Jüri Vips - GP Spanien 2022 Red Bull

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Rassismus-Vorwurf: Red Bull schmeißt Vips raus

Nach rassistischer Äußerung Red Bull schmeißt Vips raus

Red Bull hat seinen Junior-Piloten Jüri Vips nach einer rassistischen Äußerung entlassen. Der Vorfall war vom Rennstall genauer untersucht worden. Der Este hatte sich zuvor öffentlich entschuldigt.

Eine harmlose Runde Zocken am Computer hat für Jüri Vips drastische Auswirkungen. Im Spiel mit seinem Red-Bull-Kollegen Liam Lawson verwendete der 21-Jährige ein rassistisches Schimpfwort. Dummerweise wurde die kleine Gaming-Runde live über Twitch in die ganze Welt gestreamt. Sein Arbeitgeber reagierte konsequent und sprach zunächst eine sofortige Suspendierung aus.

"Wir haben unseren Junior-Piloten mit sofortiger Wirkung von all seinen Aufgaben im Team entbunden", hieß es in einem offiziellen Red-Bull-Team-Statement. "Als Organisation verurteilen wir Beschimpfungen aller Art. Wir haben eine Null-Toleranz-Politik, was rassistische Sprache oder Verhalten angeht."

Jüri Vips - GP Spanien 2022
Red Bull
In Barcelona absolvierte Vips seinen ersten Red-Bull-Einsatz im Rahmen eines GP-Wochenendes.

Vips ohne Red-Bull-Zukunft

Der F1-Rennstall kündigte ebenso an, den Vorfall noch einmal genauer untersuchen zu wollen. Dabei sollte ermittelt werden, ob Vips noch eine Zukunft im Red-Bull-Kader hat. Erst Ende Mai durfte der Nachwuchsmann im Auftakttraining von Barcelona ein paar Runden im RB18 drehen. Er übernahm dabei das Cockpit von Sergio Perez.

Eine Woche später verkündete der Rennstall aus Milton Keynes, die Zusammenarbeit mit seinem Junior-Fahrer endgültig zu beenden. Vips ist damit seinen Job als Test- und Ersatzfahrer los. "Das Team verzeiht keine Form des Rassismus."

Im Rahmen der vom F1-Reglement vorgeschriebenen Junior-Einsätze war eigentlich geplant, dass Vips zu einem späteren Zeitpunkt der Saison auch noch ein erstes Freies Training für Max Verstappen absolviert. Dazu wird es nach Auflösung des Vertrags nicht mehr kommen. Seinen Platz in der Nachwuchsklasse Formel 2 im Hitech-Team darf der Este behalten. Hier stehen die nächsten Rennen am ersten Juli-Wochenende in Silverstone an. Das Team rüffelte Vips für sein Fehlverhalten, gibt ihm aber eine zweite Chance, um sich mit Taten zu rehabilitieren. Ein weiterer Fehltritt, und er darf seine Koffer packen.

Die Formel 2 kritisiert die Entscheidung von Hitech. "Sie ist überraschend für uns ausgefallen. Wir hätten sie so nicht getroffen. Wir werden die Situation gemeinsam mit ihnen mit großer Sorgfalt überwachen, um sicherzustellen, dass ein solches Verhalten angemessen behandelt wird."

Jüri Vips - GP Spanien 2022
Red Bull
Was wird aus Jüri Vips? Red Bull gibt ihm nach dem Rassismus-Skandal keine zweite Chance.

Vips-Fall erinnert an Kyle Larson

Der Junior-Pilot hatte nach dem Vorfall ein Statement über seinen Instagram-Account verbreitet, in dem er sein Verhalten bedauert: "Ich möchte mich uneingeschränkt für die beleidigende Wortwahl im Laufe eines Gaming-Streams entschuldigen. Die Sprache, die ich verwendet habe, ist komplett inakzeptabel und spiegelt keinesfalls meine Werte und Prinzipien wider. Ich bedauere meine Taten zutiefst", erklärte der Pilot.

Vips ist nicht der erste Rennfahrer, der über rassistische Beleidigungen im Zuge eines Gaming-Streams stolpert. Das prominenteste Beispiel betraf NASCAR-Pilot Kyle Larson, der Anfang 2020 genau wie nun Vips auf Twitch das "N-Wort" gebrauchte. Der US-Amerikaner wurde damals direkt von seinem Ganassi-Team rausgeschmissen.

Ein Jahr später gab Hendrick Motorsports Larson eine zweite Chance, die der Fahrer eindrucksvoll nutzte. Der geläuterte Pilot gewann am Ende der Saison 2021 den Titel in der NASCAR-Königsklasse, der sogenannten "Cup Series".

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