Auf den ersten Blick gibt sich der Prototyp kaum verändert. Silhouette, Proportionen und Flächengestaltung entsprechen weiterhin dem bekannten Erscheinungsbild. Erst bei genauerem Hinsehen werden Anpassungen sichtbar.
Exterieur: Schluss mit Vier-Augen-Grafik
An der Front arbeitet Bentley mit Tarnaufklebern, die die bisherige Vier-Augen-Grafik der Scheinwerfer imitieren. Darunter verbirgt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit eine neue Lichtsignatur. Vieles deutet darauf hin, dass sich der Flying Spur künftig stärker am jüngst überarbeiteten Bentley Continental GT orientiert, der auf ein einteiliges Scheinwerferlayout umgestellt wurde. Ergänzt wird dies durch eine modifizierte Frontschürze mit breiterem unteren Lufteinlass sowie neu gestalteten Luftführungen. Auch der Kühlergrill dürfte ein angepasstes Innenleben erhalten, ohne seine grundsätzliche Form zu verändern.
Am Heck bleibt die Geometrie der Leuchten offenbar erhalten, jedoch deutet die großflächige Tarnung auf eine überarbeitete Grafik hin. Zusätzlich sind Änderungen an Stoßfänger und Diffusor wahrscheinlich.
Plattform und Innenraum: Detailpflege im Hintergrund
Technisch setzt Bentley weiterhin auf die MSB-Architektur des Volkswagen Group, die auch beim Porsche Panamera zum Einsatz kommt. Eine grundlegende Neuausrichtung ist nicht zu erwarten.
Im Innenraum hält sich die Tarnung bislang hartnäckig. Das spricht erfahrungsgemäß für ein Update der Infotainment- und Softwarearchitektur. Das bekannte Layout dürfte bestehen bleiben, ergänzt um modernisierte Anzeigen und Funktionen. Charakteristische Elemente wie das drehbare Zentraldisplay gelten als gesetzt.
Antrieb: Plug-in-Hybrid als Basis
Konkrete Angaben zu den Antrieben liegen noch nicht vor. Vieles spricht jedoch dafür, dass Bentley die bestehende Plug-in-Hybridstrategie fortführt. Der aktuelle V8-Biturbo in Kombination mit einem Elektromotor liefert je nach Ausbaustufe bis zu rund 770 PS Systemleistung.
Ob im Zuge des Facelifts Anpassungen an Effizienz oder Leistungscharakteristik erfolgen, bleibt offen. Denkbar wäre eine stärkere Gewichtung des elektrischen Anteils zur Optimierung von Emissionen und Verbrauch.
Marktstart
Ein konkreter Termin ist bislang nicht bestätigt. Aus Entwicklungsstand und Tarnungsgrad lässt sich jedoch ableiten, dass Bentley die Modellpflege in den kommenden Monaten finalisiert.
Eine Weltpremiere gilt für Ende 2026 als wahrscheinlich, mit einem Marktstart kurz darauf. Spätestens Anfang 2027 dürfte der überarbeitete Flying Spur bei den Händlern stehen.












