08/2021, Toyota GR 86 Toyota Motor Sales, U.S.A., Inc.
04/2021, Toyota GR 86
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08/2021, Toyota GR 86 25 Bilder

Toyota GR 86 (2022): Europa-Version kommt im April

Toyota GR 86 (2022) Europa-Version kommt im April

Das kleine Sportcoupé ändert seinen Namen zwar von GT86 zu GR 86, behält sein Konzept aber bei: Der Saugmotor sitzt vorne und treibt die Hinterräder an. Nun steht fest, wann er zu den deutschen Toyota-Händlern kommt.

Die japanische Kompakt-Coupé-Kooperation geht in die nächste Runde. Wie bereits bei der Vorgänger-Generation unterscheiden sich der schon im Herbst 2020 offiziell präsentierte neue Subaru BRZ und der nun von GT86 in GR 86 (lesen Sie hier den Fahrbericht des noch getarnten Vorserienautos) umbenannte Toyota lediglich in den Details. Beispiel Antrieb: Der von Subaru hoheitlich entwickelte 2,4-Liter-Vierzylinder-Boxer verzichtet weiterhin auf Turboaufladung und schickt seine Power Richtung Hinterräder.

Serienmäßig übernimmt ein manuelles Sechsgang-Getriebe die Kraftübertragung; optional gelangt die Antriebskraft per Sechsgang-Automatik und Schaltwippen zur Antriebsachse. Wer den Handschalter wählt, kann mit einem Tastendruck den Track-Modus wählen und/oder die Stabilitätskontrolle deaktivieren. Automatik-Autos verfügen zudem über die Fahrmodi Normal, Sport und Schnee, einen Abstandsregel-Tempomaten und weitere elektronische Assistenzsysteme.

Etwas stärker als der Subaru BRZ

Im Toyota darf der Motor etwas mehr leisten als im Subaru (234 statt 228 PS). Liegt es an Toyotas doppelter D-4S-Einspritztechnik, die Direkt- und Saugrohreinspritzung kombiniert? Beim maximalen Drehmoment (250 Newtonmeter) sind sich die beiden Japaner einig; es liegt nun deutlich früher als beim Vorgänger an, nämlich bei 3.700 statt 6.000 Umdrehungen. Auch die Plattform stimmt bei GR 86 und BRZ überein: Hier kommt die New Global Architecture von Toyota zum Einsatz.

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Die Dimensionen des neuen Toyota GR 86 sollen in etwa denen des Vorgängers GT86 entsprechen.

Der GR 86 wiegt 1.275 Kilogramm (18 Kilogramm mehr mit Automatikgetriebe), die Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse beträgt 53:47 Prozent. Um das leichteste Viersitzer-Coupé seiner Klasse zu sein, besteht die Karosserie bis hinauf zum Dach vorrangig aus Aluminium. Die Verwindungssteifigkeit soll sich im Vergleich zum fast identisch dimensionierten Vorgänger um 40 Prozent verbessern. Obendrein will Toyota über intelligent platzierte Luftleit-Kanäle die aerodynamische Effizienz optimiert haben.

Mit Automatik deutlich langsamer

Daraus resultieren deutlich verbesserte Fahrleistungen. Mit manuellem Getriebe sprintet der Toyota GR 86 in 6,3 Sekunden von null auf 100 km/h; die Automatik-Version braucht für die Übung 0,6 Sekunden länger. Auch bei der Höchstgeschwindigkeit hinkt die Automatik-Version hinterher (216 statt 226 km/h). Die Fahrdynamik soll von der neu entwickelten elektronischen Servolenkung, dem Fahrwerk mit Mac-Pherson-Federbeinen vorne und Mehrlenker-Hinterachse samt Doppelquerlenkern sowie Torsen-Sperrdifferenzial hinten profitieren.

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Mit manuellem Getriebe ausgerüstet beschleunigt der GR 86 deutlich schneller als mit Automatik.

Auch beim Design bleiben die Unterschiede zwischen Toyota GR 86 und Subaru BRZ marginal. Ein großes Kühlermaul nebst vertikal ausgerichteter Lufteinlässe in der Frontschürze, spitze Scheinwerfer und eine sich stark krümmende Motorhaube weisen beide Zwillinge auf. Die hohe Schulter- und niedrige Dachlinie zeichnen schmale Seitenfenster. An den Flanken fallen zudem die Luftauslässe hinter den Vorderrädern, die ausgestellten Kotflügel und die leichten Sicken auf, über denen die Außenspiegel thronen. Die 18-Zoll-Leichtmetallfelgen tragen Michelin-Sportreifen der Dimension 215/40 R18. Das Basismodell rollt jedoch auf 17-Zöllern mit nicht ganz so haftstarken Michelin-Pneus. Die Bremsanlage arbeitet in beiden Fällen mit 294-Millimeter-Scheiben vorne und 290er-Discs hinten.

Sieben Farben für den Toyota GR 86

Das Heck des etwa 4,25 Meter langen, 1,25 Meter hohen und 1,78 Meter breiten GR 86 (bei einem Radstand von knapp 2,60 Meter; aber auch die genauen Dimensionen hat Toyota noch nicht kommuniziert) erscheint filigraner: Die Leuchten fallen schmal aus, stehen aus der Karosserie heraus und sind optisch mit einer Spoilerlippe (bei der Premium-Version für den US-Markt) verbunden. Im unteren Bereich fallen die großen Auspuff-Endrohre auf, die einen dezent gestalteten Diffusor in ihre Mitte nehmen. Übrigens: Für den GR 86 hält Toyota sieben verschiedene Außenfarben für ausreichend.

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Klassisch gestaltetes Cockpit, in dem kaum etwas vom Fahren ablenkt.

Innen zeigt sich im 2+2-Sitzer ein klassisch und komplett in Schwarz gestaltetes Cockpit mit eher klein dimensioniertem Multifunktions-Lenkrad. Dahinter sind in einem Sieben-Zoll-TFT-Monitor digital dargestellte und anpassbare Rundinstrumente positioniert, zu denen als Gimmick eine Anzeige für die Fliehkräfte gehört. Unter den zentralen Luftausströmern sitzt ein acht Zoll großer Touchscreen mit Apple-Carplay- und Android-Auto-Konnektivität; die Bedienelemente der Klimaanlage sind darunter untergebracht. Auf der Mittelkonsole befinden sich die Tasten für die ESP-Regelung, die Fahrmodi und die Sitzheizung. Die vorderen Sportsitze sollen an Gewicht verloren haben, die hinteren Plätze dürften eher ein Erweiterung des Kofferraums darstellen.

Offiziell in Deutschland erhältlich

Im Gegensatz zu Subaru, die den neuen BRZ offiziell nicht in unseren Gefilden anbieten werden, kommt der GR 86 auch nach Europa. Im April 2022 wird es so weit sein. Bislang unbekannt sind die Preise für den deutschen Markt. So günstig wie in den USA wird Toyota sein Sportcoupé hierzulande wahrscheinlich nicht anbieten. Dort kostet die Basisversion 27.700 Dollar (knapp 24.500 Euro). Die unter anderem mit einem Heckspoiler und beheizten Leder-Alcantara-Sportsitzen bestückte Premium-Ausstattung startet bei 30.300 Dollar (fast 27.000 Euro). Mit Automatikgetriebe ist der GR 86 jeweils 1.500 Dollar (gut 1.300 Euro) teurer.

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Hätte Toyota dem GR 86 einen Turbomotor spendieren sollen?
Nein. Der Saugmotor unterstützt das puristische Wesen des Coupés.
Ja. Um ein echter Sportwagen zu sein, braucht er mehr Power.

Fazit

Wie beim Vorgänger dürften sich auch am Antrieb des Toyota GR 86 die Geister scheiden. Seine Fans werden das kompakte Sportcoupé weiterhin für seinen puristischen Ansatz feiern. Seine Kritiker dürften sich weiterhin mehr Power durch Aufladung wünschen. Und eine stärkere optische Abgrenzung zum Subaru BRZ, der aber hierzulande nicht mehr offiziell erhältlich sein wird.

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Subaru bringt 2021 die zweite Generation des BRZ auf den Markt.

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