu haben: Wie man hört, soll die auf 499 Exemplare limitierte Produktion schon fast ausverkauft sein. Die große Nachfrage könnte dazu führen, dass noch weitere Sondermodelle des Supersportlers aufgelegt werden.












