Lando Norris - McLaren - Formel 1 - GP England 2022 - 2. Juli 2022 xpb.cc
George Russell - Mercedes - Formel 1 - GP England - Silverstone - Freitag - 1.7.2022
Mick Schumacher - Haas - Formel 1 - GP England - Silverstone - Freitag - 1.7.2022
Christian Horner - Red Bull - Mattia Binotto - Ferrari - Formel 1 - GP England - Silverstone - Freitag - 1.7.2022
Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP England - Silverstone - Freitag - 1.7.2022 48 Bilder
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GP England 2022 - Analyse Training & Longrun-Zeiten

Trainingsanalyse GP England 2022 Vierkampf nur auf dem Papier

GP Großbritannien 2022

Vier unterschiedliche Autos innerhalb von zwei Zehnteln. Hört sich gut an, deutet aber doch nicht auf einen Vierkampf hin. Ferrari und Red Bull sind auf eine Runde und im Longrun top, Mercedes und McLaren nur in einer Disziplin.

Silverstone scheint die Engländer zu beflügeln. Lewis Hamilton fuhr seinen Mercedes mit 0,163 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Carlos Sainz auf Platz 2. Lando Norris war nur 13 Tausendstel dahinter Dritter und versetzte die McLaren-Fans in Ekstase. Erst dann folgte WM-Spitzenreiter Max Verstappen. Wenn es so bliebe, könnte der GP England ein Knüller werden. Es sieht allerdings so aus, dass McLaren nur auf eine Runde den Favoriten in die Suppe spucken kann. Und Mercedes nur auf die Renndistanz.

Der erste Trainingstag in Silverstone beschränkte sich auf eine Trainingssitzung. Regen im ersten Training minimierte die Aktivitäten auf der Strecke auf 85 Runden. "Deshalb haben viele Teams am Nachmittag ihre Aufgaben und die Reifen gesplittet, um wenigstens einen Teil der fehlenden Informationen wettzumachen", erklärte Chefingenieur Andrew Shovlin. Außer Mercedes wählten noch Haas, Alpha Tauri, Alfa Sauber und Aston Martin diesen Plan.

Auf eine Runde war Ferrari der Star. In den Longruns zeigten sich Red Bull und Mercedes gleichwertig. Mercedes notierte kleine Fortschritte mit dem Upgrade, kann sie aber nicht genau beziffern. Es ist schwer zu unterscheiden, was vom modifizierten W13 kommt und was von der Streckencharakteristik.

Die drei Teams mit massiven Upgrades haben unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Auf eine Runde ganz positiv, allerdings mit Schäden. Alpine im Bereich der Kühlrippen, Aston Martin am Unterboden, Williams am Diffusor. Alle drei Teams verzichteten auf Longruns. Alpine erwägt sogar, sein neues Aero-Paket zurückzuziehen.

Fernando Alonso - Alpine - Formel 1 - GP England - 1. Juli 2022
xpb.cc
Alpine war nicht ganz happy mit dem Aero-Paket.

Sechs Dinge, die Sie wissen müssen

1) Wie haben die Upgrades funktioniert?

Bei Williams ist die B-Version des FW44 ein voller Erfolg. Alexander Albon nahm Nicholas Latifi im alten Modell 1,1 Sekunden ab. Normalerweise beträgt der Vorsprung drei bis fünf Zehntel. "Das Paket war schon im Windkanal ein signifikanter Schritt", verrät Technikchef Willy Rampf. Weil die Williams-Ingenieure das neue Paket erst einmal lernen mussten, wurde viel mit dem Setup experimentiert. Außerdem wurde der neue Diffusor auf einem Randstein beschädigt. Deshalb gibt es keine Longruns für Albon. Der Thailänder war trotzdem zufrieden: "Ein klarer Schritt vorwärts im Vergleich zum alten Auto."

Fernando Alonso stellte dem großen Alpine-Upgrade mit dem 6. Platz sieben Zehntel hinter der Spitze ein gutes Zeugnis aus, doch Vorsicht: Alpine ist am Freitag immer schnell. Auf eine Runde sowieso. Andererseits fuhr Alonso seine schnellste Runde schon nach 30 Minuten. Trotzdem herrschte nicht eitel Sonnenschein bei Alpine. In den schnellen Kurven war Bouncing zu beobachten. An Esteban Ocons Auto brach die Verkleidung in der Nähe der neuen Kühlrippen.

Aus Angst, der Schaden könnte noch größer werden und beide Autos betreffen entschied Alpine auf Longruns zu verzichten. Schlecht für die Datenbank. Bei Alpine ist die Reifenabnutzung immer eine kritische Größe. Ohne Erfahrungen wird es am Sonntag hart. Heute Abend soll noch eine Entscheidung getroffen werden, ob man das Upgrade überhaupt fährt. Noch ein Schaden im gleichen Bereich, und es wird eng. Das Team hat nur ein Ersatz-Kit.

Bei Aston Martin gibt es noch Sorgenfalten. Der 10. Platz von Lance Stroll ist ordentlich. "Das Upgrade fühlte sich auf Anhieb gut an." Der normalerweise schnellere Sebastian Vettel wurde durch einen beschädigten Unterboden gebremst. "Ich bin aber nirgendwo angeschlagen." Es reichte trotzdem für Rang 12. Aber nicht für das volle Programm. "Wir haben zwischendrin durch Reparaturarbeiten Zeit verloren." Es waren exakt 24 Minuten Standzeit.

Sebastian Vettel - Aston Martin - Formel 1 - GP England - 1. Juli 2022
Motorsport Images
Sebastian Vettel stand lange mit einem defekten Unterboden in der Garage.

2) Hat Ferrari alles im Griff?

Auf eine Runde ist Ferrari kaum zu schlagen. Mercedes prophezeit eine erste Startreihe in Rot. Im Longrun sieht es enger aus. Auf den Soft-Reifen war Max Verstappen vier Hundertstel schneller als Carlos Sainz. Auf den Medium-Gummis lag Charles Leclerc im Mittel nur fünf Tausendstel vor Lewis Hamilton. Allerdings legte der Ferrari-Pilot in seinem Dauerlauf zwei Runden mehr zurück als achtfache Silverstone-Sieger. Der Tagesschnellste Sainz war zufrieden: "Das Auto fühlte sich schnell an. Der starke Wind hat uns die Arbeit erschwert die richtige Balance für die Highspeed-Kurven und die langsamen Ecken zu finden."

Bei der Analyse der Sektoren fällt auf, dass Ferrari in allen drei Sektoren den Ton angibt. Auf Strecken, die viel Abtrieb verlangen, sind die roten Autos der absolute Maßstab. Die Abstände zur Konkurrenz sind allerdings minimal. Im ersten Sektor 0,042 Sekunden auf Lando Norris, im zweiten 0,010 Sekunden auf Lewis Hamilton und im dritten 0,065 Sekunden wieder auf Hamilton. Während Ferrari unglaublich konstant ist, haben die Gegner alle eine Schwachstelle. Mercedes im ersten Sektor, Red Bull und McLaren im dritten. Die Red Bull sind zwar wie üblich die schnellsten Autos auf den Geraden, doch Ferrari fehlen nur vier km/h.

3) Wo fehlt es bei Red Bull?

Im ersten Sektor verliert Max Verstappen 0,160 Sekunden auf die Ferrari, im zweiten sind es 0,071 Sekunden und im dritten 0,151 Sekunden. Alles aufholbar und kein Grund zur Sorge. Im Longrun zeigen die Red Bull, dass mit ihnen zu rechnen ist. Verstappen war leidlich zufrieden, Sergio Perez gar nicht: "Das Auto ist meilenweit von dem entfernt, das ich im Simulator gefahren bin. Mir fehlt Vertrauen in das Auto in den schnellen Kurven. Wir vermuten den Grund in der Aerodynamik. Ich starte wieder mal mit Rückstand in ein Wochenende."

Verstappen warnt am Sonntag vor dem gewohnt starken Reifenabbau. "Ich bin ein paar Runden auf dem Soft-Reifen gefahren und habe es zu spüren bekommen." Der Weltmeister gibt nicht viel auf die Ergebnisse vom Freitag: "Es sieht so aus, als würden wir am Samstag in der Qualifikation Regen bekommen. Das sind dann ganz andere Bedingungen."

Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP England - 1. Juli 2022
xpb.cc
Max Verstappen will noch keine Prognosen wagen.

4) Müssen die WM-Rivalen Mercedes fürchten?

Im Rennen vielleicht, auf eine Runde nicht. Obwohl Silverstone den Silberpfeilen mit seinem Layout und dem glatten Belag entgegenkommt, fehlt im Kampf um die schnellste Runde zu viel. Auch wenn der minimale Abstand von Hamilton zu Sainz das Gegenteil glauben lässt. "Wenn wir das Spritgewicht und den Power-Modus berücksichtigen, ist Ferrari eine halbe Sekunde schneller als wir", relativieren die Mercedes-Ingenieure. Im Longrun sieht es anders aus. "Da sind Lewis auf dem Medium-Reifen und George auf den harten Sohlen auf Ferrari-Niveau."

Der große Abstand unter den Mercedes-Fahrer hat einen einfachen Grund. George Russell hat seine Soft-Reifen für die entscheidende schnelle Runde nicht in ihr Wohlfühlfenster gebracht, Hamilton schon. "Wir haben immer noch ein bisschen Bouncing in den Kurven, also liegt noch Arbeit vor uns", resümierte Hamilton den ersten Tag in seinem Wohnzimmer. "Es fühlt sich wie ein kleiner Schritt nach vorne an, ist aber schwer zu vergleichen, weil Silverstone so anders ist als die Strecken davor."

Der Rekordsieger stellte außerdem ein neues Silverstone-Feeling fest: "Mit diesem Auto kann man die Strecken nicht mehr so fahren wie früher, weil es so steif ist, aber es macht immer noch Spaß, durch Maggotts, Becketts und auch Stowe zu fahren"

5) Ist McLaren ein Geheimfavorit?

Insgeheim hatte Teamchef Andreas Seidl auf ein starkes Heimspiel gehofft. "Weil wir auch in Barcelona stark waren. Diese Art Strecke liegt dem Auto." McLaren glaubt trotz der bescheidenen Rennen in Baku und Montreal immer noch an sein in Barcelona aufgefrischtes Modell. "Wir müssen es nur besser lernen", fordert Seidl. Sicher ist nur, dass aerodynamische Effizienz nicht die Stärke des MCL36 ist. Viel Abtrieb dagegen schon. Lando Norris stellte seinen McLaren mit der zweitschnellsten Zeit mitten unter die Ferrari und Red Bull. Doch kann der Engländer die schnelle Runde auch im Longrun behaupten?

Da fehlten dem McLaren-Piloten im Vergleich der Simulationen auf harten Reifen acht Zehntel auf George Russell. Und Valtteri Bottas im Alfa Sauber war im Schnitt nur zwei Zehntel langsamer. Teamchef Andreas Seidl glaubt nicht, dass die Bäume gleich in den Himmel wachsen. "Wir müssen realistisch darauf schauen, dass wir viertbeste Kraft bleiben. Das ist möglich. Der Longrun war repräsentativer als die eine Runde. Da hat bei Lando alles gepasst. Daniel hatte ein paar kleine Fehler drin, und schon war er nur Neunter."

Daniel Ricciardo - McLaren - Formel 1 - GP England - 1. Juli 2022
Motorsport Images
McLaren vergleicht die Strecke in Silverstone mit Barcelona, wo es schon gut lief.

6) Taugt der Soft-Reifen zum Rennen?

Mercedes sagt nein. Außer das Rennen geht über zwölf Runden. Silverstone ist neben Suzuka die größte Folter für die Reifen. Pirelli hat sie mit 26 PSI vorne und 23 PSI hinten zu Rekordwerten aufgepumpt. Da schwingt immer noch die Angst vor Reifenschäden mit. 2013, 2017 und 2020 entwickelte sich für die Italiener zum Waterloo. Das im Hinterkopf wählen die Teams schon aus Sicherheitsgründen lieber die beiden härteren Mischungen.

GP England 2022: Longrun-Zeiten

Fahrer ø Rundenzeit Runden Reifentyp Stint
Russell 1.32,904 min 4 soft 2
Verstappen 1.33,476 min 7 soft 1
Sainz 1.33,515 min 8 soft 1
Perez 1.33,793 min 4 soft 1
Ricciardo 1.34,738 min 11 soft 1
Magnussen 1.35,474 min 11 soft 1
Tsunoda 1.35,536 min 11 soft 1
         
Leclerc 1.33,797 min 10 medium 1
Hamilton 1.33,802 min 8 medium 1
Zhou 1.34,398 min 9 medium 1
Schumacher 1.35,374 min 13 medium 1
Latifi 1.33,470 min 10 medium 1
         
Russell 1.33,961 min 8 hart 1
Norris 1.34,760 min 14 hart 1
Bottas 1.34,975 min 11 hart 1
Gasly 1.35,337 min 9 hart 1
Fahrer ø Rundenzeit Runden Reifentyp Stint
Russell 1.32,904 min 4 soft 2
Verstappen 1.33,476 min 7 soft 1
Sainz 1.33,515 min 8 soft 1
Perez 1.33,793 min 4 soft 1
Ricciardo 1.34,738 min 11 soft 1
Magnussen 1.35,474 min 11 soft 1
Tsunoda 1.35,536 min 11 soft 1
         
Leclerc 1.33,797 min 10 medium 1
Hamilton 1.33,802 min 8 medium 1
Zhou 1.34,398 min 9 medium 1
Schumacher 1.35,374 min 13 medium 1
Latifi 1.33,470 min 10 medium 1
         
Russell 1.33,961 min 8 hart 1
Norris 1.34,760 min 14 hart 1
Bottas 1.34,975 min 11 hart 1
Gasly 1.35,337 min 9 hart 1
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