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SUV

Hyundai Santa Cruz: Neuer Kompakt-Pick-up mit Tucson-Genen

Hyundai Santa Cruz (2022) Neuer Kompakt-Pick-up mit Tucson-Genen

Mit dem Santa Cruz bringt Hyundai einen neuen kompakten Pick-up auf den Markt – allerdings vorerst nur in den USA. Jetzt haben die Koreaner die Serienversion enthüllt.

Geschichte wiederholt sich: Die Idee, aus einem normalen Pkw einen Pick-up mit offener Ladefläche zu machen, ist alles andere als taufrisch. Sie begann auch lange vor dem Chevrolet El Camino aus den 1960er Jahren, den viele heute als Urvater dieser Art Auto sehen. Die Umformung eines SUV zum Pritschen-Transporter ist ebenso wenig neu, wenn man sich an den Chevrolet Avalanche oder die Subaru-Modelle Brat und Baja erinnert. All diese genannten Kreationen hatten jedoch eines gemeinsam: einen recht übersichtlichen Verkaufserfolg.

Umso mehr überraschte Hyundai auf der North American International Auto Show in Detroit 2015 mit einem neuerlichen Versuch, dieses Thema zu interpretieren. Doch aus der durchaus stimmig gestalteten Studie ist nun tatsächlich ein Serienauto geworden, das Hyundai jetzt vorgestellt hat und das ab Sommer 2021 auf den US-Markt kommt.

Hyundai Santa Cruz mit stimmigem Design

Der Hyundai Santa Cruz hat ähnlichen Konzepten auch als Serienauto eines voraus: ein gefälliges Design. Statt einem gewöhnlichen Kombi einfach die Heckpartie herauszusägen, ist der Hyundai Santa Cruz wie aus einem Guss geformt. Die geduckte, langgestreckte Silhouette wird durch die hohe Gürtellinie und die großen Radhäuser optisch noch verstärkt.

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Im Stil des Hyundai Tucson trägt auch der Santa Cruz die im segmentierten Grill versenkten LED-Leuchten.

Im Gegensatz zur sechs Jahre alten Studie überrascht der Hyundai Santa Cruz jedoch vor allem an der Front. Wo das 2015er Concept Car noch mit einem grimmigen Gesichtsausdruck verkniffen dreinblickte, zeigt sich das Serienmodell jetzt mit der vom Hyundai Tucson bekannten Optik, in der viele kleinere LED-Einheiten im Grill versenkt sind.

Santa Cruz als neuer Pickup-Crossover

Hyundai spricht davon, mit dem Santa Cruz eine neue Fahrzeugkategorie geschaffen zu haben, aber das ist eher als PR zu sehen (siehe oben, die Geschichte kennt viele Vorbilder). Das gibt Hyundai indirekt selbst zu: Als Wettbewerber wird ausdrücklich der Honda Ridgeline aufgeführt, der mit einem sehr ähnlichen Konzept um Kundschaft wirbt.

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Direkt riesig ist die Ladefläche nicht. 121 Zentimeter oben, 132 unten beträgt die Länge.

Allerdings ist der neue Santa Cruz etwas kompakter als die üblichen Midsize-Pick-up in den USA. Mit 4,97 Meter Länge, 1,9 Meter Breite, 1,69 Meter Höhe und einem Radstand von glatten drei Metern unterbietet er die Konkurrenz zum Teil deutlich, für US-Verhältnisse ist der Santa Cruz fast ein Kompaktklasse-Pick-up.

Zwei Benziner, mit Turbo und ohne

Als Standard-Motorisierung kommt ein 2,5-Liter-Direkteinspritzer-Benziner, der 190 PS leistet. Er wird mit einem klassischen Wandler-Automatikgetriebe mit acht Gängen verbandelt. Etwas zackiger wird die zweite Variante auftreten, dort kommt zwar derselbe Vierzylinder zum Einsatz, allerdings mit Turbo-Aufladung und munteren 275 PS. Bei dieser Maschine ist dann ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe für die Kraftverteilung zuständig.

Allradantrieb ist bei beiden Varianten serienmäßig, hier handelt es sich um einen elektronisch geregelten Allrad mit variabler Kraftverteilung, aber ohne Gelände-Untersetzung. Nachvollziebar, denn nicht nur die Front-Optik, auch die Technik-Plattform stammt von der US-Version des Hyundai Tucson.

Neben den heute üblichen Assistenz- und Sicherheitssystemen bietet der Hyundai Santa Cruz auch eine besonders umfangreiche Einbindung von Smartphones. Kabelloses Apple Car-Play und Android Auto sowie eine App zur Fahrzeug-Statusabfrage gehören zwar inzwischen bei modernen Fahrzeugen zum guten Ton, der "Digital Key" ist allerdings nach wie vor etwas Besonderes: Diese Funktion ersetzt den klassischen Fahrzeugschlüssel, Fahrzeugbesitzer können den Santa Cruz entsprechend per Handy öffnen und starten. Allerdings funktioniert das aktuell nur mit Android-Geräten.

Preise wurden bei der Präsentation noch keine genannt. Dafür jedoch der Produktionsstart: ab Juni ´21. Hyundai will für die Produktion des Santa Cruz in Montgomery, Alabama, wo auch der US-Tucson vom Band läuft, langfristig bis zu 1.200 Arbeitskräfte zusätzlich einstellen.

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Fazit

Mit dem Hyundai Santa Cruz versuchen sich die Koreaner erstmals im Haifischbecken des US-Pick-up-Markts. Dort lässt sich zwar alleine aufgrund der schieren Größe dieses Markts auch als Außenseiter Geld verdienen. Doch um von der traditionsbewussten Pick-up-Kundschaft in Amerika wirklich ernst genommen zu werden, wird Hyundai einige Überzeugungsarbeit leisten müssen. Im Vergleich zum glücklosen Honda Ridgeline ist zumindest das Kapitel Optik gut gelungen. Ob ein klassischer US-Pick-up-Käufer jedoch für 1,5 Tonnen Anhängelast und eine gerade einmal 125 Zentimeter lange Ladefläche mehr als ein amüsiertes Kichern übrig hat, wird sich erst noch zeigen müssen.

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