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Die Baureihen F20 (Fünftürer) und F21 (Dreitürer) wurden von 2011 bis 2019 produziert. Im Jahr 2015 erfolgte ein Facelift mit überarbeiteter Front- und Heckpartie sowie modifizierten Scheinwerfern. Beide Varianten basieren auf derselben Plattform und teilen sich Technik und Motoren. Der F20/F21 war die letzte 1er-Generation mit Hinterradantrieb.
Das Motorenprogramm umfasste Benziner und Diesel mit unterschiedlichen Leistungsstufen:
Die Leistungsspanne reichte von 95 PS (114d) bis 340 PS (M140i). Bei den Dieselmotoren kamen zunächst N47-Aggregate zum Einsatz, später die B37 und B47-Motoren. Die Benziner wechselten von der N-Serie (N13, N20) zur modularen B-Serie (B38, B48).
Serienmäßig wurde ein 6-Gang-Schaltgetriebe verbaut. Optional stand eine 8-Gang-Automatik von ZF zur Verfügung. Diese Wandlerautomatik gilt als eine der ausgereiftesten ihrer Art und wurde von BMW über den gesamten Produktionszeitraum angeboten.
BMW bot verschiedene Ausstattungspakete an:
Darüber hinaus gab es die M-Performance-Modelle M135i/M140i.
Mehrere Motorenbaureihen im F20/F21 sind für Probleme mit der Steuerkette bekannt:
N47-Diesel (116d, 118d, 120d bis circa 2014): Die Steuerkette ist bei diesem Motor auf der Getriebeseite verbaut, was einen Ausbau des Motors für den Wechsel erforderlich macht. Das Problem trat verstärkt bei Fahrzeugen der frühen Baujahre auf. BMW hat im Laufe der Produktion Verbesserungen an der Steuerkette und den Führungsschienen vorgenommen.
N13-Benziner (116i, 118i mit Vierzylinder): Auch dieser Motor zeigt Verschleiß an Steuerkette und Kettenspanner. Betroffen sind vor allem Fahrzeuge der frühen Produktionsjahre.
N20-Benziner (120i, 125i): Der Vierzylinder-Turbobenziner kann ebenfalls Steuerkettenprobleme entwickeln, insbesondere bei höheren Laufleistungen oder unregelmäßiger Wartung.
Typische Anzeichen für eine verschlissene Steuerkette:
Bei Gebrauchtwagen mit N47-, N13- oder N20-Motor sollte die Steuerkettenhistorie geprüft werden – idealerweise liegt ein Nachweis über einen bereits erfolgten Wechsel oder eine Inspektion vor. Die Nachfolgemotoren B47 (Diesel) und B38/B48 (Benziner) ab circa 2014/2015 zeigen diese Problematik nicht mehr.
Neben der Steuerkette sollten folgende Punkte geprüft werden:
Im TÜV-Report zeigt sich der BMW 1er F20/F21 insgesamt solide. Das Fahrwerk verhält sich weitgehend unauffällig, und die Bremsen werden kaum beanstandet. Lediglich die Handbremse fällt gelegentlich durch zu geringe Anzugskraft auf. Bei älteren Exemplaren sollte auf Ölverlust geachtet werden.
Der BMW 1er F20/F21 erreicht bei regelmäßiger Wartung hohe Laufleistungen. Fahrzeuge mit 150.000 bis 200.000 Kilometern sind auf dem Gebrauchtwagenmarkt keine Seltenheit. Entscheidend ist ein lückenloses Serviceheft und die Wartung gemäß Herstellervorgaben. Bei den B47- und B48-Motoren sind auch Laufleistungen jenseits von 250.000 Kilometern dokumentiert.