Formel 1: FIA kennt keine Gnade - Deshalb wurde Audi disqualifiziert

FIA-Kontrolleure kennen keine Gnade
Deshalb wurde Bortoleto disqualifiziert

GP Miami 2026
ArtikeldatumVeröffentlicht am 02.05.2026
Als Favorit speichern
Gabriel Bortoleto - Audi - Formel 1 - GP Miami 2026
Foto: Audi

Bei Audi ist am Rennwochenende von Miami bisher der Wurm drin. Im Sprint am Samstag (2.5.) verpassten die beiden Piloten nicht nur die Punkte, Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto fanden sich am Ende noch nicht einmal in der Wertung wieder. Die Technik machte beiden einen Strich durch die Rechnung.

Bei Nico Hülkenberg nahm das Drama schon vor dem Mini-Rennen seinen Lauf. Der R26 des Rheinländers blieb mit einem qualmendem Heck auf dem Weg in die Startaufstellung stehen. Bevor das Auto mit der Startnummer 27 die Garage verließ, konnte man bereits erkennen, dass irgendwo eine Flüssigkeit ausgelaufen war.

Das Team sprach offiziell von einem operationellen Problem mit der Power Unit. Solche Fehler sollten natürlich nicht passieren, können zu einem so frühen Zeitpunkt der Saison aber immer mal auftreten. Die Abläufe in der Garage müssen sich erst noch einspielen. Ein neuformiertes Werksteam und der erste eigene Motor – da sind Fehler vorprogrammiert.

In der kurzen Pause nach dem Sprint mussten die Mechaniker eilig die Antriebseinheit und das Getriebe am Auto von Hülkenberg tauschen. Weil das Auto erst nach der Zieldurchfahrt zurück in der Garage ankam, ging wertvolle Zeit für die Reparatur verloren. Erst kurz vor dem Anpfiff konnte die Not-Operation abgeschlossen werden.

Nico Hülkenberg - Audi - Formel 1 - GP Miami 2026
Sam Bloxham via Getty Images

Audi übersteigt Druck-Limits

Gabriel Bortoleto konnte die Kohlen mit Platz 11 im Sprint auch nicht aus dem Feuer holen. Punkte lagen nie in Reichweite. Bei der technischen Abnahme fiel Audi dann auch noch negativ auf. Die Sensoren der Regelhüter hatten im Ansaugtrakt Luftdrücke gemessen, die über dem vorgeschriebenen Limit von 4,8 bar lagen.

Audi versuchte sich damit zu entschuldigen, dass die Druckspitze nur in einer einzigen Runde aufgetreten war. Hier seien die Temperaturen höher gestiegen, als man es zuvor erwartet hatte. Als das Problem erkannt wurde, hatten die Ingenieure direkt Gegenmaßnahmen eingeleitet, um die Druckwerte wieder in den erlaubten Bereich zu bringen.

Davon ließen sich die Schiedsrichter aber nicht beeindrucken. Die Regeln schreiben klar vor, dass die Limits zu jeder Zeit eingehalten werden müssen. Bortoleto wurde folgerichtig aus der Wertung gestrichen. Audi akzeptierte die Strafe. In einem Statement teilte das Team mit: "Wir werden eine interne Untersuchung durchführen, um den Grund dafür zu verstehen und um eine Wiederholung zu verhindern."

Zunächst sah es so aus, als müsse Bortoleto auch die Qualifikation auslassen. Mit nur noch drei Minuten auf der Uhr im ersten Abschnitt wurde der Youngster dann aber doch noch einmal rausgeschickt. Die Zeit reichte allerdings nur für den letzten Startplatz. Auf dem Weg zurück in die Box rollte er dann auch noch mit einer qualmenden Bremse hinten links aus.

Fazit