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Red-Bull-Doppelsieg in Imola: Wochenende fast perfekt

Erster Red-Bull-Doppelsieg nach sechs Jahren Das fast perfekte Wochenende

Red Bull hat in Imola den ersten Doppelsieg seit dem GP Malaysia 2016 gefeiert. Teamchef Christian Horner und Sportchef Helmut Marko erklärten anschließend, wie man nur zwei Wochen nach der herben Niederlage in Melbourne Ferrari auf heimischem Boden in die Schranken weisen konnte.

Die Formel 1 ist dieses Jahr unberechenbar. Nach den ersten vier Rennen hat Max Verstappen nun zwei Ausfälle und zwei Siege auf dem Konto. 14 Tage vor dem Triumph von Imola war Red Bull im Kampf mit Charles Leclerc noch völlig chancenlos. Das Pendel scheint wild hin und her zu schwingen.

"Wichtig war dieses Wochenende, dass wir den Mut bewiesen haben, trotz nur einem Freien Training unser Upgrade zu montieren. Deshalb stand am Ende auch ein Aerodynamiker mit auf dem Podium. Das war die richtige Antwort auf Melbourne", erklärte Sportchef Helmut Marko die Trendwende.

Teamchef Christian Horner fand noch einen anderen Grund: "Im Gegensatz zu Melbourne haben wir direkt ein perfektes Setup gefunden. Charles hatte hier mehr Probleme mit den Vorderreifen. Das hat uns die Oberhand gegeben." Auch Verstappen selbst betonte, wie wichtig die richtige Abstimmung ist: "Ohne die richtige Balance funktioniert das beste Auto nicht. Dazu muss man noch die Reifen in Schuss halten. Das ist mit diesen neuen Autos noch wichtiger geworden."

Max Verstappen - GP Emilia Romagna - Imola - 2022
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Die beiden Red Bull setzten sich am Start an die Spitze und liefen in dieser Reihenfolge 63 Runden später auch ins Ziel ein.

Perfektes Teamwork bei Red Bull

Auch die Zuverlässigkeit passte. Das ganze Wochenende lief die Red-Bull-Technik ohne Probleme. Am Ende sprang das fast perfekte Rennwochenende raus. Im Rennen gab es den Doppelsieg mit dem Bonuspunkt für die schnellste Rennrunde. Auch im Sprint hatte Verstappen maximal abgeräumt. Es ging nur ein einziger Zähler verloren, weil Perez beim Appetitanreger am Samstag Leclerc noch den Vortritt lassen musste. Doch das konnte man am Ende gut verschmerzen.

Red Bull verkürzte den Rückstand in beiden Wertungen massiv: "Wir sind hier volle Attacke gegangen", erklärte Horner. "Nach Melbourne wurde in den Fabriken in Milton Keynes und in Japan hart gearbeitet. Beide Fahrer waren hier direkt schnell unterwegs. Die Boxenstopps und die Strategie haben auch gepasst. Am Ende war es ein perfektes Teamwork und eines unserer besten Rennwochenenden überhaupt. Das gibt uns viel Selbstvertrauen für die nächsten Rennen."

Nur einmal geriet Perez im Rennen kurz unter Druck von Leclerc, als er in der Schikane über die Wiese rumpelte. Am Ende blieb Ferrari dann aber nur noch ein Verzweiflungsangriff mit einem zweiten Boxenstopp. "Sie hatten mit den Reifen vorne zu kämpfen. Weil Checo etwas Verkehr drohte, haben sie Charles reingeholt. Wir konnten das mit beiden Autos aber gut abwehren. Ihr Plan ging nicht auf", freute sich Horner.

Nach Ansicht des Red-Bull-Oberhaupts hätte Perez das Rennen auch locker auf den Medium-Reifen zu Ende fahren können. "Da wäre es für Charles sehr schwer geworden, Sergio noch einzuholen. Doch nach einer halben Runde haben wir gemerkt, dass wir auch mit einem zusätzlichen Stopp vorne bleiben. Wir hatten ein Delta von vier Sekunden. Charles ist zwar etwas näher rangekommen, aber er war nie nah genug dran für einen Angriff."

Red Bull - GP Emilia Romagna - Imola - 2022
Red Bull
Das Setup, die Zuverlässigkeit, die Boxenstopps, die Strategie und die Leistungen der Fahrer passten. Christian Horner sprach von einem perfekten Teamerfolg.

Leclerc bei Fehler noch im Glück

Perez selbst war nicht ganz begeistert von der Ferrari-Attacke: "Vorher hatte ich die Situation gut im Griff. Nach dem Boxenstopp musste ich erst einmal wieder die Reifen ins Fenster bringen. Das Rennen gegen Charles begann also von vorne." Verstappen wurde eine Runde nach seinem Teamkollegen ebenfalls auf die Soft-Reifen gesetzt, um sich den Bonuspunkt für die schnellste Runde zu sichern.

Anstatt Red Bull unter Druck zu setzen, verabschiedete sich Leclerc am Ende selbst aus dem Podiumskampf. Bei einem Ausrutscher in der Schikane beschädigte sich der Monegasse den Frontflügel. Der Reparaturstopp warf ihn auf Rang sechs zurück. "Er wollte den Abstand wohl unter eine Sekunde drücken, um an der DRS-Linie nach der Schikane nah genug dran zu sein. Er hatte Glück, dass er das Rennen überhaupt noch beenden und sechs Punkte sammeln konnte", so Horner.

Die Frage lautet nun, in welche Richtung das Pendel beim nächsten Rennen in Miami ausschlagen wird. Horner warnte davor, den Gegner zu unterschätzen: "Wir wissen, dass Ferrari hier etwas Pech hatte. Sie werden aber in zwei Wochen wieder ein harter Konkurrent sein. Und so wird es wohl auch den Rest der Saison bleiben." Marko fügte an, dass man den Titel auch nach der Niederlage in Melbourne nicht aus den Augen verloren habe: "Uns war immer klar, dass noch alles offen ist. Wir haben zwei starke Fahrer. Perez wird immer besser. Also blicken wir leicht optimistisch in die Zukunft."

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