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McLarens neuer Plan: Erst 2025 Jahr der Wahrheit

McLarens Fahrplan Erst 2025 das Jahr der Wahrheit

Die neuen Regeln haben McLaren der Spitze nicht näher gebracht. Red Bull, Ferrari und auch Mercedes fahren außer Reichweite. McLarens Gegner heißt Alpine, bis die neue Infrastruktur in Woking steht. Der neue Fahrplan sieht vor, 2025 mit den Topteams konkurrieren zu können.

Seit 2018 ging es bei McLaren stetig bergauf. Erst Sechster, dann Vierter, dann Dritter 2020 und im Vorjahr Vierter nach langem Zweikampf mit Ferrari. Doch während die Scuderia in dieser Saison den Anschluss nach oben geschafft hat, und mit seinem neuen Auto sogar um die Weltmeisterschaft fahren kann, schlägt sich McLaren weiter mit dem breiten Mittelfeld herum. Alpine hat beim GP Österreich gleichgezogen. Es steht 81 zu 81.

Der Aufwärtstrend der letzten Jahre ist jedenfalls gestoppt. McLaren ist den Topteams der Formel 1 durch die neuen Regularien nicht näher gekommen. Der Abstand beträgt regelmäßig mehr als eine Sekunde. Nur in zwei Qualifyings schafften es beide McLaren-Fahrer in den dritten Durchgang. In Australien und Imola, die beste Phase des Teams in der bisherigen Saison. In Bahrain, Miami und Kanada reiste man ohne Punkte ab. Bereits drei Mal so oft wie in 22 Rennen 2021 zusammen.

McLarens bekannte Baustellen

Die Ausbeute hat sich in der ersten Saisonhalbzeit halbiert. Von 163 Punkten nach elf Rennen 2021 zu 81. "Die Ergebnisse der letzten Jahre und unser Aufschwung haben zu einer Erwartungshaltung geführt – intern wie extern -, die wir bremsen müssen", sagt Teamchef Andreas Seidl. "Die Leute glauben, dass wir mit unserem großen Namen, der Historie und dem Rückenwind doch oben mitfahren müssten. Aber zu den großen Teams fehlt es einfach."

Die Baustellen sind die bekannten. McLaren hat sie angepackt, doch kann sie nicht von heute auf morgen aus dem Weg räumen. Mehr als zehn Jahre war in den Teamstandort Woking nicht investiert worden. Es dauert, einen neuen High-Tech-Simulator und Windkanal zu bauen, wie ihn Mercedes und Ferrari haben. Der Simulator soll in diesem Jahr noch als Erstes ans Netz gehen. Der Windkanal nach Plan Ende 2022.

McLaren verrichtete seine Entwicklungsarbeit bis jetzt bei Toyota in Köln. Das kostet, weil die Wege nicht kurz sind, sondern lang und manchmal kompliziert. Stichwort Corona, Stichtwort Auflagen und Reisebeschränkungen. Dazu ist der Toyota-Windkanal nicht auf dem neuesten Stand der Formel-1-Topteams.

George Russell - Daniel Ricciardo - GP Österreich 2022 - Spielberg
Wilhelm
McLaren hat Mercedes-Power im Heck: Das Werksteam ist aber deutlich schneller, zumindest in den letzten Wochen.

2025 müssen Siege her

Das erste Auto, das McLaren mit seinen neuen Werkzeugen entwickeln wird, ist das 2024er-Modell. Und das auch nicht ausschließlich im neuen Windkanal, sondern vermutlich zu großen Teilen. Es dauert, bis der Windkanal richtig kalibriert sein wird, und die Ingenieure das Labor mit der echten Welt verheiratet haben, und der Windkanal zuverlässige Ergebnisse ausspuckt.

Insofern hat McLaren den eigenen Fahrplan angepasst. Ursprünglich hatte man 2024 als das Jahr der Wahrheit ausgerufen. Da wollte man mit den Topteams um Rennsiege fahren. Der aktuelle Rückstand ist aber zu groß, um das als realistisches Ziel vorzubringen. McLaren gibt sich ein Jahr mehr Zeit. 2025 müsse man spätestens zeigen, dass man den erhofften Schritt geschafft und den Anschluss an die Formel-1-Spitze hergestellt hat.

Mit den veralteten Werkzeugen und ohne eine moderne Infrastruktur am Campus Woking dürfte es nahezu unmöglich sein, Ferrari, Mercedes und Red Bull 2023 und 2024 einzuholen. Auch wenn die Entwicklungsmöglichkeiten mit den neuen Autos begrenzter sind. Dennoch glauben einige Experten, dass sich das Feld in den nächsten Saisons Stück für Stück zusammenschiebt.

Platz vier wäre Erfolg

Die Topteams haben neben den besseren Werkzeugen (Windkanal, Simulator und CFD) auch die besseren Strukturen. Überall sind Ferrari, Red Bull und Mercedes einen Schritt voraus – eine Erfahrung, die auch Alpine macht. Der Werksrennstall habe die besseren Voraussetzungen, um oben mitzufahren – heißt es von McLaren-Seite. Mit der Macht eines Großkonzerns im Rücken. Und doch bewegt man sich diese Saison auf einem Niveau, und die letzten Jahre darunter.

Die McLaren-Führung wertet es als Erfolg, 2022 mit den Franzosen um den vierten WM-Platz zu kämpfen. Für die Moral in der Mannschaft wäre es wichtig, in der Endabrechnung vor Alpine zu landen. Und auch die Gegner dahinter hat McLaren auf dem Schirm. Alfa Romeo hat ein schnelles, wenn auch zu unzuverlässiges Auto. Haas hat noch kein großes Upgrade gebracht, und war in Spielberg trotzdem so schnell wie die McLaren. In Ungarn will der US-Rennstall technisch nachlegen.

Diese Teams nähern sich von unten der Budgetobergrenze. McLaren kam dagegen von oben, und musste Personal abbauen. So etwas geht nicht geräuschlos vorüber und kann auch an der Moral rütteln. Anders bei Teams wie Alfa-Sauber, die sogar neue Mitarbeiter anwerben können.

Kevin Magnussen - Lando Norris - GP Österreich 2022 - Spielberg
Wilhelm
McLaren steckt im Mittelfeld fest: Platz vier ist das Maximum in dieser Saison.

Problemfall Ricciardo

Mit dem MCL36 ist McLaren kein großer Wurf gelungen. Eine Schwäche ist das Verhältnis aus Abtrieb und Luftwiderstand. Der Papaya-Rennwagen ist nicht effizient. Auf den Geraden stehen die Piloten an. Deshalb mag der McLaren besonders die Strecken nicht, auf denen es lange geradeaus geht. Wie in Bahrain, Aserbaidschan und Baku. Generell fühlt sich McLaren auch auf Strecken mit flachem Untergrund wohler – siehe Silverstone und Spielberg.

Wenigstens ist das neue Konzept in einem anderen Bereich ausgewogener. Früher war McLaren stark in schnellen und dafür schwach in langsamen Kurven. Das Verhältnis ist besser geworden. Man hat aktuell dennoch den Eindruck, dass es für Woking schwer wird, sich gegen Alpine durchzusetzen. Speziell, weil dort zwei Piloten regelmäßig punkten.

McLarens Sorgenkind heißt weiter Daniel Ricciardo. Der Australier hinkt besonders in der Qualifikation zurück. Da fehlt es ihm gegenüber Lando Norris. Manche sagen, weil es Ricciardo an Vertrauen fehle, am Limit mit leeren Tanks wirklich alles aus dem Auto zu holen. Es bewege sich mehr, als ihm lieb sei. Andere Stimmen im Fahrerlager urteilen, Norris sei einfach der schnellere Pilot.

Hilft Budget-Erhöhung?

Vielleicht befreit sich McLaren durch das höhere Budget gegen Alpine. Die Erhöhung von 3,1 Prozent oder 4,3 Millionen US-Dollar hilft den Engländern deutlich mehr. McLaren hätte die alte Kostenobergrenze von 141,2 Millionen aller Wahrscheinlichkeit gerissen. Alpine sie erst gar nicht erreicht. Die Erhöhung macht McLaren vermutlich von allen Teams am glücklichsten.

Die Topteams hätten gerne noch mehr gehabt. Jetzt wird in Woking evaluiert, ob der aufgestockte Budget-Cap finanziellen Spielraum schafft, noch mehr Upgrades aufzulegen. Mit dem großen Paket von Barcelona war McLaren nicht spürbar vorangekommen im Feld.

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