Porsche unterbricht die Produktion: Taycan-Nachfrage zu gering

Schließtage in Zuffenhausen
Porsche unterbricht die Taycan-Produktion

ArtikeldatumVeröffentlicht am 22.05.2026
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Porsche Taycan Facelift (2026) inkl. Manthey-Kit
Foto: Porsche

Hintergrund sind rückläufige Verkaufszahlen und eine schwächere Nachfrage nach dem Elektro-Sportwagen Taycan . Bereits Anfang Mai hatte es einen ersten sogenannten "Schließtag" gegeben. Auf Anfrage von auto motor und sport bestätigt Porsche die Maßnahmen. Ein Unternehmenssprecher erklärt: "Wir richten unsere Fertigung nach der Auftragslage aus, dadurch kommt es naturgemäß zu Schwankungen. Darüber hinaus sind Schließtage notwendig, um in der Produktion erforderliche Instandhaltungs- und Umbaumaßnahmen vorzunehmen."

Der vollelektrische Taycan ist offenbar besonders von der schwächelnden Nachfrage betroffen. Er wird in Zuffenhausen gefertigt. Porsche hatte im ersten Quartal 2026 weltweit nur noch 3.420 Fahrzeuge des Modells ausgeliefert – ein Minus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt gingen die weltweiten Porsche-Auslieferungen im ersten Quartal 2026 um 15 Prozent auf 60.991 Fahrzeuge zurück. Besonders stark brach der Absatz in China ein, hier sind es minus 21 Prozent.

Porsche hält an der neuen Strategie fest

Als Reaktion auf die schwächere Nachfrage nach Elektroautos richtet Porsche seine Modellstrategie derzeit neu aus. Der Sportwagenbauer will bestehende Verbrenner- und Plug-in-Hybridmodelle länger anbieten als ursprünglich geplant. Betroffen sind unter anderem Cayenne und Panamera, die laut Porsche bis weit in die 2030er-Jahre mit Verbrennungsmotor erhältlich bleiben sollen.

Gleichzeitig hält der Autohersteller an der Elektromobilität fest und investiert weiter in neue Elektroplattformen und Modelle. Mehrere Elektroprojekte werden jedoch zeitlich gestreckt. Auch die ursprünglich rein elektrisch geplante neue SUV-Baureihe oberhalb des Cayenne soll zunächst mit Verbrenner- und Hybridantrieb kommen.

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