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Koenigsegg Gemera

Hyper-GT mit 1.700 PS und acht Cupholdern

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Der schwedische Supersportwagen-Hersteller hat seinen ersten Mega-GT vorgestellt, der nach eigenem Bekunden alle GTs dieser Welt und auch die meisten Hypercars in den Schatten stellen soll.

Der Viersitzer – übrigens der erste der Marke – kommt mit drei Elektromotoren und einem Dreizylinder an den Start. Insgesamt stellt der 1.850 Kilo schwere Gemera krasse 1.700 PS und 3.500 Nm Systemleistung bereit. Diese Power holt er aus einem einzigartigen Hybrid-Antriebsstrang. Die drei Elektromotoren, je einer mit 500 PS und 1.000 Nm pro Hinterrad, sowie einem mit 400 PS und 500 Nm an der Kurbelwelle, werden von einem Dreizylinder-Benziner unterstützt.

Dreizylinder mit 600 PS

Den nennt Koenigsegg liebevoll „Tiny Friendly Giant“, kurz „TFG“, übersetzt: „Kleiner freundlicher Gigant“. Und der TFG hat es in sich. Aus zwei Litern Hubraum stemmt die Eigenentwicklung 600 PS und 600 Nm Drehmoment – wobei zwei Turbolader ordentlich Druck ausüben. Als Maximaldrehzahl liegen bei dem nur 70 Kilo schweren und als Mittelmotor ausgelegten Dreizylinder 8.500/min. an. Für die Kraftübertragung ist das patentierte Koenigsegg Direct Drive-Eingang-Getriebe verbaut. Bis zur V-Max von 400 Sachen ist also kein einziger Gangwechsel erforderlich. Für den Sprint auf 100 km/h gehen gerade einmal 1,9 Sekunden ins Land.

Bei normaler Fahrweise soll der Reise-GT eine Reichweite von 1.000 Kilometern haben. Die elektrische Reichweite liegt bei 50 Kilometern; sie ist dank der im Fahrzeugboden untergebrachten 16,6 kWh-Lithium-Ionen-Batterie mit 800 Volt-Technik möglich.

Koenigsegg Gemera mit Brachial-Optik

Bereits seit 2003 arbeitet Christian von Koenigsegg an dem Hyper-GT mit hohem Praxisnutzen. Optisch erinnert er ein wenig an den Koenigsegg CC aus dem Jahr 1996. Die Front präsentiert sich mit schmalen Scheinwerfereinheiten und einem massiven Kühlerschlund, die Überhänge sind kurz, die riesigen 21 Zoll-Räder vorne und die 22 Zöller hinten füllen die Radhäuser komplett aus. Sie sind mit Michelin Pilot Sport 4S-Reifen der Größen 295/30 beziehungsweise 317/30 – tatsächlich nennt Koenigsegg selbst diese krumme Zahl – bezogen.

Koenigsegg Gemera

Koenigsegg Gemera in Zahlen
Länge: 4.975 mm
Breite: 1.988 mm ohne Spiegel
Höhe: 1.295 mm
Radstand: 3.000 mm
Tankinhalt: 75 Liter
Trockengewicht: 1.715 kg
Kofferraum-Volumen: 200 Liter

Die Fahrgastzelle wirkt wie eine Flugzeugkanzel. In der Seitenansicht fallen zudem die großen Lufteinlässe vor den kräftig ausgestellten hinteren Kotflügelbacken auf – weitere Luftöffnungen sind direkt hinter der Tür angebracht. Der Fahrer schaut übrigens nicht mehr in klassische Spiegel – stattdessen liefern Kameras Bilder in den Innenraum. Das Heck des Koenigsegg GT ist nicht minder spektakulär: Der Diffusor mächtig, die Leuchten schmal und aggressiv, der Spoiler feststehend. Hingucker sind die runden Auspuffendrohre der Akrapovic-Sportauspuffanlage, die ähnlich wie beim Porsche 918 Spyder das schmale Heckfenster flankieren.

Innenraum mit acht Cupholdern für vier Passagiere

Koenigsegg Gemera
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Der Arbeitsplatz des Konigsegg Gemera-Fahrers.

Den Zustieg zum Innenraum für alle Passagiere gewähren Fallbeiltüren. Alle Insassen sitzen auf konturierten Sportsitzen mit Karbonschalen – eine breite Mittelkonsole trennt sie. Der Fahrer greift in ein unten und oben abgeflachtes Zweispeichen-Sportlenkrad. Rechts und links an der A-Säule geben zwei je 13 Zoll große Bildschirme die Außenwelt wieder. In der Mittelkonsole prangt ein riesiger Infotainment-Touchscreen. Ansonsten prägt ein Alcantara-Finish mit Kontrastnähten das Interieur.

Die weitere Ausstattung: Dreizonen-Klimaanlage, elektrische Fensterheber, Infotainment-System mit Social-Media-Verbindung, Live-Streaming und Handbuch, elektrische Handbremse, elf Lautsprecher plus Subwoofer, Audioanlage mit Apple Carplay, zwei induktive Ladezonen für Smartphones sowie zwei Cupholder pro Mitfahrer jeweils mit Heiz und Kühlfunktion. Preise für den Koenigsegg Gemera gibt es nicht, allerdings ist der Hyper-GT auf 300 Exemplare limitiert.

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Fazit

Es ist immer wieder faszinierend, wie sich Koenigsegg neu erfindet und ganz nonchalant mit Superlativen die arrivierten Großserien-Hersteller schockt.

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