Dacia Striker: Keine Lust auf Touch-Gefummel? Das ist Euer Auto!

Dacia Striker Erster Innenraum-Check
Keine Lust auf Touch-Gefummel? Das ist Euer Auto!

ArtikeldatumZuletzt aktualisiert am 08.07.2026
Als Favorit speichern

Dacia greift mit dem neuen Striker erneut im Kompaktsegment an. Auf den ersten Blick könnte man ihn für einen Kombi halten, doch die Rumänen wollen ihren Neuling anders positioniert sehen: Nämlich als Crossover, der "Kombi, SUV und Limousine" zusammenbringen will. Innen zeigt sich schnell: Hier soll es praktisch zugehen, ohne dass der Striker gleich als Verzichtserklärung durchgeht. Ein Basispreis unter 25.000 Euro ist bereits angekündigt, bestellt werden kann ab Oktober, auf die Straße rollt er im Dezember – unter anderem als Hybrid mit elektrischem Allradantrieb.

Kopffreiheit? Eher "geht so"!

Schon beim ersten Probesitzen wird klar, wen Dacia im Blick hat: preisbewusste Menschen, die im Alltag viel Auto für ihr Geld erwarten. Hinten sitzt man grundsätzlich bequem; die Polster machen einen soliden ersten Eindruck und dürften auch auf der Langstrecke komfortabel bleiben. Der Haken: Die Kopffreiheit ordnet sich eher in die Kategorie "geht noch" als "üppig" ein. Die Sitzposition im Fond fällt relativ hoch aus, gleichzeitig ist der Striker mit 1,53 Meter recht flach gebaut. In der Praxis heißt das: Wer um die 1,73 Meter misst, kommt klar, größere Mitfahrer könnten je nach Sitzposition und (Glas-)Dach jedoch schnell an Grenzen stoßen. Für Familien mit großen Teenagern ist das ein Punkt, den man vor dem Kauf unbedingt beachten und ausprobieren sollte.

Praktisch wird’s dennoch: Hinten gibt es eine kleine Mittelkonsole mit zwei Becherhaltern, dazu zwei USB-Ports fürs Laden des Smartphones – mehr braucht es im Alltag oft nicht. Dacias "Youclip"-System (die flexible Clip-/Halter-Lösung, die man von anderen Modellen kennt) ist ebenfalls an Bord. Und: Das robuste Material "Starkle", das außen in Stoßfängern und Radläufen steckt, hält erstmals im Innenraum Einzug – allerdings profitieren davon vor allem die vorderen Passagiere.

Dacia Striker mit echten Knöpfen und Tasten

Vorn bleibt der Striker ein echter Dacia: viel Kunststoff, teils Hartplastik, teils aufgeschäumt, dazwischen textile Flächen – unaufgeregt, zweckmäßig, nicht geschniegelt. Bei der Bedienung setzt der Striker auf ein 10,1-Zoll-Touch-Display (je nach Ausstattung mit oder ohne Navi), Smartphone-Spiegelung geht aber in jedem Fall. Gut: Die Klimatisierung und viele Grundfunktionen werden weiterhin über echte Tasten und Regler bedient, auch am Lenkrad gibt’s reichlich Knöpfe. Wer keine Lust auf Touch-Gefummel hat, dürfte sich hier schnell zu Hause fühlen.

Spannend (und ein bisschen gewöhnungsbedürftig) ist das Kombiinstrument: Dacia verbaut das "LightVisio"-System in jeder Version. Dabei schaut man nicht direkt auf ein klassisches Display, sondern auf eine Spiegelung – die Infos wirken dreidimensional, als würden sie im Raum schweben. Sieht modern aus, könnte aber nicht jedem liegen, weil es optisch eben anders funktioniert als ein herkömmliches Digital-Cockpit. Am besten: kurz einsteigen, draufschauen, selbst entscheiden.

Faire Basisausstattung, darüber gibt's eine Neuerung

Bereits in der Basisausstattung ist der Dacia Striker fair bestückt: Manuelle Klimaanlage, Parksensoren, Rückfahrkamera sowie elektrische Fensterheber vorn und hinten sind immer dabei. Neu ab der mittleren Linie ist die Auto-Hold-Funktion – im Stadtverkehr ein echtes Komfort-Plus, weil man an der Ampel den Fuß von der Bremse nehmen kann, ohne dass das Auto losrollt.

Fazit