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Mercedes - Technik-Tricks - F1-Saison 2022
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Ferrari - Technik-Tricks - F1-Saison 2022 29 Bilder

F1-Technik-Tricks 2022: Reglement-Lücken ausgenutzt

Die besten F1-Technik-Tricks 2022 Suche nach Regel-Schlupflöchern

Trotz restriktivem Reglement haben die Formel-1-Ingenieure in der Vorsaison einige Schlupflöcher in den Regeln gefunden. Die FIA hat bereits Nachbesserungen angekündigt, doch auch 2023 werden die Regelhüter wohl wieder einen Schritt zu spät kommen. Wir zeigen noch einmal die interessantesten Technik-Tricks aus dem Vorjahr.

Es ist der ewige Wettlauf zwischen den Hunderten von Ingenieuren in den Design-Abteilungen der Teams und einer Handvoll Techniker auf Seiten der FIA. Mit jedem Schlupfloch, das geschlossen werden musste, wurde das Reglement umfangreicher und komplizierter. Doch die cleveren Köpfe in Diensten der Rennställe geben nicht auf. Sie finden jedes Jahr wieder neue Lücken, die nur darauf warten, ausgenutzt zu werden.

Mit den Technik-Gesetzen für 2022 wähnten sich die Schiedsrichter eigentlich auf der sicheren Seite. Das deutlich restriktiver verfasste Reglement zum Comeback der Groundeffect-Autos schien kaum Freiheiten für individuelle Lösungen zu bieten. Von den Teams hörte man bereits Klagen, dass sich die Formel 1 auf dem Weg zu einer Einheitsserie befinde und sich die Autos kaum unterscheiden werden. Doch die Realität sah dann doch ganz anders aus.

Über die verschiedenen Formen der Seitenkästen haben wir bereits mehrfach berichtet. Aber auch in den kleinen Details war viel Kreativität zu erkennen. Überall wucherten Finnen und Winglets aus dem Carbonkleid, wo sich eigentlich gar keine aerodynamischen Elemente befinden sollten. Die FIA ließ die Teams gewähren, solange die Technik-Tricks nicht zu verstärkten Verwirbelungen hinter dem Auto führten und damit das Überholen erschwerten.

Mercedes - Technik-Tricks - F1-Saison 2022
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Die kleinen Finnen auf dem Mercedes-Frontflügel wurden von der FIA noch vor dem ersten Einsatz wieder eingesackt.

Mercedes im Visier der FIA

Nur in zwei Fällen sah die überwachende Behörde Handlungsbedarf. Mercedes eckte vor allem mit seinen Frontflügeldesigns an. Für das Rennen in Austin ließen die Ingenieure kleine Finnen oben auf den Flaps montieren, um die anströmende Luft nach außen zu lenken. Es wurde argumentiert, dass es sich lediglich um Halter handele, die der Befestigung der einzelnen Flügelelemente diente. Doch die FIA zog die Lösung sofort aus dem Verkehr.

Bei der Art, wie Mercedes den Übergang zwischen dem Hauptflügel und den Endplatten gestaltet hat, gab es dagegen eine Schonfrist. Der horizontale und der vertikale Teil gehen am Silberpfeil nicht in einem Guss über, sondern stark zerklüftet. Es entsteht eine Öffnung, über die der Luftstrom früh nach außen entweichen kann. Diese Lösung soll mit einem veränderten Regeltext für 2023 nun nicht mehr erlaubt sein.

Auch Aston Martin bekam von den Schiedsrichtern die Gelbe Karte, durfte aber zunächst mit dem in Ungarn vorgestellten Heckflügel-Upgrade weiterspielen. Die Ingenieure hatten entdeckt, dass die Radius-Vorgaben an der Außenseite des Flügels nicht streng genug formuliert sind und der Anbau einer Endplatte nach oben möglich ist, wenn man sie nur etwas wulstig ausformt. Auch hier ist der Spaß jetzt vorbei. Das Reglement wurde entsprechend nachgebessert.

Aston Martin - Technik-Tricks - F1-Saison 2022
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Wenn Spiegelbefestigungen zu aerodynamischen Hilfsmitteln werden. In diesem Bereich erwarten wir 2023 noch mehr Auswüchse.

Aston Martin kündigt neue Tricks an

Die Fans müssen sich aber keine Sorgen machen. Die Geschichte der Formel 1 zeigt, dass es kein wasserdichtes Reglement gibt. Die FIA wird immer einen Schritt zu spät kommen. Aston-Martin-Designer Eric Blandin, der letztes Jahr erst von Mercedes ins Technikbüro nach Silverstone wechselte, hat bereits angekündigt, dass der neue AMR23 wieder ein paar clevere Lösungen zeigen wird.

"Wir haben die ganze Erfahrung aus dem Vorjahr in das 2023er-Modell gesteckt. Das Auto ist komplett neu. Mehr als 90 Prozent der Komponenten und mehr als 95 Prozent der aerodynamischen Oberflächen wurden im Vergleich zum Vorgänger verändert", verrät der Ingenieur. Der Neuwagen soll am 13. Februar vorgestellt werden. Die Fans können sich bereits auf die Enthüllung freuen.

"Wir haben ein paar clevere Innovationen implementiert. Sie sind das i-Tüpfelchen – nichts Entscheidendes, aber gut, wenn man sie hat", so Blandin. "Es ist immer toll, wenn man ein kleines Schlupfloch in den Regeln findet und zu seinem Vorteil nutzen kann. Aber leider kann man nur selten das ganze Auto darauf aufbauen. Deshalb muss die Basis stimmen. Dann kann man diese kleinen Dinge anfügen."

Um die Wartezeit bis zu den Präsentationen der Neuwagen zu verkürzen, zeigen wir Ihnen in der Galerie noch einmal einige Beispiele dieser kleinen interessanten Technik-Tricks aus der Vorsaison.

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