8/2020, Porsche Panamera Facelift Porsche
Porsche Panamera Facelift, Turbos S E-Hybrid
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Porsche Panamera Facelift, Turbos S E-Hybrid 26 Bilder

Facelift Porsche Panamera & Panamera Sport Turismo

Neues Topmodell Turbo S E-Hybrid bekommt 700 PS

Die Modellpflege der zweiten Panamera-Generation startete mit den neuen Modellvarianten 4S E-Hybrid und Turbo S. Jetzt legt Porsche zwei weitere Hybrid-Modelle und den 4S mit Biturbo-V6 nach.

Spätestens in der zweiten Modellgeneration ist der Panamera zu einer tragenden Säule im Modellprogramm von Porsche geworden. Vier Jahre nach dem Marktstart spendiert der Hersteller der Baureihe ein Update, das die Limousine, die Langversion "Executive" und den Sport Turismo fit für die zweite Hälfte ihres Lebenszyklus macht.

Die optischen Modifikationen fallen eher gering aus. Alle Modellversionen erhalten künftig die bisher optionale Sport Design-Front. Sie ist an einem LED-Lichtstreifen für Standlicht und Blinker erkennbar. Am Heck unterscheidet sich der überarbeitete Panamera mit einer durchgehenden LED-Lichtleiste vom Vorgänger. Bisher trug der große Porsche hier eine kleine Lücke im Lichtspektakel.

Drei neue Leichtmetallfelgen in den Formaten 20 und 21 Zoll sowie zwei neue Lackoptionen beschließen die äußeren Änderungen. Sofern man nicht zum neuen Panamera Turbo S greift, dessen Frontschürze sich mit größeren Lufteinlässen und einer zweizeiligen LED-Lichtleiste vom Rest der Modellpalette abgrenzt.

Neuer Panamera Turbo S E-Hybrid mit 700 PS

Der mit der Modellpflege neu eingeführte Turbo S mit 630 PS starkem Vierliter-Biturbo-V8 wird als Top-Modell ab sofort vom neuen Turbo S E-Hybrid abgelöst. Den hier jetzt 571 PS statt wie bisher 550 PS leistenden Achtzylinder kombiniert Porsche mit einem 100 kW (136 PS) starken Elektromotor. Mit der im Rahmen des Facelifts für alle Hybridmodelle von 14,1 auf 17,9 kWh erhöhten Batteriekapazität und den weiter optimierten Fahrmodi soll die rein elektrische Reichweite des leistungsstärksten Panameras nun 50 Kilometer betragen (nach WLTP EAER City), was laut Porsche einer Steigerung von 30 Prozent entspricht.

Noch einmal sechs Kilometer weiter soll der neue Panamera 4 E-Hybrid im rein elektrischen Fahrmodus kommen. Der 100-kW-E-Motor trifft hier auf einen 330 PS starken 2,9-Liter-V6-Biturbo, was eine Systemleistung von 462 PS bringt. Mit dem seit Einführung des Facelifts verfügbaren 4S E-Hybrid (560 PS Systemleistung) stehen nun erstmals drei Plugin-Hybride für den Panamera bereit.

Porsche Panamera Facelift, Turbos S E-Hybrid
Porsche
Das neue Top-Modell der Baureihe: Der Turbo S E-Hybrid mit 700 PS Systemleistung.

Das Angebot bei den reinen Verbrennermodellen ergänzt Porsche um den Panamera 4S, dessen 2,9-Liter-Biturbo-V6 wie bisher 440 PS leistet. Bereits bekannt sind der Panamera GTS – die auf Fahrdynamik ausgelegte Modellvariante mit 480 PS (20 PS mehr als vor dem Facelift) – und der schon erwähnte Turbo S, der den "normalen" Turbo ablöst. Die Leistung des doppelt aufgeladenen 4,4-Liter-V8 liegt 80 PS über dem Turbo, das maximale Drehmoment steigt um 50 auf 820 Newtonmeter. Damit soll der Porsche Panamera Turbo S im Sport-Plus-Modus in 3,1 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von 315 km/h erreichen. Der Turbo S ist somit zwar nicht der leistungsstärkste, wohl aber der schnellste Panamera, denn der Turbo S E-Hybrid soll für den Standardsprint eine Zehntelsekunde mehr benötigen. Mit 3,2 Sekunden ist er aber auch 0,2 Sekunden schneller als der Vorgänger. Bei der Höchstgeschwindigkeit sind die beiden Turbo-S-Modelle gleichauf.

Auch mit Sechszylinder-Motoren ist der Panamera natürlich alles andere als langsam. Der 4 E-Hybrid soll Tempo 100 aus dem Stand in 4,4 Sekunden (-0,2 s) erreichen und bis zu 280 km/h schnell (+2 km/h) werden. Für den 4S E-Hybrid gibt Porsche 3,7 Sekunden und 298 km/h an. Ohne E-Antrieb geht es für den 4S in 4,1 Sekunden (-0,1 s) auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist laut Porsche bei 295 km/h erreicht (+6 km/h).

Ringrekord für den Turbo S

Vor dem Serienstart wurde der Panamera Turbo S, den wir selbst auch schon fahren konnten, unter den wachsamen Augen eines Notars bereits über die Nürburgring-Nordschleife geprügelt. Mit einer Zeit von 7:29,81 Minuten fuhr er einen offiziellen Streckenrekord in der Kategorie "Oberklasse" auf dem 20,832 Kilometer langen Kurs ein. Die Dreikammer-Luftfederung, PASM (Porsche Active Suspension Management) und die Wankstabilisierung wurden angesichts der Leistungssteigerung für den Turbo S optimiert. Beim Panamera GTS ist die neue Sportabgasanlage serienmäßig. Sie hat künftig asymmetrisch aufgebaute Endschalldämpfer, was die Klangcharakteristik schärfen soll.

Unabhängig von der Motorisierung wurden die Fahrwerks- und Regelsysteme überarbeitet. Der Porsche Panamera soll sportlich bleiben wie bisher, gleichzeitig aber mehr Komfort bieten. Auch an Lenkung und Reifen haben die Ingenieure gefeilt.

Wireless Carplay zieht ein

Im Jahr 2020 muss ein neues Auto natürlich auch für die Datenautobahn optimiert werden. Porsche verbessert beim Panamera die onlinebasierte Sprachbedienung. Neu ist ein Risk Radar für Gefahreninformationen. Apple Carplay kann künftig auch ohne Kabelverbindung genutzt werden.

8/2020, Porsche Panamera Facelift
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Neben dem Touchscreen steht auch eine erweiterte Sprachbedienung für die Interaktion mit dem Auto bereit.

Die Serienausstattung wurde um Spurhalteassistent und Verkehrszeichenerkennung erweitert. Neues Einstiegsmodell ist der Porsche Panamera mit Hinterradantrieb und 330 PS starkem 2,9 Liter-V6. Er startet bei 91.345 Euro. Darüber rangiert das bisherige Basismodell, der Panamera 4 mit Allradantrieb ab 95.289 Euro. Wie bei allen bisher lieferbaren Modellen wird bei ihm der Preis nicht erhöht. Den Panamera 4S stellt Porsche mit 115.241 Euro in die Preisliste. Der Panamera GTS kostet trotz der leicht gestiegenen Leistung unverändert ab 136.933 Euro, der Turbo S 179.737 Euro.

Das Angebot der elektrifizierten Panamera-Modelle startet mit dem 4 E-Hybrid bei 110.369 Euro. Der 4S E-Hybrid beginnt bei 126.841 Euro und für den Panamera Turbo S E-Hybrid ruft Porsche 185.537 Euro auf. Mitte Oktober sollen die ersten Exemplare des aufgefrischten Panamera an Händler und Kunden ausgeliefert werden.

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Fazit

Der Panamera ist eine Erfolgsgeschichte für Porsche. Das Update fällt deswegen optisch nur dezent aus. Mit einem dritten Hybridmodell und der neuen Doppel-Speerspitze in Form von Turbo S und Turbo S E-Hybrid dürften auch die letzten offenen Fragen der Kundschaft beantwortet sein.

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