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Kia Concept EV9
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03/2022, Kia Concept EV9
Kia Concept EV9 30 Bilder
SUV

Kia EV9: Großer Elektro-SUV kommt 2023 nach Europa

Kia EV9 (2023) ab 54.000 US-Dollar Elektro-Edel-SUV kommt auch nach Europa

Kia präsentierte auf der L.A. Auto Show im Herbst 2021 mit dem Concept EV9 einen rein elektrischen SUV. Dieser kommt als Serienversion 2023 auf dem Markt – und zwar auch offiziell in Europa. Zu diesem Zeitpunkt möchten die Koreaner bereits elf elektrische Autos am Start haben. Auch eine erste Preiseinordnung gibt es.

Die vollelektrische SUV-Studie erscheint mit einer hoch aufragenden Front und trägt dort extrem schmale LED-Scheinwerfer sowie weitere LED-Lichtelemente, die die Front optisch einrahmen. Kia will das "Tigergesicht" seiner Modelle für die Elektro-Fahrzeuge "digitaler" gestaltet haben, auch weil die EVs keinen traditionellen Kühlergrill mehr benötigen. Stattdessen soll die Front geschlossen und farbig daherkommen und wie beim Concept EV9 ein "Sternenwolkenmuster" aufweisen. Hier ist die Lichteinheit im abgeschalteten Modus nicht sichtbar. Ist das Licht aktiviert, vollführt es eine Welcome-Szene und zeigt schließlich ein vertikales Tagfahrlicht.

Das massive SUV-Concept-Car soll indes aerodynamisch optimiert sein. Neben einer verbesserten Luftführung an der Front führen eine ausfahrbarer Dach-Reling sowie schmale Kameraspiegel zu einer besseren Luftführung. Im Bereich der kantigen Haube ist ein Solarmodul als weitere Energiequelle eingesetzt. Die Radhäuser der Studie sind massiv ausgestellt. Die Windschutzscheibe des SUV steht steil und führt den Blick über ein lang gezogenes Dach inklusive Panoramafenster nach hinten.

Kia EV9 wird der Top-SUV der EV-Baureihe

Dort mündet es in einen Dachkantenspoiler. Das extrem kantige Design der Front spiegelt sich auch am Heck wider. Hoch aufragend begrenzen schmale LED-Leuchten die Karosserie, die auch in der Seitenansicht von den skulpturalen Radkästen mit darin hausenden 22-Zoll-Felgen dominiert wird.

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Den hochflexiblen und hellen sowie dreireihigen Innenraum betreten Fahrer und Beifahrer über gegenläufig öffnende Türen. Eine störende B-Säule gibt es nicht. Vorne trennt eine breite, aber filigrane Mittelkonsole die beiden Passagiere. Der stufige Armaturenträger beherbergt einen großen 27-Zoll-Wide-Screen, der die Cockpit- und Infotainment-Darstellungen übernimmt. Der Fahrer greift in ein schmales, fast rechteckiges Lenkrad mit nur einer Speiche, das sich komplett einklappen lässt, um den Innenraum zu erweitern. Recycelte Materialien und veganes Leder sollen den hohen Nachhaltigkeits-Anspruch unterstreichen.

Dieses Interieur umfasst drei Modi. Der "Active Mode" stellt das traditionelle Fahren dar; die zwei weiteren Konzepte sind für Phasen gedacht, in denen das Auto steht. Im "Pause Mode" wird der Innenraum zur Lounge, in der die Passagiere zueinander positioniert sind. Die zweite Sitzreihe wird zu einem Tisch umfunktioniert. Im "Enjoy"-Modus öffnet sich die Heckklappe und die dritte Sitzreihe wird nach außen gedreht. So können die Reisenden ihre Pause im Fahrzeug verbringen und gleichzeitig geschützt in der Natur sein.

Das Concept EV9 misst 4.930 mm in der Länge, ist 2.055 mm breit und 1.790 mm hoch und hat einen Radstand von 3.100 mm. Diese Abmessungen dürfte dann auch die Serienversion EV9 aufweisen; Gleiches gilt für das Grund-Layout der Karosserie. Trotz seiner Größe wird der EV9 in fünf Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. Der SUV verfügt über eine Reichweite von 540 Kilometern und kann in sechs Minuten Strom für 100 Kilometer laden.

Kia EV9 kostet in den USA rund 54.000 US-Dollar

Neben der Möglichkeit, Over-the-Air-Updates zu empfangen, sind auch "Features on demand", also kostenpflichtige Service-Dienste, möglich. Außerdem wird das Modell als erster Kia mit der autonomen Fahrfunktion "Auto Mode" ausgerüstet sein. Auch zum Preis gibt es eine erste Einschätzung. Nach Angaben von Kia-America-COO Steven Center orientiert sich der Preis für den EV9 an der Differenz zwischen dem Niro EV und dem Niro Hybrid oder dem EV6 und dem Sportage. Das wären beim EV9 rund 15.000 US-Dollar mehr als der konventionell betriebene Telluride kostet. Dieser steht ab 39.090 US-Dollar in der Liste, der EV9 würde entsprechend 54.000 Dollar kosten.

Kia EV9 steht auf der E-GMP-Plattform

Der Fullsize-SUV wird auch in der Serienversion den Namen Kia EV9 tragen. Die Koreaner hatten bereits in einer Strategie-Präsentation die Namen EV1 bis EV9 für neun neue Elektro-Autos bekannt gegeben. Das Modell basiert auf der E-GMP-Plattform (Electric Global Modular Platform).

Die wichtigsten Daten der Electric Global Modular Platform:

  • Sportliches Modell: unter 3,5 s für 0 – 100 km/h
  • Topspeed: 260 km/h
  • Maximalleistung: 600 PS
  • Reichweite Basismodell: 500 km (WLTP)
  • Ladedauer: 18 Minuten für 80 Prozent Ladung; fünf Minuten für 100 Kilometer
  • Ladetechnik: 800 Volt, ohne Adapter auch Aufladung an 400-Volt-Stationen
  • Bidirektionales Laden: Vehicle-2-Load mit 3,5 kW
  • Heckantrieb, mit weiterem Motor Allradantrieb
  • IDA Integrated Drive Axle
  • Fünflenker-Hinterachse

Im Hyundai-Kosmos bleibt der Kia-SUV indes nicht allein. Ähnlich wie beim Kia EV6 legt der Konzern auf der gleichen Elektro-Plattform Modelle von Hyundai und Genesis auf. Aktuell sind es der Hyundai Ioniq 5 sowie der Genesis GV60. Dieser Tradition treu bleiben die Koreaner auch beim großen Elektro-SUV. Nur wenige Tage nach dem EV9 feierte die Studie zum Hyundai Ioniq 7 Premiere. Beide Modelle zielen auf Konkurrenten wie Tesla Model X oder Mercedes EQS SUV ab.

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Fazit

Kia zeigt mit dem Concept EV9 seinen Luxus-SUV, der die Baureihe krönen wird. Das Modell kann mit Fug und Recht als elektrischer Telluride tituliert werden und wird auch als Hyundai Ioniq 7 ein SUV-Geschwisterchen bekommen. Die Studie dürfte in weiten Teilen der Serienversion entsprechen und kommt auf den Markt – und zwar auch in Europa, wie nun bestätigt wurde.

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Kia will bis 2027 insgesamt 14 Elektroautos an den Start bringen.

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