Verstappen - Leclerc - GP Ungarn 2022 - Budapest Motorsport Images
Yuki Tsunoda - Alpha Tauri - Formel 1 - GP Ungarn 2022 - Budapest - Rennen
Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Ungarn 2022 - Budapest - Rennen
Charles Leclerc - Ferrari - Formel 1 - GP Ungarn 2022 - Budapest - Rennen
Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Ungarn 2022 - Budapest - Rennen 50 Bilder
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Rennanalyse GP Ungarn 2022: Ferraris Geschenke

Rennanalyse GP Ungarn Ferraris Geschenke an Verstappen

GP Ungarn 2022

Charles Leclerc schien auf dem Weg zum Sieg, bis Ferrari ihm die harten Reifen aufschnallte. Die Scuderia machte mal wieder viel falsch, während Red Bull mit einer aggressiven Strategie Max Verstappen vom zehnten Platz zum Sieg führte. Mercedes zeigte sich stark verbessert – und sah sogar eine kleine Siegchance.

Ferrari schlägt sich weiter selbst. Red Bull rast mit Max Verstappen von Sieg zu Sieg. In Ungarn holte die Kombination bereits den achten der Saison. Mercedes spielt den Punktehammster und hätte in Budapest unter gewissen Umständen sogar gewinnen können. McLaren hatte im Mittelfeld alles im Griff. In unserer Rennanalyse klären wir die wichtigsten Fragen.

Charles Leclerc - Ferrari - Formel 1 - GP Ungarn 2022 - Budapest - Rennen
xpb
Charles Leclerc war auf den harten Reifen wehrlos.

Was machte Ferrari alles falsch?

Haushoch überlegen am heißen Freitag, geerdet in der Qualifikation, und aus den letzten WM-Träumen gerissen im Rennen: Ferrari unterschätzte den Temperatursturz ab Samstag, strauchelte mit den Reifen, verzettelte sich mit dem Timing der Boxenstopps und wählte obendrein eine Reifenmischung aus, die im Rennen nichts taugte. Zumindest nicht am eigenen Auto.

Doch Mattia Binotto sah nicht die falschen Entscheidungen als Ursache dafür, dass es nichts mit einem Sieg in Ungarn wurde. Der Teamchef verwies stattdessen auf aus seiner Sicht fehlende Performance. "Zum ersten Mal hat das Auto nicht funktioniert, wie wir uns das ausgemalt hatten. Und das auf allen Reifentypen. Unser Speed hätte nicht ausgereicht, um zu gewinnen. Das sieht man an Carlos, der vor Hamilton gestartet war, die gleiche Taktik hatte und hinter ihm ins Ziel kam." Doch Carlos Sainz hatte im Rennen auch nicht den Speed des Teamkollegen.

Mit seinen Aussagen stellte sich Binotto vor seine Strategen, die sich den Vorwurf gefallen lassen mussten, wieder falsch gelegen zu haben. Es begann bereits am Start, als Ferrari seine beiden Fahrer mit Mediumreifen losschickte, statt die Taktik zu splitten, um Pole-Setter George Russell zu knacken, der auf weichen Reifen begann. Weil der Engländer aber nicht die Geschwindigkeit der Ferrari hatte, eröffnete sich für Leclerc eine Chance.

Der Monegasse überholte den Mercedes im zweiten Stint kurz vor Rennhalbzeit und machte sich aus dem Staub. Dann zog der Ferrari-Kommandostand die Niete beim zweiten Reifenwechsel. Die Italiener holten Leclerc in der 39. Runde rein, obwohl sein zweiter Satz Mediums gerade 18 Runden alt war. "Das hatte einen einfachen Grund. Wir wollten uns gegen den Undercut von Red Bull absichern", schilderte Binotto. Verstappen hatte eine Runde zuvor ein zweites Mal gestoppt.

Das Problem: Die Restlaufzeit war für Leclerc mit 31 Runden zu lang, um den weichen Reifen mitzunehmen. Ferrari entschied sich für die harte Mischung, und fiel auf die Nase. "Unsere Simulationen haben uns vorausgesagt, dass Verstappens Mediumreifen zehn, elf Runden besser sein würden, wir aber für den Stint über 30 Restrunden im Vorteil sind", begründete Binotto. Die warnenden Beispiele der langsamen Alpine und Haas waren Ferrari nicht genug.

Das Strategie-Programm narrte Ferrari. Leclerc fand null Grip auf den C2-Reifen, weil er sie nie auf Temperatur brachte. Verstappen überholte ihn. Statt um den Sieg zu fahren, kam Leclerc in Runde 54 ein drittes Mal rein, um den C2 loszuwerden. So landete der WM-Zweite auf Platz sechs. "Mein Pace auf den Mediums war sehr gut. Der harte Reifen hat uns gekillt", fluchte Leclerc. Er hätte sich gewünscht, dass seine Mannschaft den zweiten Stint auf den Mediums ausdehnt und dann Softs aufschnallt, statt in die Red-Bull-Falle zu laufen. Er traute sich zu, mit frischeren Reifen Verstappen am Ende einzufangen. Einfache Rechnung: Im Ziel lag er 16 Sekunden zurück, der zusätzliche Stopp kostete ihn rund 20 Sekunden. Ferrari war siegfähig.

Max Verstappen - Red Bull - Formel 1 - GP Ungarn 2022 - Budapest - Rennen
Wilhelm
Red Bull riskierte und wurde mit dem Sieg belohnt.

Wie kam der Verstappen-Sieg zustande?

Beinahe hätte sich Red Bull selbst aufs Glatteis gestellt. Das Team hatte laut Sieger Max Verstappen einen Start auf den harten Reifen geplant, die schon am Freitag bei Hitze unbrauchbar waren und bei kühleren Temperaturen noch weniger hafteten. Red Bulls Gedankenspiele: Mit einem langen ersten Stint wollte man Verstappen vom zehnten Startplatz eine späte Attacke ermöglichen. Der Plan wurde nach den Runden in die Startaufstellung verworfen, weil die Strecke zu grün war und die Piloten nicht mal auf den Softreifen ausreichend Grip hatten. Dazu hing Regen in der Luft. "Das zeigt, wie anpassungsfähig wir sind", dankte Verstappen seiner Mannschaft.

In der Startrunde gewann der WM-Führende zwei Positionen. Auf der Strecke schnappte er sich danach beide Alpine-Fahrer, Lando Norris und zwei Mal Charles Leclerc. An Hamilton kam er durch einen frühen ersten Reifenwechsel vorbei, an Russell und Sainz durch den zweiten. "Sie waren sehr mutig bei der Strategie und wurden belohnt", lobte selbst Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Das ist ein Unterschied zu Ferrari: Red Bull ist strategisch meist aggressiv unterwegs, die Roten reagieren vielmehr.

Die Technik hätte Verstappen beinahe ein Bein gestellt. In Runde 41 legte er in der vorletzten Kurve eine 360-Grad-Drehung hin. Die Kupplung und harte Schaltvorgänge machten ihm im Rennen zu schaffen. Beim Kraftschluss warf ihn eine Drehmoment-Spitze aus der Bahn. Die Hinterräder hatten für einen Moment zu viel Schlupf.

George Russell - Lewis Hamilton - Mercedes - GP Ungarn 2022 - Budapest
Motorsport Images
Duell unter den Mercedes: Hamilton ging als Sieger gegen Russell hervor.

Hätte Hamilton das Rennen gewinnen können?

Mercedes glaubt, ja – wäre am Auto des siebenfachen Titelträgers am Ende der Quali nicht das DRS ausgestiegen. Dann wäre Lewis Hamilton von weiter vorne gestartet und hätte Verstappen Paroli bieten können. So musste sich der Rekordsieger der Formel 1 vom siebten Platz nach vorne arbeiten. Es hätte unter Umständen trotzdem klappen können.

Hamilton hatte das Gefühl, dass der Start auf den Mediumreifen für ihn ein Nachteil gewesen sei. "Das hat mich wahrscheinlich das Rennen gekostet." Er hielt Verstappen dennoch bis zu dessen ersten Boxenstopp hinter sich. Im Nachgang bedauerte es die Mercedes-Spitze, dem Undercut nicht vorgebeugt zu haben, und Hamilton parallel mit seinem Verfolger in Runde 16 zum Reifenwechsel geholt zu haben. Es war genug Puffer, um einen Doppelstopp nach George Russell abzuwickeln.

Verstappen schlüpfte durch. Hamilton wurde immer schneller. "Je länger das Rennen dauerte, desto mehr Vertrauen fasste ich in die Balance des Autos", berichtete er. Den zweiten Stint auf Mediums dehnte er bis zur 51 Runde aus. "Der Schlüssel." So konnten ihm die Mechaniker für den Schlussspurt die weichen Reifen aufziehen, auf denen er den Teamkollegen noch schnappte.

Russell war auf Pole gestartet, sah die Zielflagge als Dritter, und war dennoch zufrieden. Der weiche Reifen am Start war die richtige Wahl. Der 24-jährige Engländer musste den Boxenstopps von Ferrari und Red Bull jeweils vorbeugen oder nachziehen. Das führte zu einem langen Schlussteil. "Ich habe gestrauchelt, und danach begann es auch noch zu nieseln." Das kühlte seine Mediumreifen ab.

Sebastian Vettel - Aston Martin - Formel 1 - GP Ungarn 2022 - Budapest - Rennen
Motorsport Images
Starke Aufholjagd: Sebastian Vettel holte als Zehnter wenigstens einen Punkt.

Wie war das Kräfteverhältnis im Mittelfeld?

McLaren hatte in Budapest das viertschnellste Auto. Sowohl auf eine Runde als auch im Rennen. Lando Norris unterstrich es als Siebter. McLaren versteht das in Frankreich eingeführte Upgrade besser und hat es verfeinert. "Wir haben definitiv einen Schritt vorwärts gemacht", urteilte Teamchef Andreas Seidl. Nur Daniel Ricciardo bereitet weiter Sorgen. Während Norris selbst den harten Reifen anzünden konnte, purzelte der Australier in der zweiten Rennhälfte aus den Punkten.

Alpine wagte als einziges Team ein Einstopprennen mit der Reifenfolge medium-hart. Weil die Option eines zweiten Satz des Mediums fehlte. So geriet man in der Schlussphase unter Druck. Sebastian Vettel kam nach angeordnetem Positionstausch mit Teamkollege Lance Stroll immer näher. Ohne VSC in Runde 68 und 69 hätte er Esteban Ocon noch geknackt. Der letzte Umlauf war nicht genug. "Es fehlte eine Kurve." Trotzdem war es ein starkes Rennen von Vettel, der vom 18. Platz aus gestartet war. Im Renntrimm zeigte sich Aston Martin wie üblich stark verbessert. Der AMR22 geht pfleglich mit den Reifen um. Bei Alpine brachen die harten Reifen hinten heraus ein.

GP Ungarn 2022 - Ergebnis Rennen

Fahrer Team Zeit/Rückstand
1. Max Verstappen Red Bull 1:39:35.912 h
2. Lewis Hamilton Mercedes + 7.834 s
3. George Russell Mercedes + 12.337 s
4. Carlos Sainz Ferrari + 14.579 s
5. Sergio Perez Red Bull + 15.688 s
6. Charles Leclerc Ferrari + 16.047 s
7. Lando Norris McLaren + 78.300 s
8. Fernando Alonso Alpine + 1 Runde
9. Esteban Ocon Alpine + 1 Runde
10. Sebastian Vettel Aston Martin + 1 Runde
11. Lance Stroll Aston Martin + 1 Runde
12. Pierre Gasly Alpha Tauri + 1 Runde
13. Zhou Guanyu Alfa Romeo + 1 Runde
14. Mick Schumacher Haas + 1 Runde
15. Daniel Ricciardo McLaren + 1 Runde
16. Kevin Magnussen Haas + 1 Runde
17. Alexander Albon Williams + 1 Runde
18. Nicholas Latifi Williams + 1 Runde
19. Yuki Tsunoda Alpha Tauri + 2 Runden
20. Valtteri Bottas Alfa Romeo Ausfall
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