Erlkönig Porsche Panamera Stefan Baldauf
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Erlkönig Porsche Panamera 19 Bilder

Erlkönig Porsche Panamera (2020)

Mehr Power für den Verbrenner mit V8

Porsche arbeitet an einem Facelift für die 2. Generation des intern "971" genannten Panamera. Fast ungetarnt ist der erste Prototyp unserem Fotografen vor die Linse gefahren. Für die Turbo-Modelle bringt die Überarbeitung mehr Leistung.

Seit Ende 2016 ist der aktuelle Panamera am Start, Zeit also, der Limousine und auch gleichzeitig dem Sport Turismo ein Update zur Mitte ihres Lebenzyklus zu spendieren. Die optischen Änderungen umfassen dabei neue Schürzen vorne und hinten, einen neuen Grill sowie ein neues Scheinwerferlayout mit modifiziertem Tagfahrlicht. Die Lampen am Heck erhalten inklusive dem LED-Streifen ein neues Design. Hier stehen die SUV-Modelle Macan und Cayenne Pate.

Porsche Macan S, Exterieur
Arturo Rivas
Das LED-Band des Porsche Macan wird auch beim neuen Panamera zu sehen sein.

Mehr Power für den V8-Biturbo

Unter der Haube tut sich ebenfalls etwas. Die Aggregate erhalten mehr Kraft und verbrauchen weniger. Es bleibt bei den bekannten Modellen Panamera 4, Panamera 4S, Panamera GTS sowie Turbo und dem Panamera 4 E-Hybrid bis hin zum Turbo S E-Hybrid mit dem Twinturbo-V8-Benziner und Elektromotor.

In den Turbomodellen sitzt weiterhin der 4,0-Liter-Biturbo-V8, eine Porsche-Entwicklung, die in zahlreichen Konzernmodellen (Lamborghini Urus, Audi RS6/7, RS Q8, Bentley Continental GT) Verwendung findet. Ein Blick auf diese zeigt auch, wohin sich die Leistung entwickeln könnte. Denn 550 PS im aktuellen Panamera Turbo klingen nicht schlecht, aber die Konkurrenz hat nachgelegt. Nicht unbedingt im D-Segment (BMW 7er, Mercedes S-Klasse), wo Porsches Viertürer vom Platzangebot hinpasst. Aber bei den Performance-Modellen, die gern gegen den sportlichen Porsche-Nimbus in Stellung gebracht werden: So hat etwa ein BMW M5 Competition 625 PS, der AMG GT Viertürer als S-Modell gar 639 PS. Gerade, weil die etwas kompakter ausfallen als der 5,05 Meter oder gar 5,20 Meter lange Panamera, fahren sie ihm auf der Rundstrecke, wo ein Porsche per definitionem immer gut aussehen muss, davon. Dafür braucht es ein Leistungs-Upgrade.

Das Potenzial des V( im Panamera hat Porsche mit dem Lion-Projekt ausgelotet. Dessen 820 PS sind natürlich nichts für die Serie, schon gar nicht in so einer Trackversion - schließlich ist ein Panamera auch eine Luxuslimousine. Auch an die 650 PS des Urus wird Porsche nicht ganz heranfahren, aber die 625 PS des BMW M5 Competition lägen genau zwischen dem Audi RS7 sowie dem Italo-SUV und sind auch im kommenden, sehr passgenauen Konkurrenten BMW M8 Gran Coupé zu erwarten.

Der V8 sitzt ja auch im Tompodell, dem Panamera Turbo S eHybrid. Bei ihm dürfte die Leistungskur für den Verbrenner etwas zurückhaltender ausfallen, sonst muss man womöglich ums Getriebe fürchten. Aber 20 PS Mehrleistung könnte man sich gönnen, um die 700 vollzumachen. Wichtiger für den Hybrid wird aber eine leistungsstärkere Batterie, die dabei nicht schwerer werden darf - 2,4 Tonnen wiegt der PHEV. Nicht gerade vorteilhaft für die Rundstrecke, wo ein Porsche ja ... siehe oben. Vorteilhaft für den bislang schon hohen Preis (aktuell gut 190.000 Euro) wäre da eine Versteuerung des geldwerten Vorteils für Dienstwagen zum halbierten Satz. Dazu sind Käufer des Hybrid-Panamera aber nur berechtigt, wenn die elektrische-Reichweite nach WLTP über 40 Kilometer liegt. Da die Differenz hier um die 500 Euro netto pro Monat ausmacht, dürfte Porsche einen gewissen Aufwand nicht scheuen, um die Batterie-Kapazität bei gleichen Abmessungen von aktuell gut 13 kWh auf etwa 15 kWh zu vergrößern. Das hilft dann auch dem zweiten PHEV-Modell, dem Panamera 4 E-Hybrid.

Für den Innenraum dürfte es unter anderem ein neu designtes Lenkrad sowie zahlreiche neue Stoffe und Applikationen geben. Debütieren dürfte der große Porsche in der zweiten Jahreshälfte 2020.

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Fazit

Was?! Drei Jahre ist der Launch der 2. Generation des Panamera schon her? Dafür sieht die Limousine immer noch frisch aus. Und mit dem Facelift noch eine Spur frischer. Um gegen Mercedes CLS, AMG GT 4-Türer oder BMW 8er Gran Coupé zu bestehen, wird vor allem das Power-Upgrade für den V8 helfen. Und wenn die Elketro-Reichweite der Hybrid-Versionen mit dem Facelift über 40 Kilometer steigt, verbilligen sie sich netto sogar – zumindest für Dienstwagenfahrer.

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