Aktuelle Erlkönigbilder zeigen, dass die Änderungen weit über eine gewöhnliche Modellpflege hinausgehen. Obwohl der Prototyp auf den ersten Blick noch wie ein bisheriger ID.4 wirkt, zeigt sich bei genauerem Hinsehen ein deutlich veränderter Aufbau. Die Front erhält einen neuen Stoßfänger sowie eine geschlossene Kühlerpartie im Stil der kommenden Elektromodelle von Volkswagen. Im unteren Bereich wurden die Luftführungen neu gestaltet, außerdem sitzt dort ein neuer Sensor für die Fahrerassistenzsysteme. Der bisherige Wabengrill weicht horizontalen Lamellen.
Auch an den Seiten bleibt kaum ein Bereich unverändert. Volkswagen verbaut neue Türen, verändert die Schulterlinie und ersetzt die versenkbaren Türgriffe durch konventionelle Griffe. Hinzu kommen neu gestaltete hintere Seitenfenster sowie eine überarbeitete C-Säule. Dadurch wirkt der SUV gestreckter als sein Vorgänger. Am Heck kommen eine neue Heckklappe, ein überarbeiteter Stoßfänger und ein neuer Diffusor zum Einsatz. Die endgültige Form der Rückleuchten lässt sich noch nicht erkennen, da diese weiterhin unter einer Tarnfolie verborgen sind.
Innenraum soll deutlich hochwertiger werden
Nicht nur außen plant Volkswagen einen umfangreichen Umbau. Auch im Innenraum wird nahezu jedes sichtbare Bauteil überarbeitet. Erwartet werden ein neues Armaturenbrett, modernisierte Displays und neu gestaltete Bedienelemente. Ebenso dürfte ein neues Lenkrad Einzug halten.
Darüber hinaus soll die Materialqualität steigen. Volkswagen reagiert damit auf Kritik am bisherigen Innenraum des ID.4 und will das Modell hochwertiger positionieren. Offizielle Bilder des Cockpits gibt es bislang allerdings noch nicht.
Neue Plattform und modernisierte Antriebstechnik
Unter der Karosserie erfolgt ebenfalls ein wichtiger Schritt. Der ID.Tiguan soll künftig auf der weiterentwickelten MEB+-Plattform aufbauen. Sie bildet die technische Grundlage für effizientere Antriebe und schnellere Ladeleistungen.
Erwartet werden Batteriepakete mit 58 und 79 kWh sowie Ladeleistungen von rund 183 kW. Außerdem soll Volkswagen neue Elektromotoren einsetzen, die sowohl die Effizienz als auch die Fahrleistungen verbessern. Endgültige technische Daten hat der Hersteller bislang jedoch noch nicht veröffentlicht.
Vorstellung ab Ende 2026
Noch hat Volkswagen keinen offiziellen Präsentationstermin bekanntgegeben. Nach den aktuellen Informationen dürfte der neue ID.Tiguan entweder gegen Ende dieses Jahres oder zu Beginn des Jahres 2027 vorgestellt werden.
Der ID.Tiguan tritt in einem Segment an, das in den kommenden Jahren deutlich dichter besetzt sein wird. Neben dem überarbeiteten Tesla Model Y konkurriert er unter anderem mit dem Škoda Enyaq, dem Kia EV5 sowie neuen Elektro-SUV von Renault und Hyundai. Für Volkswagen wird deshalb nicht nur die Technik, sondern auch Preis und Bedienkonzept eine wichtige Rolle spielen.












