Nissan belebt einen bekannten Modellnamen neu. Auf der Auto China 2026 in Peking zeigt die Marke den Terrano PHEV Concept und kündigt damit die Rückkehr eines SUV an, der in den 1990er- und 2000er-Jahren vor allem in Europa sehr erfolgreich war. Bei der Studie bleibt es nicht: Die Serienversion soll innerhalb der kommenden zwölf Monate zunächst in China vorgestellt werden und später auch auf anderen Märkten angeboten werden.
Klassiker neu aufgelegt
Der neue Terrano tritt kerniger auf als seine historischen Vorgänger. Trotz der handfesten Geländewagen-Technik waren die Baureihen Terrano I und Terrano II eher zurückhaltend-soft gestaltet. Stattdessen zeigt Nissan jetzt einen kantig gezeichneten, hochbeinigen Geländewagen SUV mit klarer Offroad-Optik. Breite Radhäuser, grob profilierte Reifen, sichtbare Unterfahrschutz-Elemente und Zusatzscheinwerfer unterstreichen den robusten Anspruch. Dazu kommen verkürzte Stoßfängerecken, die bessere Böschungswinkel ermöglichen sollen. Seitlich ist eine Leiter montiert, die den Zugang zum Dachträger erleichtert.
Technische Details nennt Nissan offiziell noch nicht. Bestätigt ist jedoch ein Plug-in-Hybridantrieb. Spekulieren kann man dennoch. Vor genau einem Jahr hatte Nissan den Frontier Pick-up mit Plug-in-Hybrid vorgestellt, der vermutlich die Plattform für den kommenden Terrano liefert. Dieser Pick-up nutzt einen 1,5-Liter-Turbobenziner in Kombination mit einem in das Getriebe integrierten Elektromotor. Dort beträgt die Systemleistung 408 PS, das maximale Drehmoment liegt bei 800 Nm. Als Energiespeicher dient eine Batterie mit 33 kWh Kapazität. Im chinesischen CLTC-Zyklus soll damit eine elektrische Reichweite von bis zu 135 Kilometern möglich sein. An diesen Daten dürfte sich auch der künftige Terrano orientieren.
Wohl mit Leiterrahmen
Der Gesamteindruck des Fahrzeugs legt entsprechend nahe, dass eine klassische Leiterrahmen-Architektur verwendet wird. Bilder des Innenraums hat Nissan noch nicht veröffentlicht. Sollte die technische Nähe zum Frontier Pro bestehen, könnte sich auch das Cockpit an dessen Layout orientieren.
Produziert werden soll der Terrano in China gemeinsam mit dem Joint-Venture-Partner Dongfeng. Damit unterstreicht Nissan die wachsende Bedeutung des chinesischen Marktes für die globale Modellstrategie. Konzernchef Ivan Espinosa bezeichnet China nicht nur als wichtigen Absatzmarkt, sondern auch als Innovations- und Exportzentrum. Entwicklungen aus China sollen künftig stärker für internationale Märkte genutzt werden.












