Lewis Hamilton - Charles Leclerc - Formel 1 - GP England - 3. Juli 2022 xpb.cc
Guanyu Zhou - Alfa Sauber - Formel 1 - GP England - 3. Juli 2022
Guanyu Zhou - Alfa Sauber - Formel 1 - GP England - 3. Juli 2022
Carlos Sainz - Ferrari - Formel 1 - GP England - 3. Juli 2022
Mick Schumacher - Haas F1 - Formel 1 - GP England - 3. Juli 2022 44 Bilder
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Ferrari-Taktik: Warum stoppt Leclerc nicht?

Falscher Sieger im Ferrari Warum darf Leclerc nicht an Box?

GP Großbritannien 2022

Ferrari ist in diesem Jahr für die Dramen zuständig. Auch wenn man gewinnt. Carlos Sainz feierte bei seinem 150.GP-Start seinen ersten Sieg. Das SafetyCar und ein überraschender Strategie-Split kosteten Charles Leclerc 13 Punkte.

Endlich hat Ferrari wieder gewonnen. Zum ersten Mal seit dem GP Australien. Und zum ersten Mal mit Carlos Sainz. Für den 27-jährigen Spanier passierte alles Gute auf einmal. Erste Pole Position, erster Sieg. Und das nach 150 GP-Einsätzen Warten. Sainz lag zwar länger in Führung als jeder andere Fahrer im Feld, doch erst in den letzten zehn Runden nach der Safety Car-Phase sah er so richtig wie ein Sieger aus.

Bis Esteban Ocon auf der alten Zielgerade ausrollte, hielt Charles Leclerc die besten Karten in der Hand. Der WM-Dritte war der schnellere der beiden Ferrari-Piloten, obwohl sein F1-75 im Startgetümmel nach einer Kollision mit Sergio Perez die rechte Frontflügelendplatte verlor. Das kostete nach Aussage der Ingenieure fünf Punkte Abtrieb. In der 31.Runde wurde Sainz gebeten für seinen Teamkollegen Platz zu machen, nachdem er nicht in der Lage war die Zielzeit von 1.32,2 Minuten zu fahren.

Sainz als Puffer für Leclerc

Ferrari spielte danach voll die Karte Leclerc und setzte Sainz als Puffer gegen Lewis Hamilton ein, der nach einem späten Boxenstopp von hinten heranstürmte. Hamiltons Reifen waren um 13 Runden frischer als die von Sainz und um neun Runden im Vergleich zu Leclerc. Aber der achtfache Silverstone-Sieger lag 15 Runden vor Schluss 6,1 Sekunden hinter Spitzenreiter Leclerc und 2,6 Sekunden hinter dem zweiten Ferrari. "Sainz hätten wir noch gekriegt. Mit Leclerc wäre es schwer geworden", schätzen die Mercedes-Ingenieure die Lage ein.

Das Safety Car nach Ocons Ausfall stellte alles auf den Kopf. Ferrari hatte mit seiner Doppelführung drei Optionen. Nur jeweils einer der beiden Fahrer stoppt oder beide. Die Strategen unter Inaki Rueda entschieden sich für einen, aber aus Sicht von Leclerc für den falschen. Dem zweifachen Saisonsieger werden größere Chancen im Titelrennen gegen Verstappen eingeräumt. Da der Red Bull-Pilot mit einem beschädigten Unterboden ins Mittelfeld abgetaucht war, war das eine goldene Gelegenheit ordentlich Punkte wettzumachen.

Ferrari - Formel 1 - GP England - 3. Juli 2022
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Bei Ferrari jubelte man über den ersten Sainz-Sieg.

Warten hätte Sainz nur einen Platz gekostet

Leclerc wurde gebeten mit seinen harten Reifen auf der Strecke zu bleiben. Das besiegelte seine Niederlage. Er konnte sich beim Re-Start gegen die Fahrer mit Soft-Reifen in seinem Rücken nicht verteidigen. Es war ein kleines Wunder, dass er nur zwei Plätze an Sainz und Hamilton verlor. Um ein Haar hätten auch Fernando Alonso und Lando Norris von ihrem Reifenvorteil profitiert.

Teamchef Mattia Binotto verteidigte die Entscheidung, Sainz den Vorzug zu geben. "Unsere Fahrer lagen zu eng zusammen. Der eine hätte auf den anderen warten müssen und dabei Plätze verloren. Die Reifen von Charles waren frischer, er war der Spitzenreiter, und wir wollten die Position nicht aufgeben. Mit dem Stopp von Carlos wussten wir, dass wir ihn als Schutz für Charles gegen Hamilton einsetzen können."

Tatsächlich hätte Sainz durch das Warten bei der Abfertigung hinter seinem Stallrivalen nur eine Position gegen Hamilton verloren. Alonso und Norris lagen über 40 Sekunden zurück. Ferrari musste auch keine Angst haben, dass Mercedes seinen Mann auf der Strecke gehalten hätte, wäre Leclerc an die Boxen gefahren. "Wir hatten im Vergleich zu Ferrari viel größere Probleme unsere Reifen aufzuwärmen. Lewis hätte mit den harten Reifen nach den Restart gegen die anderen auf den Soft-Reifen keine Chance gehabt. Für uns war immer klar, dass wir das Safety Car unter allen Umständen zum Wechsel auf Soft-Reifen genutzt hätten."

Leclerc machte nur 6 Punkte gut

Nur einmal an diesem Tag folgte Sainz den Befehlen seines Kommandostands nicht. Als er gebeten wurde, beim Re-Start Abstand zu Leclerc zu lassen, gab er am Funk zurück: "Ich regle das schon. Lasst mich mal machen." In diesem Augenblick wusste der Spanier dass die große Chance zum ersten GP-Sieg gekommen war. "Ich wollte vor Kurve 6 an Charles vorbei, um vorne zu flüchten und Charles nicht zu behindern, damit er sich gegen die anderen besser wehren kann."

Fernando Alonso - Carlos Sainz - Formel 1 - GP England - 3. Juli 2022
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Landsmann Fernando Alonso gehörte zu den ersten Gratulanten von Sainz.

Tatsächlich beschleunigte er sich mit dem besseren Grip der Soft-Gummis ausgangs Kurve 5 am Schwesterauto vorbei. Bis sich Leclerc, Hamilton, Perez, Alonso und Norris um die Vorfahrt im Kampf um Platz 2 geeinigt hatten, lag der spätere Sieger schon 3,8 Sekunden vorne.

Leclerc war nach dem Rennen verstimmt. "Wir verstehen, dass Charles enttäuscht war. Er lag vor dem Safety Car komfortabel in Führung. Und er hat sich auf seinen harten Reifen wunderbar gegen die anderen verteidigt", lobte Binotto. Am Ende der Saison wird man sich bei Ferrari aber vielleicht doch einmal fragen, ob diese Entscheidung klug war. Leclerc hätte19 Punkte auf Verstappen gutmachen können. So waren es nur sechs. Ferrari hätte Platz 1 und 3 belegen können. So waren es nur die Ränge 1 und 4.

Sainz glaubte an sich

Binotto hofft jetzt, dass der Sieg seinen zweiten Fahrer weiter beflügelt und dass Sainz in Zukunft in der Lage sein wird, den Red Bull wichtige Punkte wegzunehmen. "Carlos war an diesem Wochenende vielleicht nicht der schnellste Fahrer auf der Strecke, aber hat das Optimum aus seinen Möglichkeiten gemacht. Das ist seine Stärke." Der Sieger des GP England sah sich für viele Enttäuschungen entschädigt: "Ich hätte schon in Monaco und Kanada gewinnen können. Irgendwann musste es passieren. Du darfst nie aufhören, an dich zu glauben.

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