Erlkönig Ferrari Purosangue Stefan Baldauf
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Erlkönig Ferrari Purosangue 28 Bilder
SUV

Ferrari Purosangue (2022): Bilder und Infos zum Ferrari-SUV

Ferrari Purosangue (2022) Erste Bilder vom Ferrari-SUV

Ferrari bringt spätestens 2022 einen SUV auf den Markt, der den Namen Purosangue trägt. Das Modell ist der erste Viertürer der Marke. Als Antrieb dient ihm ein V6-Hybrid, als Basis eine neue Frontmotor-Allradantriebsplattform.

Der Purosangue (übersetzt: Vollblut) bedeutet eine Zäsur: Lange hatte sich der verstorbene Fiat/Chrysler-Boss Sergio Marchionne gegen einen Offroader gewehrt: "Vorher muss man mich erschießen", antwortete er 2016 auf die Frage nach einem Ferrari-SUV. Im August 2017 machte er seine geänderte Haltung publik, als er vor den Anlegern die Unternehmenszahlen für das zweite Quartal präsentierte. Das Zitat blieb dasselbe. Allerdings setzte es Marchionne in einen anderen Zusammenhang. Man möge ihn erschießen, wenn Ferrari mit einem ähnlichen SUV wie BMW, Bentley oder Porsche auf den Markt stürme.

SUV und Ferrari passen nicht zusammen

Auch beim neuen Ferrari-Chef Louis Camillerie passen die Wort "Ferrari" und "SUV" nicht zusammen. Er sei anfänglich ziemlich skeptisch gewesen, so Camillerie, aber das Konzept habe ihn überzeugt. Jetzt sagt er, dass er ein enthusiastischer Unterstützer des Projekts sei. Schließlich verbreitere es die Kundenschicht, insbesondere in China, wo Gutbetuchte die Marke schätzen, aber nicht mehr vom Sportwagen träumen. Die Konkurrenz von Porsche, Lamborghini und Bentley sowie Maserati haben ihre Verkäufe allesamt dank SUV-Modellen belebt. Und selbst die Nobel-Marke Rolls-Royce hat mit dem Cullinan einen SUV in Angebot.

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Apropos Maserati: Der Ferrari Purosangue orientiert sich am Maserati-SUV Levante, der seit 2016 auf dem Markt ist. Allerdings basiert er auf der neuen Frontmotor-Plattform (Front-Mid-Engine Architecture) und erhält einen weit hinter der Vorderachse eingebauten V6-Turbo-Motor, der über ein an der Hinterachse verbautes Doppelkupplungsgetriebe alle vier Räder antreibt. Dort gesellt sich auch ein E-Motor für das Hybrid-System dazu. Den Purosangue können Kunden auch ohne Hybrid-Antrieb ordern. Das System dürfte sich an dem des Ferrari GTC4 Lusso orientieren: Frontmittelmotor, Transaxle-Getriebe, quergesperrter Hinterradantrieb – nur eben mit einem Sechszylinder.

Turbo-Technik aus der Formel 1

Zum neuen Turbo-Motor hat sich Ferrari eine neue Turbokonfiguration patentieren lassen. Diese lehnt sich an die in der Formel 1 verwendete Anordnung an. Im Abgastrakt soll eine mit einem Generator verknüpfte Turbine die Abgasenergie in Strom umwandeln. Über eine Pufferbatterie wird der Strom dann einem elektrisch angetriebene Verdichter auf der Einlassseite zugeführt. Damit wollen die Italiener ein Turboloch vermeiden. Da die abgasseitige Turbine zugleich als eine Art Ventil ausgelegt ist, soll das System einem V8 oder einem V12 beim Sound kaum nachstehen.

Das Hybrid-System, die Cockpitausführung mit neuer Elektronik, Head-up-Display und Infotainment dürften im Schulterschluss mit Maserati erfolgen. Auch das aktuelle Thema Leichtbau findet sich im Ferrari-SUV dank verschiedener Materialien wie Kohlefaser und Aluminium wieder.

Purosangue als SUV-Coupé

Ferrari Purosangue
Ferrai
Der V6-Motor kommt in der neuen Architektur zum Einsatz.V12- und V8-Motoren wird es auch weiterhin bei Ferrari, modifiziert, geben.

Die neue Plattform erlaubt zudem eine flexible Ausrichtung. V6- und E-Motor sowie Getriebe sind in ihren Positionen gesetzt, der Radstand ist jedoch ebenso variabel wie die Anzahl der Sitze und die Fahrzeughöhe. So lassen sich Zweisitzer, 2+2-Sitzer und eben der viersitzige Purosangue realisieren. In einer ersten Zeichnung der neuen Frontmotor-Allradantriebs-Plattform sind die Umrisse eines Ferrari zu sehen. Klar, sie zeigen noch nicht den neuen Ferrari-SUV, geben aber die Richtung vor. Das neuen Modell wird, so Camillerie eher eine Coupéform erhalten und nicht so groß wie der der über fünf Meter lange und zwei Meter breite Lamborghini Urus ausfallen. Das bestätigen nun auch die ersten Erlkönig-Bilder des Purosangue, die auto-motor-und-sport.de exklusiv zeigen kann.

Der Viertürer erscheint noch stark getarnt in einer Coupéform und mit ein wenig mehr Bodenfreiheit. Das Dach neigt sich stark nach hinten und mündet in einen Dachkanten-Spoiler mit dritter Bremsleuchte. Die Ladeklappe bietet einen großen Ausschnitt, das Heckfenster fällt jedoch schmal aus. Die Leuchten ragen in die Klappe hinein. Ein breiter Diffusor sowie doppelflutige Auspuffendrohre prägen die Heckansicht, wobei die Abgasanlage auf diesen Bildern noch nicht der Serienform entspricht. Dafür erkennen wir aber kräftig ausgestellte Radhäuser sowie signifikante Sicken an der Seite. Die Türen verfügen über klassische Bügelgriffe. Durch das geöffnete Fenster ist ein Teil der Cockpitabdeckung zu erkennen. Die Konkurrenten im Bereich der Luxus-SUV sehen Sie in unserer Fotoshow.

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Fazit

Jetzt auch Ferrari. Lange konnte sich die Marke mit dem aufsteigenden Pferd dem SUV-Boom entziehen, nun ziehen auch sie mit einem Modell in den Reigen der Luxus-SUV ein – wobei Ferrari hier nicht den Weg des martialischen Mega-SUVs geht. Sie schaffen mit dem Purosangue ein filigraneres SUV-Coupé.

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